SEAT & CUPRA startet Elektro-Offensive in Martorell

Gute Fahrt

 · 06.06.2026

CUPRA Raval und Volkswagen ID. Polo laufen ab sofort im spanischen Werk Martorell vom Band.
Foto: VW AG
Im spanischen Werk Martorell beginnt die Produktion von Volkswagen ID. Polo und CUPRA Raval. SEAT & CUPRA leitet damit erstmals ein markenübergreifendes Projekt für die Core-Gruppe des Volkswagen Konzerns.

Produktionsstart mit politischer Prominenz

Das Werk Martorell hat die Fertigung zweier vollelektrischer Modelle aufgenommen. Volkswagen ID. Polo und CUPRA Raval rollen nun vom selben Band. Zur offiziellen Zeremonie erschienen neben Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez auch Oliver Blume als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns sowie Thomas Schäfer und Markus Haupt. Schäfer verantwortet als Vorstandsmitglied der Volkswagen AG die Markengruppe Core und führt den Aufsichtsrat von SEAT & CUPRA. Haupt leitet als CEO die Geschäfte von SEAT & CUPRA.

Die Transformation des Standorts verschlang über drei Milliarden Euro. Martorell entwickelt sich damit zu einem zentralen Produktionsstandort für Elektrofahrzeuge innerhalb des Konzerns. Das Werk fertigt künftig parallel Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsmodelle auf flexiblen Fertigungslinien. Die Investitionssumme floss in Produktionsanlagen, Infrastruktur und die Qualifizierung der 13.000 Beschäftigten.

Markus Haupt bezeichnete den Produktionsstart als Meilenstein, der weit über den reinen Fertigungsbeginn hinausgehe. Die Transformation sei abgeschlossen, der kulturelle Wandel vollzogen. Martorell habe sich als industrieller Schlüsselstandort etabliert und sei bereit, Europa von Spanien aus zu elektrifizieren. Die beiden Modelle stellten nicht nur neue Produkte dar, sondern bewiesen die Fähigkeit des Unternehmens, die Zukunft der Mobilität anzuführen und zu gestalten.

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Führungsrolle bei urbaner Elektrofahrzeugfamilie

SEAT & CUPRA übernimmt erstmals die Projektleitung für ein markenübergreifendes Vorhaben innerhalb der Core-Gruppe. Die urbane Elektrofahrzeugfamilie umfasst vier vollelektrische Modelle von drei verschiedenen Marken. Alle Fahrzeuge entstehen in Spanien auf einer gemeinsamen technischen Basis. Diese Plattformstrategie reduziere laut Thomas Schäfer die Komplexität und senke die Produktionskosten. Gleichzeitig entstünden vier unterschiedliche Modelle, die jeweils spezifische Kundenbedürfnisse erfüllten.

Die gemeinsame Plattform spare dem Konzern 600 Millionen Euro ein. Schäfer betonte, der Erfolg von SEAT & CUPRA bei der erstmaligen Leitung eines markenübergreifenden Projekts zeige die Stärke des neuen Führungsmodells. Die gemeinsame Basis stärke die Wettbewerbsfähigkeit im Einstiegssegment und bilde die Grundlage für die Demokratisierung der Elektromobilität in Europa.

Das Unternehmen wird künftig die Weiterentwicklung der MEB21-Plattform vorantreiben. Diese nächste Generation der modularen Elektrobaukasten-Architektur soll weitere Effizienzgewinne ermöglichen. SEAT & CUPRA agiert dabei als Entwicklungsführer für die Core-Marken und koordiniert die technische Ausrichtung der Plattform von der Iberischen Halbinsel aus.

ID. Polo verbindet Tradition mit Elektroantrieb

Der Volkswagen ID. Polo überträgt ein erfolgreiches Konzept in die Elektro-Ära. Über 20 Millionen Exemplare des Polo verkaufte Volkswagen seit der Markteinführung. Die vollelektrische Neuauflage orientiert sich komplett neu und verzichtet auf Verbrenner-Technik. Das kompakte Format bleibt erhalten, der Innenraum bietet laut Hersteller großzügiges Platzangebot für den Alltag.

Die WLTP-Reichweite gibt Volkswagen mit bis zu 454 Kilometern an. Der Elektromotor leistet 155 kW. Der Stromverbrauch liegt kombiniert zwischen 13,3 und 14,6 kWh pro 100 Kilometer. Als CO₂-Klasse weist Volkswagen A aus, die Emissionen betragen null Gramm pro Kilometer.

Zur Serienausstattung gehört der Connected Travel Assist mit automatischer Ampelerkennung. Die One-Pedal-Drive-Funktion ermöglicht das Fahren mit starker Rekuperation über ein Pedal. Die Vehicle-to-Load-Funktion verwandelt den ID. Polo in eine mobile Stromquelle. Damit lassen sich externe Geräte wie E-Bikes aufladen. Volkswagen positioniert das Modell als Einstieg in die Elektromobilität mit zeitlosem Design und attraktivem Preis.

