Neuer VW T7 Multivan - Der glorreiche Sieben

ServiceNeuer VW T7 Multivan - Der glorreiche Sieben

Arne Olerth

 6/10/2021, Lesezeit: 5 Minuten

Volkswagen Nutzfahrzeuge erneuert seine Ikone: Der neue T7 Multivan ist noch vielseitiger, digitaler und komfortabler als bisher. Zudem gibt es ihn erstmals mit Plug-in-Hybrid-Antrieb

Taste für die Handbremse. Der Wegfall des Handbremshebels sorgt für Platz im FußraumFoto: VW Nutzfahrzeuge
Taste für die Handbremse. Der Wegfall des Handbremshebels sorgt für Platz im Fußraum
Bild 1Foto: VW Nutzfahrzeuge
Wohnliches T7-Cockpit mit digitalen Anzeigen, Touchbedienung. Handbrems- und Getriebewählhebel sind entfallenFoto: VW Nutzfahrzeuge
Wohnliches T7-Cockpit mit digitalen Anzeigen, Touchbedienung. Handbrems- und Getriebewählhebel sind entfallen
Mit mehr als 70 Jahren ist der Bulli das längstgebaute Auto überhaupt. Jetzt kommt er in den Genuss des MQB-BaukastensFoto: VW Nutzfahrzeuge
Mit mehr als 70 Jahren ist der Bulli das längstgebaute Auto überhaupt. Jetzt kommt er in den Genuss des MQB-Baukastens
Zweigeteilte LED-Rückleuchten (Serie)Foto: VW Nutzfahrzeuge
Zweigeteilte LED-Rückleuchten (Serie)
Blitzschnell verschiebbare FondmöbelFoto: VW Nutzfahrzeuge
Blitzschnell verschiebbare Fondmöbel
Sitzkomfort der Oberklasse mit Massage, Sitztiefenverstellung und Memory (optional)Foto: VW Nutzfahrzeuge
Sitzkomfort der Oberklasse mit Massage, Sitztiefenverstellung und Memory (optional)
Erstmals gibt es den Multivan auch mit Plug-in-Hybrid – für eine lokal emissionsfreie FahrtFoto: VW Nutzfahrzeuge
Erstmals gibt es den Multivan auch mit Plug-in-Hybrid – für eine lokal emissionsfreie Fahrt
Der eHybrid-Antrieb kombiniert einen 1.4 TSI (150 PS) mit einer E-Maschine (85 kW/116 PS) nebst einem 13-kWh-AkkuFoto: VW Nutzfahrzeuge
Der eHybrid-Antrieb kombiniert einen 1.4 TSI (150 PS) mit einer E-Maschine (85 kW/116 PS) nebst einem 13-kWh-Akku
Tagestypische Pendlerdistanzen absolviert der T7 Multivan eHybrid rein elektrisch – bis Tempo 130Foto: VW Nutzfahrzeuge
Tagestypische Pendlerdistanzen absolviert der T7 Multivan eHybrid rein elektrisch – bis Tempo 130
Multivan-Trumpf: Der kubisch geschnittene Fond verwöhnt mit einem loungeartigen und extrem variablen Möbelsystem – ganz gleich ob im Alltag oder auf der FernreiseFoto: VW Nutzfahrzeuge
Multivan-Trumpf: Der kubisch geschnittene Fond verwöhnt mit einem loungeartigen und extrem variablen Möbelsystem – ganz gleich ob im Alltag oder auf der Fernreise
Bis zu 4.053 Liter Fond-Volumen (LWB mit Glasdach) werden von umleg-, verschieb- und ausbaubaren Einzelsitzen verwaltetFoto: VW Nutzfahrzeuge
Bis zu 4.053 Liter Fond-Volumen (LWB mit Glasdach) werden von umleg-, verschieb- und ausbaubaren Einzelsitzen verwaltet
Schienen und geringes Sitzgewicht erlauben ein blitzschnelles Anpassen der Sitzanlage an die aktuellen TransportbedürfnisseFoto: VW Nutzfahrzeuge
Schienen und geringes Sitzgewicht erlauben ein blitzschnelles Anpassen der Sitzanlage an die aktuellen Transportbedürfnisse
Top: horizontal einstellbare KopfstützenFoto: VW Nutzfahrzeuge
Top: horizontal einstellbare Kopfstützen
Doppelkupplungsgetriebe in SerieFoto: VW Nutzfahrzeuge
