Gute Fahrt
· 16.12.2025
Die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Automobilhersteller und dem globalen Fintech-Unternehmen Revolut geht weit über klassisches Sponsoring hinaus. Als Titelpartner bringt Revolut nicht nur seinen Namen in die offizielle Teambezeichnung ein, sondern wird auch operativ in verschiedene Geschäftsbereiche integriert. Die Partnerschaft wurde bereits im Juli 2025 angekündigt und manifestiert sich nun in der gemeinsamen visuellen Identität des Rennstalls.
Revolut Business wird in die Finanzabläufe des Teams eingebunden, während Revolut Pay den Online-Shop für ein reibungsloses Kauferlebnis der Fans optimieren soll. Diese tiefgreifende Integration zeigt den strategischen Charakter der Allianz, die beide Unternehmen in ihrem Streben nach Innovation und Performance vereint. Das Fintech-Unternehmen steht für digitale Disruption im Finanzsektor und passt damit zur technologischen Ausrichtung der Ingolstädter Marke.
Die Kooperation zielt darauf ab, bestehende Konventionen im Motorsport zu hinterfragen und neue Wege der Fanbindung zu beschreiten. Durch spezielle Aktionen, exklusiven Zugang zu Rennen und besondere Vorteile für Nutzer der Revolut-App sollen innovative Berührungspunkte zwischen Finanzdienstleistungen und Motorsport entstehen. Diese Herangehensweise spiegelt den Anspruch beider Partner wider, ihre jeweiligen Branchen durch technologische Innovationen voranzutreiben.
Nikolay Storonsky, CEO und Mitgründer von Revolut, betont die gemeinsame Leidenschaft für technische Spitzenleistungen und den globalen Anspruch, den Status quo herauszufordern. Die Partnerschaft soll das weltweite Wachstum von Revolut weiter vorantreiben und gleichzeitig dem Rennstall Zugang zu einem diversen, internationalen Publikum verschaffen, das über traditionelle Motorsport-Zielgruppen hinausgeht.
Die deutsche Hauptstadt wird am 20. Januar 2026 Schauplatz einer außergewöhnlichen Teamvorstellung, die als immersives Erlebnis konzipiert ist. Weniger als 50 Tage vor dem ersten Rennen der Saison präsentiert das Team dort erstmals seine finale Rennlackierung für die Debütsaison. Die Veranstaltung soll die Kernsäulen der Marke verkörpern: Klarheit, technische Intelligenz und Emotion.
Nach der exklusiven Präsentation am 20. Januar folgt einen Tag später ein öffentlicher Event, bei dem auch Fans die Premiere vor Ort erleben können. Diese zweistufige Herangehensweise unterstreicht den Anspruch des Teams, sowohl Medien und Fachpublikum als auch die breite Öffentlichkeit in den Markenauftritt einzubeziehen. Die Wahl Berlins als Veranstaltungsort ist symbolisch für die internationale Ausrichtung des Projekts.
Die Präsentation wird zeigen, wie die visuelle Identität den Auftritt in der Debütsaison prägt und die Designprinzipien der Ingolstädter in eine markante Präsenz im Formel-1-Starterfeld übertragen werden. Bereits im November wurde der R26 Concept vorgestellt, der erste Einblicke in die Designrichtung gab. Die finale Rennlackierung wird nun das endgültige Erscheinungsbild für die Saison 2026 definieren.
Mattia Binotto, Projektleiter des F1-Vorhabens, sieht in der Berliner Ankündigung einen wichtigen Moment, in dem erstmals alle Beteiligten als Team zusammenstehen. Die Veranstaltung soll der weltweiten Fangemeinde die Möglichkeit geben, sich bereits vor dem eigentlichen Debüt mit dem neuen Rennstall zu identifizieren und eine emotionale Verbindung aufzubauen.
Im Rahmen der Teamgründung erfolgt eine umfassende Umbenennung der bestehenden Strukturen. Die Sauber Motorsport AG wird zur Motorsport AG der deutschen Marke, während das Technologiezentrum in Bicester, Großbritannien, künftig als Motorsport Technology Centre UK firmiert. Diese Änderungen spiegeln die neue Eigentümerstruktur und strategische Ausrichtung wider.
Um die Historie zu würdigen, bleiben die Namen Sauber Holding AG und Sauber Technologies AG bestehen. Diese Entscheidung zeigt Respekt vor der langjährigen Tradition des Schweizer Rennstalls, der seit Jahrzehnten in der Königsklasse aktiv ist. Die Kontinuität in bestimmten Bereichen soll den Übergang für Mitarbeiter und Partner erleichtern.
Das Team operiert von drei strategischen Standorten aus: Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Diese internationale Aufstellung ermöglicht es, die jeweiligen Stärken und Ressourcen optimal zu nutzen. Der deutsche Standort bringt die Expertise des Automobilherstellers ein, während das britische Technologiezentrum von der dortigen Motorsport-Infrastruktur profitiert.
Jonathan Wheatley, der neue Teamchef, betont die geballte Kraft dieser internationalen Struktur. Die Vernetzung der verschiedenen Standorte soll Synergien schaffen und das gesamte Projekt stärken. Die offizielle Identität vereint alle Beteiligten einem gemeinsamen Markenzeichen und macht die langfristigen Ambitionen für alle Stakeholder greifbar.
Der Einstieg in die Formel 1 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Markenstrategie der Ingolstädter. Gernot Döllner, CEO der AG, sieht in der Enthüllung von Name und Logo einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg in die Königsklasse des Motorsports. Die neue Identität verleiht den Ambitionen eine klare Ausrichtung und spiegelt eine starke Vision sowie innovativen Geist wider.
Die Teilnahme an der prestigeträchtigsten Motorsportserie der Welt bietet der Marke eine globale Bühne, um technologische Kompetenz und Innovationskraft zu demonstrieren. Besonders im Zeitalter der Elektromobilität und nachhaltigen Technologien kann die Formel 1 als Entwicklungslabor für zukünftige Straßenfahrzeuge dienen. Die dort entwickelten Technologien fließen traditionell in die Serienproduktion ein.
Die Partnerschaft mit Revolut erweitert zudem die Zielgruppe über traditionelle Automobilkunden hinaus. Das Fintech-Unternehmen bringt eine junge, technologieaffine Kundenbasis mit, die für die Zukunft der Mobilität von entscheidender Bedeutung ist. Diese Diversifizierung der Zielgruppen entspricht dem Wandel der Automobilindustrie hin zu neuen Mobilitätskonzepten.
Der Zeitpunkt des Einstiegs 2026 ist strategisch gewählt, da dann neue technische Regularien in der Formel 1 gelten. Diese bieten allen Herstellern die Chance auf einen Neustart und können etablierte Hierarchien aufbrechen. Für die deutsche Marke bedeutet dies die Möglichkeit, von Beginn an konkurrenzfähig zu sein, ohne jahrelange Aufholjagd betreiben zu müssen.