Halbe Million Euro für kranke Kinder durch Porsche-Spendenaktion

Gute Fahrt

 · 22.08.2026

Porsche 99X Electric (#51, #94), Nico Müller, Pascal Wehrlein, Porsche Formel-E-Team
Foto: Porsche AG
In der Saison 2025/2026 spendete Porsche für jede gefahrene Runde im Formel-E-Rennen 400 Euro. Die Gesamtsumme von 449.200 Euro wurde vom Hersteller auf 500.000 Euro erhöht.

Vom Langstreckenrennen zur Elektro-WM

Erstmals weitete Porsche seine Charity-Initiative Racing for Charity auf die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft aus. Für jede absolvierte Rennrunde flossen 400 Euro in den Spendenfonds. Die Werkspiloten Pascal Wehrlein und Nico Müller absolvierten während 17 Rennen zusammen 1.123 Runden. Daraus resultierten 449.200 Euro, die der Sportwagenbauer auf eine halbe Million aufstockte. Seit dem ersten Einsatz beim 24h-Rennen in Le Mans 2023 erreicht das Programm ein Spendenvolumen von nahezu drei Millionen Euro.

Dr. Michael Steiner, Vorstand für Forschung und Entwicklung bei Porsche, erklärte: „Mit Racing for Charity will Porsche der Gesellschaft etwas zurückgeben. Deshalb setzen wir uns für die Hilfe schwerkranker Kinder auf der ganzen Welt ein. Unser Werksteam kämpfte in der Formel E nicht nur um Weltmeistertitel, sondern auch um maximale Spendenerträge." Beim Berlin E-Prix im Mai unterstützte die Formel E die Aktion mit einer weiteren Spende über 25.000 Euro. Diese Mittel stammen aus dem Better Futures Fund der rein elektrischen Rennserie.

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Drei Hilfsorganisationen erhalten Unterstützung

Die halbe Million Euro fließt an drei karitative Einrichtungen: Kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. sowie die Ferry-Porsche-Stiftung. Kinderherzen retten finanziert lebensrettende Herzchirurgie in Deutschland für Kinder aus Nationen ohne entsprechende medizinische Infrastruktur. Interplast Germany verschafft Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu rekonstruktiver Chirurgie bei schweren Brandverletzungen, Traumata oder Geburtsfehlern. Die Ferry-Porsche-Stiftung unterstützt gesellschaftlichen Zusammenhalt und gleiche Chancen für Kinder und Jugendliche.

Als konkretes Beispiel dient Amy aus El Salvador. Mediziner der Herzklinik Freiburg korrigierten ihren Herzseptumdefekt, als sie acht Monate alt war. Davor war ihre Entwicklung gehemmt. Heute ist Amy laut Kinderherzen retten ein gesundes Mädchen. Der zweijährige Rashid aus Tansania hatte eine Fehlbildung mit tumorösen Wucherungen an Hand und Unterarm. Rekonstruktive Eingriffe von Interplast Germany retteten seinen Arm und optimierten dessen Funktionalität.

Fahrer sehen zusätzlichen Ansporn

Nico Müller unterstrich die Wichtigkeit der Aktion: „Racing for Charity war für Pascal und mich eine zusätzliche Motivation. Selbst wenn wir keine WM-Punkte einfahren konnten, hatte jede Runde Bedeutung. Wir sind beide Väter und können uns deshalb besonders gut mit der Initiative identifizieren. Wir wünschen den Organisationen maximalen Erfolg bei ihrer Arbeit." Pascal Wehrlein sicherte sich zum zweiten Mal den Titel in der Fahrerwertung der Formel E. Müller pilotierte als Teamkollege den zweiten Porsche 99X Electric der Generation GEN3 Evo.

Neben dem Werksteam ging das US-Kundenteam Andretti Formula E mit dem aktuellen Porsche 99X Electric an den Start. Das zweite Kundenteam Cupra Kiro verwendete die Technik der Vorgängergeneration GEN3. Porsche nutzt die Formel E nach eigener Aussage, um Erkenntnisse für die Entwicklung von Serienmodellen zu sammeln. Die vollelektrische Rennserie fungiert als Erprobungsplattform für Antriebstechnologien und Energiemanagement.

Dauerhaftes soziales Engagement

Die Charity-Initiative Racing for Charity nahm 2023 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans ihren Anfang. Dort sammelte Porsche pro absolvierter Runde Gelder für gemeinnützige Zwecke. Die Ausweitung auf die Formel E vergrößerte das Konzept auf eine vollständige Rennsaison mit 17 Läufen weltweit. Die Saison 2025/2026 führte von São Paulo über Monaco und Berlin bis zum Saisonfinale in London. Jede Runde auf den Stadtkursen erbrachte 400 Euro für die drei Einrichtungen.

Porsche äußerte sich nicht zur Fortführung des Programms in der kommenden Saison. Auch zu eventuellen Änderungen der Spendenhöhe pro Runde gab der Hersteller keine Auskunft. Die Ferry-Porsche-Stiftung ist als eine der drei geförderten Organisationen eng mit dem Konzern verknüpft. Sie unterstützt Projekte in den Bereichen Bildung, Soziales und Kultur. Kinderherzen retten wurde von Prof. Dr. Friedhelm Beyersdorf ins Leben gerufen. Prof. Dr. Jürgen Hermann Dolderer ist im Vorstand von Interplast Germany tätig.


Im Überblick

Anzahl Rennen17
Gefahrene Runden1.123
Spende pro Runde400 Euro
Gesammelte Summe449.200 Euro
Aufgerundeter Betrag500.000 Euro
Zusatzspende Formel E25.000 Euro
Gesamtsumme seit 2023ca. 3.000.000 Euro

Auf einen Blick

  • Porsche sammelte in der Formel-E-Saison 2025/2026 pro Rennrunde 400 Euro für kranke Kinder
  • Die Werksfahrer Wehrlein und Müller fuhren 1.123 Runden, was 449.200 Euro ergab
  • Porsche rundete den Betrag auf 500.000 Euro auf und unterstützt drei Organisationen
  • Seit dem Start 2023 in Le Mans summieren sich die Racing-for-Charity-Spenden auf drei Millionen Euro
  • Die Formel E steuerte beim Berlin E-Prix zusätzlich 25.000 Euro aus dem Better Futures Fund bei

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