Doppelkupplungsgetriebe in Serie
Erstmals sind Schmiedefelgen verfügbar – in Formaten bis zu 19 ZollFoto: VW Nutzfahrzeuge
Erstmals sind Schmiedefelgen verfügbar – in Formaten bis zu 19 Zoll
Bild 16Foto: VW Nutzfahrzeuge
Ein riesiges Panorama-Glasdach sorgt für ordentlich Licht im Fond – und noch mehr KopffreiheitFoto: VW Nutzfahrzeuge
Ein riesiges Panorama-Glasdach sorgt für ordentlich Licht im Fond – und noch mehr Kopffreiheit
Sicher: Der Qi-Lader ist so platziert, dass das Smartphone beim Laden nicht bedient werden kannFoto: VW Nutzfahrzeuge
Sicher: Der Qi-Lader ist so platziert, dass das Smartphone beim Laden nicht bedient werden kann
Klima-Bedienteil im Fond-DachhimmelFoto: VW Nutzfahrzeuge
Klima-Bedienteil im Fond-Dachhimmel
LED-Scheinwerfer sind Serie, Matrix-Licht (IQ.Light) kommt mit der charismatischen LichtleisteFoto: VW Nutzfahrzeuge
LED-Scheinwerfer sind Serie, Matrix-Licht (IQ.Light) kommt mit der charismatischen Lichtleiste
Bekannt aus Golf & Caddy: der Slider zur Steuerung von Sitzheizung, Temperatur und LautstärkeFoto: VW Nutzfahrzeuge
Bekannt aus Golf & Caddy: der Slider zur Steuerung von Sitzheizung, Temperatur und Lautstärke
Taste für die Handbremse. Der Wegfall des Handbremshebels sorgt für Platz im FußraumFoto: VW Nutzfahrzeuge
Taste für die Handbremse. Der Wegfall des Handbremshebels sorgt für Platz im Fußraum
Bild 1Foto: VW Nutzfahrzeuge
Bild 1
Wohnliches T7-Cockpit mit digitalen Anzeigen, Touchbedienung. Handbrems- und Getriebewählhebel sind entfallen
Mit mehr als 70 Jahren ist der Bulli das längstgebaute Auto überhaupt. Jetzt kommt er in den Genuss des MQB-Baukastens
Zweigeteilte LED-Rückleuchten (Serie)
Blitzschnell verschiebbare Fondmöbel
Sitzkomfort der Oberklasse mit Massage, Sitztiefenverstellung und Memory (optional)
Erstmals gibt es den Multivan auch mit Plug-in-Hybrid – für eine lokal emissionsfreie Fahrt
Der eHybrid-Antrieb kombiniert einen 1.4 TSI (150 PS) mit einer E-Maschine (85 kW/116 PS) nebst einem 13-kWh-Akku
Tagestypische Pendlerdistanzen absolviert der T7 Multivan eHybrid rein elektrisch – bis Tempo 130
Multivan-Trumpf: Der kubisch geschnittene Fond verwöhnt mit einem loungeartigen und extrem variablen Möbelsystem – ganz gleich ob im Alltag oder auf der Fernreise
Bis zu 4.053 Liter Fond-Volumen (LWB mit Glasdach) werden von umleg-, verschieb- und ausbaubaren Einzelsitzen verwaltet
Schienen und geringes Sitzgewicht erlauben ein blitzschnelles Anpassen der Sitzanlage an die aktuellen Transportbedürfnisse
Top: horizontal einstellbare Kopfstützen
Doppelkupplungsgetriebe in Serie
Erstmals sind Schmiedefelgen verfügbar – in Formaten bis zu 19 Zoll
Bild 16
Ein riesiges Panorama-Glasdach sorgt für ordentlich Licht im Fond – und noch mehr Kopffreiheit
Sicher: Der Qi-Lader ist so platziert, dass das Smartphone beim Laden nicht bedient werden kann
Klima-Bedienteil im Fond-Dachhimmel
LED-Scheinwerfer sind Serie, Matrix-Licht (IQ.Light) kommt mit der charismatischen Lichtleiste
Bekannt aus Golf & Caddy: der Slider zur Steuerung von Sitzheizung, Temperatur und Lautstärke
Taste für die Handbremse. Der Wegfall des Handbremshebels sorgt für Platz im Fußraum

