Audi startet erfolgreich in Formel-1-Ära

Gute Fahrt

 · 12.01.2026

Audi startet erfolgreich in Formel-1-ÄraFoto: Audi AG
Audi Revolut F1 Team startet mit erfolgreichem „Fire-up“ in die Saison 2026
Das Audi Revolut F1 Team erreicht wichtigen Meilenstein: Erstmaliger Start der eigenen Antriebseinheit im Chassis für 2026 erfolgreich absolviert.

Historischer Meilenstein für die Marke

Der erste Start der hauseigenen Power Unit im Chassis markiert einen entscheidenden Wendepunkt für die Ingolstädter. Nach jahrelanger Abstinenz kehrt die Marke mit den vier Ringen in die Königsklasse des Motorsports zurück. Das sogenannte Fire-up fand am 19. Dezember in Hinwil statt und bestätigte die erfolgreiche Zusammenführung aller Kernkomponenten.

Gernot Döllner, CEO der AUDI AG, betont die strategische Bedeutung: "Für die Marke ist der Einstieg in die Formel 1 ein wichtiger Schritt unserer Neuaufstellung." Der erste Motorstart repräsentiert dabei mehr als nur einen technischen Test – er symbolisiert den Übergang von der Konstruktionsphase zur dynamischen Realität.

Die Antriebseinheit entsteht in Neuburg, während das Chassis-Team in Hinwil arbeitet. Zusätzlich entwickelt ein neues Technologiezentrum in Bicester weitere Komponenten. Diese Dreier-Konstellation erforderte präzise Koordination, um alle Bauteile perfekt aufeinander abzustimmen.

Mattia Binotto, Leiter des F1-Projekts, beschreibt den Moment als Neuanfang: "Er ist das greifbare Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen und der engagierten Arbeit unserer Teams." Die jahrelange Entwicklungsarbeit mündet nun in die entscheidende Phase vor dem Debüt.

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Technische Integration als Schlüssel zum Erfolg

Das Fire-up validiert die komplexe Integration zwischen Motor und Chassis. In der modernen Formel 1 fungiert die Power Unit als tragendes Element der Fahrzeugstruktur. Jede Komponente muss millimetergenau passen, um optimale Leistung zu gewährleisten.

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Die Antriebseinheit "made in Germany" entsteht nach den neuen Regularien für 2026. Diese bringen erhebliche Änderungen mit sich: Der Elektroanteil steigt deutlich, während die Aerodynamik vereinfacht wird. Für alle Hersteller bedeutet dies einen Neustart veränderten Vorzeichen.

Jonathan Wheatley, Teamchef des Revolut F1 Teams, hebt die Qualität der Zusammenarbeit hervor: "Dieser erfolgreiche Start ist ein wichtiger Meilenstein, der die Qualität der Arbeit und der Zusammenarbeit aller Abteilungen bestätigt." Die reibungslose Kommunikation zwischen den Standorten erwies sich als entscheidender Erfolgsfaktor.

Der erste Motorlauf bestätigt auch die Funktionsfähigkeit der Kühlsysteme, Elektronik und Kraftstoffversorgung. Hunderte von Sensoren überwachen dabei jeden Parameter. Bereits kleinste Abweichungen könnten auf Probleme hindeuten, die in der Entwicklungsphase noch korrigiert werden müssen.

Die erfolgreiche Inbetriebnahme schafft Vertrauen für die kommenden Entwicklungsphasen. Bis zum ersten Rennen in Melbourne stehen noch intensive Tests an, bei denen die Zuverlässigkeit verschiedenen Bedingungen geprüft wird.

Strategische Neuausrichtung des Konzerns

Der Formel-1-Einstieg fügt sich in die umfassende Transformation der Marke ein. Während die Straßenfahrzeuge zunehmend elektrifiziert werden, dient der Motorsport als Technologielabor für künftige Innovationen. Die Hybridtechnologie der Formel 1 bietet dabei wertvolle Erkenntnisse für die Serienentwicklung.

Döllner positioniert das Projekt als "Treiber für Veränderungen im Unternehmen". Die Formel 1 erfordert höchste Präzision, schnelle Entscheidungen und kontinuierliche Verbesserungen – Eigenschaften, die auch der Serienproduktion zugutekommen. Gleichzeitig stärkt der Motorsport die Markenidentität und Emotionalität.

Die Investition in drei Standorte unterstreicht den langfristigen Ansatz. Während Neuburg die Motorenkompetenz beherbergt, bringt Hinwil jahrzehntelange Formel-1-Erfahrung mit. Das neue Zentrum in Bicester ergänzt die Struktur um modernste Entwicklungskapazitäten.

Die Zusammenarbeit mit Revolut als Namenssponsor zeigt zudem die kommerzielle Dimension des Engagements. Der Fintech-Konzern passt zur digitalen Transformation der Automobilindustrie und unterstreicht den innovativen Anspruch des Projekts.

Binotto betont die emotionale Komponente: "Zu sehen, wie alles zum ersten Mal zusammenkommt, verleiht dem gesamten Projekt unglaubliche Energie." Diese Begeisterung soll sich auf die gesamte Organisation übertragen und neue Impulse setzen.

Countdown zum Rennstart läuft

Nach dem erfolgreichen Fire-up konzentriert sich das Team auf die finale Vorbereitung. Am 20. Januar findet in Berlin die offizielle Teampräsentation statt, bei der die Rennlackierung und visuelle Identität enthüllt werden. Wenige Tage später folgen die ersten gemeinsamen Tests in Barcelona.

Wheatley fokussiert bereits auf das Debütrennen: "Dieser Erfolg rückt unser erstes Rennen in Melbourne in den Mittelpunkt." Die australische Metropole wird Schauplatz der Rückkehr in die Königsklasse nach jahrzehntelanger Pause.

Parallel startet ein neuer Content Hub, der als zentrale Anlaufstelle für Medien und Fans dient. Exklusive Inhalte, regelmäßige Updates und Einblicke hinter die Kulissen sollen die Reichweite maximieren. Medienvertreter können sich registrieren, um aktuelle Informationen zu erhalten.

Die Testphase in Barcelona wird erste Erkenntnisse über die Konkurrenzfähigkeit liefern. Alle Teams starten mit neuen Konzepten in die Saison 2026, was die Chancenverteilung offen gestaltet. Zuverlässigkeit könnte dabei wichtiger werden als pure Geschwindigkeit.

Das Fire-up markiert den Übergang von der Theorie zur Praxis. Monatelange Simulationen und Berechnungen weichen nun der harten Realität der Rennstrecke. Jeder Kilometer wird wertvolle Daten liefern, um das Paket bis zum Saisonstart zu optimieren.


​Technische Daten im Überblick

  • Team: Audi Revolut F1 Team
  • Debütsaison: 2026
  • Power Unit: Audi-Eigenentwicklung
  • Entwicklungsstandorte: Neuburg, Hinwil, Bicester
  • Fire-up Datum: 19. Dezember 2025
  • Fire-up Ort: Hinwil, Schweiz
  • Teampräsentation: 20. Januar 2026, Berlin
  • Erstes Rennen: Melbourne 2026
  • Erste Tests: Barcelona, Ende Januar 2026
  • Teamchef: Jonathan Wheatley
  • Projektleiter: Mattia Binotto
  • Chassis-Entwicklung: Hinwil (Schweiz)

​​Gute Fahrt Video-Empfehlungen zum Audi Revolut F1 Team