Die Entwicklung des Škoda Peaq folgte einem anspruchsvollen Testprogramm, das die Grenzen des Elektro-SUV in unterschiedlichsten Klimazonen auslotete. Mehr als 1,5 Millionen Kilometer absolvierten die Prototypen während der Erprobungsphase auf drei Kontinenten. Die Ingenieure konzentrierten sich dabei auf Szenarien, denen künftige Kunden im Alltag begegnen werden. Johannes Neft, Vorstandsmitglied für Technische Entwicklung bei Škoda Auto, erklärt: „Der Škoda Peaq ist das Ergebnis eines umfangreichen Entwicklungs- und Testprozesses, in dessen Verlauf unsere Ingenieure die Funktionalität und Langlebigkeit aller wichtigen Komponenten und Designelemente überprüft haben."
Das Testprogramm kombinierte klassische Prüfstandsversuche mit realen Fahrten extremen Bedingungen. In Klimakammern und Windkanälen sammelten die Entwickler zunächst grundlegende Erkenntnisse, bevor die Fahrzeuge ihre Bewährungsprobe auf öffentlichen Straßen und Testgeländen bestehen mussten. Die Entwicklungs- und Qualitätsabteilungen überwachten jeden Kilometer der Erprobungsfahrten. Neben ausgedehnten Tests in Europa führte das Programm die getarnten Prototypen auch nach Afrika und Nordamerika. Virtuelle Simulationen auf Hochleistungsrechnern ergänzten die praktischen Versuche und ermöglichten die Durchspielung zahlreicher Szenarien, die in der realen Testphase nicht alle abbildbar gewesen wären.
Die Extremtests im hohen Norden stellten besondere Anforderungen an das Elektro-SUV. Bei Temperaturen minus 30 Grad Celsius, teilweise sogar bis minus 40 Grad, prüften die Ingenieure die Funktionsfähigkeit sämtlicher Komponenten. Das schnelle Enteisen der Scheiben stand dabei ebenso im Fokus wie die Effizienz der Innenraumheizung – ein kritischer Punkt für Elektrofahrzeuge, da die Heizleistung direkt die Reichweite beeinflusst. Auf vereisten Pisten und verschneiten Straßen 200 Kilometer nördlich des Polarkreises mussten Bodenhaftung, Stabilität und Sicherheitssysteme ihre Zuverlässigkeit Beweis stellen.
Das Gegenprogramm absolvierten die Testfahrzeuge in den trockenen Wüstengebieten Arizonas. Zwölf Monate intensiver Sonneneinstrahlung setzten Lack und Kunststoffkomponenten zu. Die Ingenieure beurteilten dabei die Qualität und Haltbarkeit der Materialien UV-Strahlung und extremer Hitze. Fahrtests bei hohen Temperaturen forderten besonders die Bremsen, das Fahrwerk und die Kühlsysteme. Die Klimaanlage musste beweisen, dass sie den Innenraum auch bei Wüstenhitze schnell auf angenehme Temperaturen herunterkühlen kann. Auf Staub- und Schotterstrecken, auf denen der Peaq tausende Kilometer zurücklegte, überprüften die Entwickler die Abdichtung des Innenraums sowie die Widerstandsfähigkeit der Karosserieteile gegen Steinschlag.
Der Škoda Peaq nutzt die neueste MEB-Plus-Plattform des Volkswagen Konzerns als technische Grundlage. Diese Architektur ermöglicht den Einsatz effizienter Elektromotoren und Batterien, die dem SUV eine Reichweite von über 600 Kilometern verleihen sollen. Ein adaptives DCC-Fahrwerk gehört zur Serienausstattung und soll für ausgewogene Fahreigenschaften sorgen. Das Elektro-SUV bietet Platz für bis zu sieben Passagiere und zielt auf hohen Fahrkomfort sowie einen niedrigen Geräuschpegel im Innenraum ab. Ein Soundsystem von Sonos ergänzt das Ausstattungspaket des Flaggschiffmodells.
Typische Simply Clever-Funktionen erhöhen die Alltagstauglichkeit des Peaq. Erstmals bei Škoda kommen Scheibenwischer mit integrierten Waschdüsen zum Einsatz. Die Weltpremiere des Škoda Peaq findet am Dienstag, dem 23. Juni 2026, statt. Ab 18:25 Uhr können Interessierte die Präsentation über die offiziellen Kommunikationskanäle der Marke im Livestream verfolgen. Mit dem Peaq positioniert sich Škoda im wachsenden Segment der großen Elektro-SUV und unterstreicht den Anspruch, bis Ende des Jahrzehnts zu den drei absatzstärksten Marken in Europa zu gehören. Das Modell ergänzt das Portfolio, das aktuell 13 Pkw-Modellreihen umfasst und sowohl Elektrofahrzeuge als auch Hybride und Verbrenner beinhaltet.
| Basis | MEB-Plus-Plattform (Volkswagen Konzern) |
| Bauart | Elektro-SUV |
| Sitzplätze | Bis zu sieben Passagiere |
| Reichweite | Über 600 Kilometer |
| Fahrwerk | Adaptives DCC-Fahrwerk |
| Soundsystem | Sonos |
| Besonderheit | Scheibenwischer mit integrierten Waschdüsen |
| Weltpremiere | 23. Juni 2026 |
| Testkilometer | Über 1,5 Millionen Kilometer |