Heiko P. Wacker
· 02.07.2023
Einem Bulli, dem feschen Caddy oder dem großen Crafter das Campen beibringen, das können viele Firmen und Aufbauhersteller. Andere wiederum bevorzugen den eigenen Weg und kreieren sich ihre ganz ureigene Version mobilen Lebens. Ob dann künftig der Wochenendausflug im Fokus steht oder das Dasein als Digitalnomade, der stets auf Reisen ist, das spielt zunächst einmal keine Rolle. Wichtig ist vor allem die Freude, das rollende Zuhause selbst ausgebaut zu haben. „Van it yourself“ von Ute und Rafael Mans bietet hier eine ordentliche Ladung an Inspiration und gut illustriertem Know-how. Als liebevoll in Szene gesetzte Fallbeispiele werden die Vehikel verschiedener Selbermacher vorgestellt. Vans ganz unterschiedlicher Couleur stehen im Zentrum. So begegnet man „Indiblu“, einem 2016-er Crafter ebenso wie „Elma“, der T4-Bulli darf jedoch nur den Kosten nach als „Low-Budget-Projekt“ gelten, innen besticht der Klassiker mit feinen Details wie dem marokkanischen Keramikwaschbecken. Und „Herr Karlsson“? Nun, der demonstriert, dass man auch im kleinen Caddy das große Reisevergnügen zu finden vermag. Der knackige Sauerländer ist zudem der Beweis dafür, dass die Realisierung eigener Ideen nicht zwingend das Budget sprengen muss. Mit rund 7.000 Euro rangiert der mit 170.000 Kilometern erworbene Hannoveraner in auch für jüngere Fernweh-Fans absolut erreichbaren Regionen.
Die einzelnen Fahrzeuge spannen den weiten Bogen vom Hochdachkombi bis zum ausrangierten Krankenwagen, allesamt erleben nach dem Umbau zum Alltags-Fluchtfahrzeug ihre wahre Bestimmung. So zumindest sehen es die Besitzerinnen und Besitzer. Wobei speziell die Damen ein sicheres Händchen für schmucke, gern pastellige Wohnideen unter Beweis stellen, während leicht umsetzbare Anleitungen für kleine DIY-Projekte Lust machen auf den eigenen Einstieg. Da das Werk von Ute und Rafael Mans zudem reich bebildert ist, wird das im März erschienene Buch zur echten Verführung, dem eigenen Bulli, Caddy oder Crafter das Campen beizubringen. Andere können das ja schließlich auch!