Gute Fahrt
· 13.03.2026
Volkswagen vollzieht einen Generationswechsel in der ID-Familie. Der ID.3 erhält nicht nur ein umfassendes Update, sondern auch einen neuen Namen: ID.3 Neo. Die Weltpremiere des überarbeiteten Kompaktmodells ist für Mitte April angekündigt. Parallel dazu können Kunden bereits jetzt die Modelle ID.4, ID.5 und ID.7 mit der neuesten Softwaregeneration bestellen.
Die neue Software bringt eine Reihe praktischer Funktionen in die Fahrzeuge. Der weiterentwickelte Travel Assist verfügt nun über eine Ampel-Erkennung, die den Fahrer im Verkehr zusätzlich unterstützt. Eine weitere Neuerung stellt das sogenannte One Pedal Driving dar, bei dem das Fahrzeug durch Rekuperation bis zum vollständigen Stillstand verzögert werden kann. Diese Funktion ermöglicht ein komfortableres Fahren im Stadtverkehr und trägt zur Effizienzsteigerung bei.
Kai Grünitz, Vorstand für Technische Entwicklung bei Volkswagen, betont die Bedeutung der neuen Software: "Die neue Softwaregeneration bringt mehr Performance und ein noch besseres Kundenerlebnis in die ID. Modelle." Er kündigt zudem an, dass auch die kommenden Modelle ID. Polo, ID. Polo GTI und ID. Cross mit diesen Innovationen ausgestattet werden sollen.
Die Software- und Hardware-Architektur wurde so konzipiert, dass sie künftige regulatorische Anforderungen erfüllt. Dazu zählen die europäische Abgasnorm Euro 7, die kalifornische ZEV3-Norm (Zero Emission Vehicle) sowie die EU-Richtlinie GSR2 (General Safety Regulation 2), die zusätzliche Sicherheitsstandards im Straßenverkehr etabliert.
Das neue Infotainment-System trägt die Bezeichnung Innovision und ersetzt die bisherige Lösung in den ID-Modellen. Ein zentrales Element stellt der integrierte App-Store dar, der nach dem Vorbild von Smartphone-Plattformen funktioniert. Nutzer können hier verschiedene Anwendungen aus den Bereichen Audio, Video-Streaming, Parken, Laden und Gaming herunterladen und installieren.
Der In-Car-Shop ermöglicht es, Funktionen und Services digital freizuschalten oder zu erweitern. Diese flexible Lösung erlaubt es Kunden, ihr Fahrzeug auch nach dem Kauf an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Die Buchung erfolgt fahrzeugbezogen und kann je nach Bedarf aktiviert werden.
Eine bedeutende Neuerung stellt der optionale digitale Fahrzeugschlüssel dar. Dieser ermöglicht den Zugang zum Fahrzeug über ein mobiles Endgerät wie Smartphone oder Smartwatch. Die Kommunikation erfolgt per Funk, ähnlich wie bei kontaktlosen Bezahlvorgängen. Eine spezielle App ist für die Nutzung nicht erforderlich. Der digitale Schlüssel ergänzt den klassischen Funkschlüssel und bietet zusätzlichen Komfort im Alltag.
Auch das Bedienkonzept wurde überarbeitet. Alle künftigen ID-Modelle erhalten Drucktasten am Lenkrad, die eine intuitivere Bedienung der verschiedenen Fahrzeugfunktionen ermöglichen sollen. Diese Änderung reagiert auf Kundenfeedback bezüglich der Touch-Bedienung früherer Modellgenerationen.
Mit der neuen Softwaregeneration hält die Funktion Vehicle-to-Load Einzug in die ID-Modellreihe. Diese Technologie ermöglicht es, externe elektrische Geräte direkt aus der Fahrzeugbatterie mit Strom zu versorgen. Die maximale Leistung beträgt 3,6 Kilowatt, was für den Betrieb verschiedenster Geräte ausreicht.
Die Stromversorgung kann über zwei Wege erfolgen: Im Innenraum steht eine 230-Volt-Steckdose zur Verfügung, alternativ lässt sich ein separater Adapter am Mode-3-Anschluss der Ladedose nutzen. Damit können beispielsweise Elektrogrills, Kaffeemaschinen oder E-Bikes betrieben beziehungsweise geladen werden. Diese Funktion erweitert die Einsatzmöglichkeiten der Elektrofahrzeuge deutlich und macht sie zu mobilen Energiespeichern.
Bei den Antrieben gibt es ebenfalls Neuigkeiten. Die Einstiegsmodelle ID.4 und ID.5 in der Ausstattungslinie Pure erhalten einen neuen Motor mit der Bezeichnung APP 350. Dieser leistet 140 Kilowatt, was 190 PS entspricht, und bietet ein höheres Drehmoment als der bisherige APP 310. Gleichzeitig wurde der Verbrauch gesenkt, was beim ID.4 zu einer Reichweitensteigerung von bis zu 40 Kilometern nach WLTP führt.
In Kombination mit einer neuen Lithium-Eisen-Phosphat-Batterie (LFP) mit einer Nettokapazität von 58 Kilowattstunden entsteht ein effizientes Antriebspaket. LFP-Batterien gelten als besonders robust und langlebig, was die Attraktivität der Einstiegsmodelle erhöht.
| Merkmal | Wert |
| Modell | ID.3 Neo |
| Weltpremiere | Mitte April 2026 |
| Software | Neue Generation |
| Infotainment | Innovision |
| Travel Assist | Mit Ampel-Erkennung |
| One Pedal Driving | Bis zum Stillstand |
| Digitaler Schlüssel | Optional verfügbar |
| Vehicle-to-Load | Bis 3,6 kW |
| Bedienung | Drucktasten am Lenkrad |