Golf 5 - Kupplungsprobleme

Unbekannt

 · 22.12.2006

Ich fahre seit Februar 2005 einen VW Golf 5 2.0 TDI. Der Tachostand beträgt nun etwa 32 000 Kilometer. Per Brief erhielt ich vom VW Importeur für Finnland vor kurzem die Aufforderung, meinen Wagen einer Kupplungskontrolle zu unterziehen, da möglicherweise ein Brand entstehen könnte. Die Werkstatt tauschte daraufhin die komplette LUK-Kupplung. Auf die Frage, warum das gemacht wurde, erhielt ich nur die Antwort, dass ein neues Zweimassenschwungrad mit Gelee-Füllung eingesetzt wurde. Ob dies auch ein LUK-Produkt ist und warum eine Kupplung überhaupt brennen kann, wurde mir nicht gesagt. Haben Sie darüber mehr Informationen?
Heinz Mach FIN-20880 Turku
Grundsätzlich waren und sind die Probleme mit dem Zweimassenschwungrad an allen betroffenen Konzernfahrzeugen Einzelfälle und treffen nicht auf alle Modelle zu. Das Problem des Zweimassenschwungrades liegt im Grunde an beschädigten Federn, die die Primär- und Sekundärschwungmasse miteinander verbinden. Diese Federn werden in mit Fett gefüllten Kanälen geführt. Eine beschädigte Feder kann sich im Laufe der Zeit durch das Zweimassenschwungradgehäuse hindurcharbeiten. Tritt eine Feder aus dem Gehäuse aus, kann diese während des Fahrzeugbetriebs an der Innenseite des Getriebegehäuses scheuern und so eventuell auslaufendes Fett entzünden. Volkswagen verwendet auch bei den Ersatzteilen die LUK-Produkte, da es nur zwei Hersteller mit teilweise unterschiedlichen Systemkonzeptionen gibt. Das hat zur Folge, dass angrenzende Bauteile wie Kupplungsscheibe oder Druckplatte nicht untereinander austauschbar sind. In das LUK-Kupplungssystem sind nach Bekanntwerden der Probleme konstruktive Maßnahmen eingeflossen, um zukünftig solch einen Schaden ausschließen zu können.

Verlagssonderveröffentlichung