Bei den 24 Stunden von Le Mans 1951 gelingt Porsche mit dem fabrikunterstützten 356 SL der erste internationale Klassenerfolg. Drei Vierteljahrhunderte danach eröffnet das Museum in Stuttgart-Zuffenhausen die Jubiläumsschau „Raceborn – 75 Jahre Porsche Motorsport". Die Präsentation läuft bis 17. Januar 2027 und umfasst 31 Rennfahrzeuge, welche die Entwicklung von den Anfangsjahren bis zur laufenden Formel-E-Saison nachzeichnen. „Motorsport ist Porsche. Und der Rennsport hat uns zu dem geformt, was wir heute darstellen", betont Achim Stejskal, verantwortlich für Porsche Heritage und Museum. Eine zeitliche Reihung gibt es bewusst nicht. Vielmehr gliedert sich die Schau in sechs Themenfelder: Rennklassen, Vielfalt, Innovationen, Meilensteine, Menschen und Reglements. Wie eine Rennpiste schlängelt sich ein rotes Band durch die Museumsräume und verknüpft die verschiedenen Bereiche. Zur Eröffnung erschienen Hans-Joachim Stuck, Marc Lieb, Walter Röhrl, Timo Bernhard sowie Thomas Laudenbach, verantwortlich für Porsche Motorsport.
Statt nach Entstehungsjahren ordnet die Schau die Exponate nach inhaltlichen Verbindungen. So steht der 356 SL unmittelbar neben dem aktuellen 99X Electric der Formel E. Der Langstrecken-Prototyp 963 aus der Weltmeisterschaft begegnet historischen Rennboliden. „Jeder Rennwagen repräsentiert eine spezifische Dimension des Motorsports – von der Gewichtsreduzierung über die Luftstromoptimierung bis zur Belastbarkeit im Renneinsatz", erläutert Tanja Schleicher, Kuratorin am Porsche Museum. Konzeptfahrzeuge wie der Cayman GT4 e-Performance demonstrieren, wie Porsche Zukunftsthemen im Rennsport testet. Eine Lentikular-Installation verdeutlicht, wie verschiedene Rennreglements die Fahrzeuggestaltung prägen. Ein Motorsport-Glossar führt in Fachbegriffe wie „Balance of Performance" ein. Eine Pyramiden-Darstellung erläutert den Aufbau des Rennsports vom Amateurbereich bis zur Weltmeisterschaftsebene. Der Parcours startet mit einem Prolog und führt durch die gegenwärtigen Rennserien: Formel E, Prototypen- und Langstreckensport, GT-Sport, Markenpokal und Breitensport.
Als verbindendes Element zieht sich der Privatkundenrennsport durch die Porsche-Motorsporthistorie. Vom 356 über den 911 bis zum gegenwärtigen Cayman GT4 Clubsport bietet Porsche Rennfahrzeuge für private Rennställe an. Diese Kontinuität über sämtliche Dekaden hinweg macht die Schau sichtbar. „Die 75-jährige Motorsportgeschichte von Porsche offenbart sich den Gästen in der Schau aus stets wechselnden Blickwinkeln", erklärt Schleicher. „Wir verzichten bewusst auf eine zeitliche Abfolge von Narrativen und präsentieren Rennsport vielmehr als identitätsprägende Grundhaltung." Die Rennwagen werden nicht isoliert betrachtet. Jedes Exponat verweist auf einen Kontext: auf eine Rennserie, eine technische Herausforderung, eine Zeitperiode, ein Regelwerk, einen Rennstall. Ein Mini-Kino gewährt Einblicke in die Restaurierungstätigkeit des Museums. Es klärt Fragen zur Originalität: Was wird bewahrt? Was wird ersetzt? Wie lassen sich Gebrauchsspuren und museale Präsentation in Einklang bringen?
