Service Frühjahrsfit - Startklar im Frühling

Reinhard Haas

 · 10.05.2024

Service Frühjahrsfit - Startklar im FrühlingFoto: istock/ONYXprj
Frühling ist die beste Zeit, um das Auto von vorn bis hinten durchzuchecken. So machen Sie Ihr Auto frühjahrsfit

Themen in diesem Artikel

Wachsen lohnt sich Eine Versiegelung mit Hartwachs hält mehrere Monate
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Damit Sie im Frühjahr mit Ihrem Auto wieder sorglos durchstarten können, sollten Sie ihm einen ordentlichen „Fitness-Check“ verordnen. Hier die wichtigsten Punkte auf der Checkliste für Motor, Karosserie, Innenraum, Reifen und Bremsen.

1. MOTORRAUM CHECKEN

Ein Blick unter die Motorhaube darf bei der richtigen Frühlingspflege nicht fehlen. Nur so können Sie sicherstellen, dass die Technik den Winter gut überstanden hat. Kontrollieren Sie Kühlwasser, Motoröl und Scheibenwischwasser. Je nach Hersteller werden verschiedene Intervalle angegeben – feste oder variable Intervalle. Das genaue Wechselintervall lesen Sie im Handbuch des Autos nach. In der Regel bewegt sich dieses zwischen 10.000 und 30.000 Kilometern oder einem bis maximal zwei Jahren. Wer hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, sollte laut ADAC jährlich das Öl wechseln. Im Stadtverkehr erreicht der Motor oftmals nicht die optimale Betriebstemperatur – und das Öl altert schneller. Ein Ölwechsel in der Werkstatt erspart den eigenhändigen Wechsel und die Entsorgung des Altöls. Sollte Ihnen zudem im Motorraum oder an der Elektronik etwas seltsam vorkommen oder Sie ungewöhnliche Geräusche hören, klären Sie das am besten direkt dort. In der Regel übersteht der Motorraum die kalte Jahreszeit jedoch schadlos.

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2. DIE RICHTIGE WÄSCHE

Mit einer gründlichen Unterbodenreinigung sollten verkrustete Schmutzschichten und Salzablagerungen weggewaschen werden. Die automatischen Programme in der Waschanlage können jedoch auch schädlich sein. Mit hohem Druck wird das Wasser in alle Bereiche des Unterbodens gesprüht, wodurch vor allem an den beweglichen Teilen der Mechanik dauerhaft Schäden entstehen können. Die Alternative: mit einem Hochdruckreiniger und bestenfalls einem Wagenheber vorsichtig selbst vorgehen. Reinigen Sie hierfür zuerst die Radkästen mit der mittleren Stufe des Reinigers und mindestens 30 Zentimetern Abstand und spülen Sie im Anschluss den Unterboden. Besprühen Sie danach den Unterboden und die Radkästen mit einem Intensivreiniger. Spülen Sie nach einer kurzen Einwirkzeit alle eingeschäumten Bereiche ab.

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Ganz wichtig ist die Vorwäsche. Die kann entweder vor der Einfahrt in die Waschstraße durch eine eigene Anlage oder per Dampfstrahler erfolgen. Die Vorwäsche weicht den hartnäckigen Schmutz am Autolack auf und verhindert, dass Schmutzpartikel, Sand und Steinchen bei der Wäsche wie Schmirgelpapier über den Lack schleifen und so Kratzer entstehen. Zum Schutz vor UV-Licht und klebrigen Blütenpollen nach der Reinigung hilft die Konservierung des Lacks. Die kann entweder bequem in der Waschanlage mit einem Extraprogramm erledigt werden, schützt dann aber nur gut einen Monat. Eine Versiegelung mit Hartwachs hingegen hält etwa drei bis sechs Monate.

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Sollten nach der Autowäsche Kratzer im Lack zum Vorschein kommen, muss man die sofort ausbessern. Um Korrosion zu verhindern, sollten die Stellen mit Wachs oder einem Lackstift behandelt werden. Dazu die Oberfläche zunächst reinigen, um groben Schmutz und Öl zu entfernen, anschließend den Lackstift auftragen. Ist die Stelle getrocknet, muss sie nur noch poliert werden.

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3. PFLEGE FÜR DEN INNENRAUM

Durch Schnee und Eis an den Schuhen bleibt der Boden des Innenraums häufig feucht. Hier sollte man sofort handeln, um Schimmel überhaupt keine Chance zu geben. Kräftiges Durchlüften bei Sonnenschein hilft fürs Erste. Sie sollten aber vorher die Fußmatten entfernen, damit der Fußraum auch komplett austrocknen kann. Die Gummimatten können anschließend gegen Sommermatten getauscht werden. Sollte der Boden immer noch feucht sein, legen Sie ihn mit Zeitungspapier aus, das die Restfeuchte aufsaugt. Auch bei gründlicher Reinigung werden oft die Kunststoffleisten an den Türeinstiegen vergessen. Unter denen hält sich Feuchtigkeit besonders lange. Die Leisten vorsichtig anheben und mit einem weichen Tuch oder Küchenpapier trocken wischen.

Nicht vergessen: Saugen Sie den Innenraum gründlich aus und reinigen Sie die Scheiben von innen.

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4. REIFEN WECHSELN UND BREMS-CHECK

Dank der härteren Gummimischung bieten Sommerreifen bei warmen Temperaturen eine bessere Bodenhaftung als die weicheren Winterreifen. Falsche Reifen verlängern den Bremsweg enorm. Die O-bis-O-Regel hilft, den richtigen Zeitpunkt für den Räderwechsel zu finden: Von etwa Ostern bis Oktober sollten Sie Sommerreifen verwenden. Sobald Ihre Sommerreifen aber die gesetzlich vorgegebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern unterschreiten, sind sie nicht mehr verkehrssicher und müssen schnellstmöglich ersetzt werden. Sollten Sie Ihr Fahrzeug ohnehin zum Reifenwechsel in eine Werkstatt bringen, können Sie gleichzeitig die Bremsanlage checken und bei Bedarf reinigen lassen.

Zweimal jährlich – am besten beim Reifenwechsel – die Reifen und Felgen gründlich säubern
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5. E-AUTO-BEARF

Erfahrene Elektro-Automobilisten fahren nicht ohne ein komplettes Ladekabel-Set inklusive diverser Adapter für Ladesäulen los. Laden Sie regelmäßig Updates für die Navigationssoftware herunter, um passende Lademöglichkeiten zu finden.

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6. ALLES AN BORD?

Selbstverständlich (und vorgeschrieben) sollte man immer ein Warndreieck, einen Verbandskasten und eine Warnweste im Auto haben. Was noch? Versierte Autofahrer setzen sich nicht ohne ihre „Notausrüstung“ in Bewegung. Das heißt: ein Überbrückungskabel für etwaige Batterieausfälle, ein intaktes Reserverad plus Werkzeug, ein Multifunktionswerkzeug zum Reparieren kleinerer Schäden, einen Gurtschneider für Notfälle nach einem Unfall, ein Mikrofasertuch zum Scheibenreinigen und Handschuhe für etwaige Reparaturen. Für längere Staus und Notfälle empfiehlt es sich, zudem Folgendes an Bord zu haben: Trinkwasser, eine Decke, eine Taschenlampe und ein Klebeband aus Textilfaser.