CUPRA Raval definiert urbane Sportlichkeit neu

Der CUPRA Raval misst vier Meter Länge und kombiniert kompakte Abmessungen mit sportlicher Silhouette. Das Design folgt der CUPRA-DNA mit betonter Dynamik. Der Innenraum orientiert sich am Fahrer und nutzt den verfügbaren Raum optimal aus. Zu den Innovationen zählen 3D-gestrickte CUP-Bucket-Sitze und dynamische Lichtprojektionen in den Türverkleidungen.

Die technische Basis bildet die MEB+-Plattform von Volkswagen. CUPRA bietet den Raval in drei Ausführungen an. Die Reichweite gibt der Hersteller mit rund 450 Kilometern an. Der Marktstart erfolgt im Sommer 2026. Mit dem Raval will CUPRA ein eigenes Segment schaffen und urbane Elektromobilität neu interpretieren.

Die Marke CUPRA verzeichnet seit ihrer Gründung vor acht Jahren kontinuierliches Wachstum. Über eine Million Fahrzeuge verkaufte die Challenger-Brand seit dem Launch. Das Jahr 2026 startete mit dem bisher stärksten ersten Quartal. Der März stellte einen neuen Rekord als umsatzstärkster Monat der Unternehmensgeschichte auf. CUPRA strebt einen Marktanteil von drei Prozent in Europa an.

Zehn Milliarden für Elektrifizierung Spaniens

Das Projekt "Future: Fast Forward" bündelt Investitionen von insgesamt zehn Milliarden Euro. SEAT & CUPRA, der Volkswagen Konzern, PowerCo und weitere Partner treiben damit die Elektrifizierung Spaniens voran. Das Land entwickelt sich zu einem europäischen Zentrum für Elektrofahrzeuge. Die Investitionen fließen in Produktionskapazitäten, Batterietechnologie und Infrastruktur.

Oliver Blume bezeichnete die urbane Elektrofahrzeugfamilie als überzeugende Einstiegsmodelle, die für viele erschwinglich seien. Die Fahrzeuge böten Platz und Spitzentechnologie aus höheren Segmenten. Der Volkswagen Konzern treibe damit die Elektrifizierung in Europa voran. Mehrere Milliarden Euro investiere der Konzern, um Spanien zu einem zentralen Knotenpunkt der Elektromobilität zu machen.

Blume forderte eine klare "Made in Europe"-Strategie. Diese müsse gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleisten und die industrielle Basis Europas stärken. Auch wenn sich der globale Wettbewerb verschärfe, glaube der Konzern an den Heimatmarkt Europa. Die urbane Elektrofahrzeugfamilie werde aus Europa kommen, für Europa.

SEAT & CUPRA als Eckpfeiler der spanischen Autoindustrie

Als einziges Unternehmen in Spanien designt, entwickelt, produziert und vertreibt SEAT & CUPRA Automobile. Das Unternehmen betreibt drei Produktionszentren in Martorell, El Prat de Llobregat und Barcelona. Über 80 Prozent der Fahrzeuge gehen in den Export, die Modelle erreichen mehr als 70 Länder weltweit.

Das Portfolio umfasst Fahrzeuge der Marken SEAT und CUPRA. Zu den aktuellen Modellen zählen der SEAT Ibiza und der CUPRA Formentor als Bestseller. Die 75-jährige Unternehmensgeschichte erlebt mit der Elektrifizierung die größte Transformation. SEAT & CUPRA treibt die Elektrifizierung der spanischen Automobilindustrie voran und macht das Land zu einem europäischen Zentrum für Elektrofahrzeuge.


Technische Daten im Überblick: Volkswagen ID. Polo

Leistung155 kW
Stromverbrauch kombiniert14,6-13,3 kWh/100 km
CO₂-Emissionen kombiniert0 g/km
CO₂-KlasseA
Reichweite WLTPbis zu 454 km
Längeca. 4.000 mm
ProduktionsstandortMartorell, Spanien
Marktstart2026

Technische Daten im Überblick: CUPRA Raval

Länge4.000 mm
PlattformMEB+
Reichweiteca. 450 km
Ausstattungsvarianten3
ProduktionsstandortMartorell, Spanien
MarktstartSommer 2026

Auf einen Blick

  • SEAT & CUPRA startet Produktion von Volkswagen ID. Polo und CUPRA Raval in Martorell
  • Erstmalige Projektleitung für markenübergreifende urbane Elektrofahrzeugfamilie mit vier Modellen
  • Investitionen von über drei Milliarden Euro in Transformation des Werks Martorell
  • ID. Polo bietet 155 kW Leistung und bis zu 454 Kilometer WLTP-Reichweite
  • CUPRA Raval startet Sommer 2026 mit rund 450 Kilometern Reichweite in drei Varianten

GUTE FAHRT Video-Empfehlungen zum CUPRA Raval & Volkswagen ID. Polo

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