Es ist fast schon ein geschichtsträchtiger Augenblick, wenn VW Nutzfahrzeuge eine neue Generation des Bulli präsentiert. Immerhin reichen die Wurzeln mehr als sieben Jahrzehnte zurück. Und nicht nur das: Der Bulli ist heute Kult! Entsprechend hoch gesteckt sind die Erwartungen an den Neuen. Im Gegensatz zu bisherigen Modellwechseln wird der T7 das Ruder aber nicht gänzlich übernehmen. Vielmehr fächert der Hannoveraner Autobauer das Prinzip Bulli zu einem Dreiklang auf: Der Multivan kommt ab sofort als T7 und Transporter, artverwandte Nutzfahrzeuge, California und Caravalle hingegen laufen weiter als T6.1 vom Band. Und ab 2022 bereichern der ID. Buzz und seine Cargo-Version die Bulli-Welt um eine elektrisch angetriebene Ikone.

Doch zurück in die Gegenwart: Volkswagen zieht das Tuch vom neuen T7 Multivan. Holla – das Ergebnis beeindruckt! Der neue Multivan zeigt ganz frische Proportionen. Waren die letzten Entwicklungsschritte eher kleiner Natur, so ist der jetzige Sprung markant. Ab sofort werden die letzten drei Buchstaben des Multivan groß geschrieben, der Bulli noch mehr in Richtung Van getrimmt. Sorgen, der Youngster könnte in Richtung Sharan zielen, zerstreuen sich beim Nähertreten. Der T7 wirkt deutlich wuchtiger, wahrlich bullig im Vergleich zum Van aus Wolfsburg. Noch dazu ist der T7 richtig groß: sieben Zentimeter länger (4,97 Meter) als der T6.1, derer vier breiter (1,94 Meter) und mit 1,90 Metern Höhe neun Zentimeter niedri­ger. Haube und Windschutzscheibe stehen jetzt flacher, was mit zum Best-in-Class-cW-Wert von 0,30 führt. Der Radstand wuchs um mehr als 12 Zentimeter auf 3,12 Meter. Auch eine Langversion wird es wieder geben (5,17 Meter), die über den gleichen Radstand verfügt.

Neue Proportionen also, aus denen das Team um Design-Grande Albert Kirzinger ein charismatisches Exte­rieur schuf. Dies wurde mit dem Red-Dot-Design-Award prämiert. „Wir haben den unverwechselbaren Charakter dieser Ikone in einem großen Schritt weiterentwickelt und bleiben der typischen Bulli-Linie doch treu. Bewusst zitieren wir zum Beispiel die den Körper umfassende horizontale Charakter-Linie eines T3“, gibt Kirzinger zu Protokoll. Diese Linie trennt das gläserne Greenhouse vom Rumpf. Vorne zieht sie sich durch die TFL-Signaturen der optionalen Matrix-Scheinwerfer und die beleuchtete Kühlergrill-Spange, die dem T7 einen unverkennbaren Look verleiht. Achtern läuft die Linie in horizontal ausgerichteten LED-Rückleuchten aus. Die Schiebetüren lassen sich genauso motorisch per Fußkick öffnen, wie die Leichtbau-Heckklappe aus Kunststoff. Etwa 200 Kilo wurden in Summe eingespart, etwa durch Alu-Teile an der Mc-Pherson-Vorder- und Schräglenker-Hinterachse. Und an den Sitzen im Fond, die mit 23 bis 29 Kilo ein Viertel leichter sind als bisher.

