Gute Fahrt
· 13.01.2026
Der Wolfsburger Hersteller vollzieht mit der neuen Cockpit-Generation eine fundamentale Kehrtwende in der Bedienphilosophie. Nach jahrelanger Fokussierung auf Touch-Bedienung kehren physische Tasten zurück ins Fahrzeug. Diese Entscheidung basiert maßgeblich auf Kundenfeedback, das eine intuitivere Steuerung forderte. Kai Grünitz, Markenvorstand für Technische Entwicklung, betont: "Unsere neue Innenraumarchitektur hebt das Kundenerlebnis auf ein ganz neues Niveau: mit klaren Linien, hochwertigen Materialien sowie einer intuitiven Bedienwelt mit physischen Tasten."
Die horizontale Ausrichtung der Cockpitarchitektur wird von zwei großen Displays dominiert, die auf einer Sichtachse angeordnet sind. Das Digital Cockpit hinter dem Lenkrad misst 26,0 Zentimeter in der Diagonale, während das zentrale Touchdisplay mit 33 Zentimetern eine Besonderheit in seinem Segment darstellt. Beide Bildschirme zeichnen sich durch hochauflösende und präzise grafische Darstellungen aus. Das mittlere Display bleibt auch für den Beifahrer gut erreichbar positioniert. halb des Infotainmentscreens integriert der Konzern eine separate Tastenleiste für zentrale Klimafunktionen und den Warnblinkschalter. Diese Anordnung ermöglicht eine direkte Bedienung ohne Umwege über Bildschirmmenüs. Das komplett neu gestaltete Multifunktionslenkrad präsentiert sich mit klar gegliederten Tastenfeldern, die eine eindeutige Zuordnung der Funktionen ermöglichen. Zwischen Smartphone-Ablage und Cupholdern positioniert die Marke einen Drehregler für die Audio-Bedienung, der sowohl für Fahrer als auch Beifahrer gleichermaßen erreichbar ist.
Die neue Designsprache "Pure Positive" manifestiert sich in der Materialauswahl und Oberflächengestaltung des Innenraums. Stoffbespannte Oberflächen auf Armaturenbrett und Türinserts erzeugen eine angenehme Haptik und vermitteln Wertigkeit. Diese Materialwahl unterstreicht den Anspruch, auch in der Kompaktklasse einen Qualitätsstandard zu realisieren, der sich an höheren Fahrzeugklassen orientiert. Andreas Mindt, Chefdesigner bei VW, beschreibt die Philosophie: "Wir haben einen Innenraum kreiert, der sich schon beim ersten Kontakt wie ein Freund anfühlt."
Das erweiterte ID.Light stellt eine wesentliche Neuerung dar. Die interaktive Lichtleiste erstreckt sich erstmals nicht nur über die Breite der Instrumententafel, sondern bis in die Vordertüren hinein. Diese Erweiterung verstärkt die kommunikative Wirkung des Systems und schafft eine noch intensivere Verbindung zwischen Fahrzeug und Insassen. Die Lichtführung im unteren Bereich der Windschutzscheibe bleibt dabei intuitiv wahrnehmbar für den Fahrer.
Ein besonderes emotionales Element stellt die "Retro-Anzeige" dar, die das Entwicklungsteam dem Begriff "Secret Sauce" zusammenfasst. Mit nur einem Tastendruck am Lenkrad oder über das Infotainmentsystem verwandeln sich die digitalen Cockpit-Anzeigen in klassische Ansichten des Golf I aus den 80er Jahren. Diese nostalgische Funktion schafft eine emotionale Verbindung zur Markenhistorie und zeigt das typische Augenzwinkern der Marke. Solche unerwarteten Details sollen eine persönliche Bindung zwischen Nutzer und Fahrzeug fördern.
Die neue Software-Generation bringt erhebliche Funktionserweiterungen mit sich. One-Pedal-Driving gehört nun zum Serienumfang und ermöglicht eine komfortable Fahrzeugsteuerung mit nur einem Pedal. Diese Technologie erlaubt es, sowohl zu beschleunigen als auch zu verzögern, ohne das Bremspedal zu betätigen. Für viele Elektroauto-Fahrer stellt diese Funktion einen wesentlichen Komfortgewinn dar, da sie eine entspanntere Fahrweise ermöglicht.
Optional steht die dritte Generation des "Travel Assist" zur Verfügung, die deutlich erweiterte Fähigkeiten mitbringt. Das System erkennt nun auch rote Ampeln und Stoppschilder und kann entsprechend reagieren. Diese Funktionserweiterung markiert einen wichtigen Schritt in Richtung autonomes Fahren und erhöht die Sicherheit im Stadtverkehr erheblich. Die Assistenzsysteme arbeiten mit modernsten Sensoren und Kameras, um eine zuverlässige Erkennung der Verkehrssituation zu gewährleisten.
Modernste Parkassistenten komplettieren das Software-Paket und unterstützen den Fahrer bei Einpark- und Rangiermanövern. Diese Systeme nutzen Ultraschallsensoren und Kameras, um auch schwierige Parksituationen zu meistern. Die Integration dieser Technologien in die neue Benutzeroberfläche erfolgt nahtlos und intuitiv, sodass auch technische Laien von den Vorteilen profitieren können.
Die im neuen Stromer präsentierte Cockpit-Generation wird sukzessive in alle künftigen ID-Modelle übernommen. Diese Standardisierung schafft eine einheitliche Bedienphilosophie across der gesamten Elektroflotte und reduziert die Eingewöhnungszeit beim Wechsel zwischen verschiedenen Modellen. Der gesamtheitliche Designansatz berücksichtigt dabei die spezifischen Anforderungen jeder Fahrzeugklasse, behält aber die grundlegenden Bedienelemente bei.
Die Verwendung von Materialien mit Rezyklatanteilen unterstreicht das Nachhaltigkeitskonzept der Marke. Diese Materialien bieten nicht nur ökologische Vorteile, sondern überzeugen auch durch ihre haptischen Eigenschaften. Die Entwicklung nachhaltiger Innenraummaterialien stellt einen wichtigen Baustein in der Elektromobilitätsstrategie dar.
Für die Serienproduktion plant der Hersteller weitere Optimierungen der Benutzeroberfläche basierend auf Kundentests und Feedback. Die modulare Architektur der Software ermöglicht dabei kontinuierliche Updates und Verbesserungen auch nach der Markteinführung. Diese Flexibilität stellt einen wesentlichen Vorteil gegenüber konventionellen Fahrzeugen dar, deren Funktionsumfang nach der Produktion feststeht.