An fünf Terminen veranstaltet das Museum Motorsportdiskussionen. Die Gesprächsrunden widmen sich Themen wie historischen Rennfahrzeugen, Formel E und der Tätigkeit im Motorsport. Details zu Gästen und Eintrittskarten finden sich auf der Museumswebseite. Für jüngere Gäste hält „Raceborn Kids" ein spezielles Angebot bereit. Altersgerechte Informationen an sämtlichen Stationen, Mitmachaktionen, Klang- und Fühlerlebnisse sowie digitale Applikationen vermitteln die Ausstellung spielerisch. Die Kinder lernen, warum das Gewicht entscheidend ist, wie ein Rennteam bei einem 24-Stunden-Rennen funktioniert und weshalb Vorschriften einen Rennwagen verändern. Die Schau erschließt Motorsport auf verschiedenen Stufen. „Unser Ziel ist nicht, Motorsport zu erklären, sondern ihn aus verschiedenen Perspektiven heraus erlebbar zu gestalten", sagt Schleicher. „Erst durch das Zusammenwirken dieser Sichtweisen entsteht ein umfassenderes Verständnis." Die Inszenierung führt vom Erleben zum Begreifen – visuell, räumlich und sinnlich.
Die Ausstellung ordnet die Fahrzeuge nicht nach Baujahren, sondern nach thematischen Zusammenhängen. Der 356 SL steht neben dem aktuellen 99X Electric aus der Formel E. Der Prototyp 963 aus der Langstreckenweltmeisterschaft trifft auf historische Rennwagen. „Jedes Fahrzeug erzählt eine eigene Facette des Motorsports – vom Leichtbau über die Aerodynamik bis zur Robustheit, die im Renneinsatz entscheidend ist", erklärt Tanja Schleicher, Kuratorin im Porsche Museum. Die Studien wie der Cayman GT4 e-Performance zeigen, wie Porsche Zukunftsfragen im Motorsport erprobt. Eine Lentikular-Installation macht sichtbar, wie unterschiedliche Rennreglements die Fahrzeugkonzepte beeinflussen. Ein Motorsport-ABC führt in Begriffe wie „Balance of Performance" ein. Eine Motorsportpyramide erklärt die Struktur des Rennsports vom Breitensport bis zur Weltmeisterschaft. Der Rundgang beginnt mit einem Prolog und führt durch die aktuellen Rennklassen: Formel E, Prototypen- und Langstreckensport, GT-Sport, Markenpokal und Breitensport.
Der Kundensport zieht sich als roter Faden durch die Porsche-Motorsportgeschichte. Vom 356 über den 911 bis zum aktuellen Cayman GT4 Clubsport verkauft Porsche Rennwagen an private Teams. Die Ausstellung zeigt diese Kontinuität über alle Epochen hinweg. „75 Jahre Porsche Motorsport präsentieren sich den Besuchern in der Ausstellung aus immer neuen Perspektiven", sagt Schleicher. „Wir lösen uns bewusst von einer chronologischen Abfolge von Erzählungen und zeigen Motorsport vielmehr als identitätsstiftende Haltung." Die Fahrzeuge werden nicht als Einzelobjekte betrachtet. Jedes verweist auf ein Umfeld: auf eine Rennserie, eine technische Aufgabe, eine Ära, ein Reglement, ein Team. Ein Mini-Kino gibt Einblick in die Restaurierungsarbeit des Museums. Es beantwortet Fragen zur Authentizität: Was bleibt erhalten? Was wird erneuert? Wie lassen sich Einsatzspuren und museale Vermittlung vereinbaren?
An fünf Abenden lädt das Museum zu Motorsportgesprächen ein. Die Talks behandeln Themen wie historische Rennfahrzeuge, Formel E und die Arbeit im Motorsport. Informationen zu Gästen und Tickets stehen auf der Webseite des Museums. Für junge Besucher bietet „Raceborn Kids" ein eigenes Programm. Kindgerechte Fakten an allen Stationen, Mitmachangebote, Klang- und Tastmomente sowie digitale Anwendungen übersetzen die Ausstellung spielerisch. Die Kinder erfahren, weshalb das Gewicht zählt, wie ein Team bei einem 24-Stunden-Rennen arbeitet und warum Regeln einen Rennwagen verändern. Die Ausstellung macht Motorsport auf unterschiedlichen Ebenen zugänglich. „Wir wollen Motorsport nicht erklären, sondern aus unterschiedlichen Perspektiven heraus erfahrbar machen", sagt Schleicher. „Erst im Zusammenspiel dieser Blickwinkel entsteht ein tieferes Verständnis." Die Dramaturgie führt vom Erleben zum Verstehen – visuell, räumlich und sinnlich.