Noch mehr Variabilität im Fond

Überhaupt zeigt sich der Multivan- Fond deutlich weiterentwickelt, der durch Verlagerung der Klimakanäle an die Außenseite trotz reduziertem Aufbau dieselbe Innenraumhöhe aufweist als bisher. Mit dem neuen Panorama-Glasdach werden es gar einige Zentimeter mehr. Die Dreiersitzbank ist Geschichte, bis zu fünf Einzelsitze prägen den Fond. Diese können auf einem Schienensystem verschoben und – je nach Ausführung – um 180 Grad gedreht eingebaut werden. Zur Demontage müssen keine Schienensegmente mehr entfernt werden. Armlehnen sind genauso bestellbar wie Sitzheizungen für die äußeren Plätze. Anmutung und Materialwahl werden gehobenen Ansprüchen gerecht, sorgen laut Kirzinger für „ein Feeling wie in einem Learjet.“

Plug-In-Hybrid & TSI vor TDI

Der neue Multifunktionstisch kann jetzt bis nach vorne zwischen Fahrer und Beifahrer geschoben werden. Möglich wurde dies durch den Entfall des Handbremshebels – eine Taste übernimmt seine Funktion. Auch einen Getriebe-Wählhebel sucht man vergebens – das Serien- DSG wird dank Umstellung auf MQB-Technologie Shift-by-Wire geschaltet – mittels eines kleinen Bedienkubbels auf der Armaturentafel. Diese erinnert in ihrer Ausprägung an Golf und Caddy mit 10,25- Zoll-Digital Cockpit und 10-Zoll- Touchscreen auf einer Sichtachse (beides Serie). Auch ein Head-up-Display ist möglich. Der charakteristische Slider zum Steuern von Sitzheizung, Temperatur und Lautstärke hält genauso Einzug in den Multivan wie die Touchbedieninsel darunter.

Vor dem Beifahrer zitiert ein zweites Handschuhfach T2 und T6. Die Vordersitze mit Armlehne lassen sich deutlich tiefer herabsenken als bisher, die Sitzposition kann damit mehr in Richtung PKW getrimmt werden.

Dank modernster MIB3-Architektur ist der Multivan always online, es sind verschiedene Datendienst-Pakete ver­fügbar. Zwei Navi-Systeme sind im Angebot, alternativ lässt sich ein Navi auch online nachrüsten. Die Handy-Anbindung klappt via App-Connect drahtlos (Serie).

Natürlich ist der T7 Multivan state-of-the-art in Sachen Assistenz. Mehr als 20 Systeme sind lieferbar, darunter das lokale Warnsystem Car2X und der Travel Assist zum teilautonomen Fahren bis Tempo 210.

Neues auch unter der Haube: Einen TDI (150 PS) wird es geben, aber erst 2022. Los geht´s mit einem 1.5 TSI (136 PS, 220 Nm), einem 2.0 TSI (204 PS, 320 Nm) und dem eHybrid System: 218 PS, 350 Nm.

Und: Der Multivan zeigt noch immer ein Herz für Gespannfahrer, darf bis zu zwei Tonnen an den Haken nehmen. Wem das nicht reicht, der greife zum T6.1 Multivan 4Motion. Der zieht 500 Kilo mehr und wird weitergebaut – aber nur mit dem BiTDI-Motor mit 204 PS.

Das beste zum Schluss: Ausstattungsbereinigt wird der T7 Multivan günstiger, genaue Preise sind noch nicht bekannt. Bestellungen werden ab Herbst entgegen genommen.