Gute Fahrt
· 21.01.2026
Die Rallye Monte Carlo entwickelt sich für Škoda Motorsport zur perfekten Bühne für ein besonderes Jubiläum. 125 Jahre Rennsportgeschichte der tschechischen Marke werden am 24. Januar 2026 auf spektakuläre Weise gefeiert. Kurz vor der Super-Special-Stage am Samstagabend um 18:35 Uhr rollen zwei ehemalige Werksfahrer zu Demonstrationsfahrten rund um das berühmte Casino aus. Andreas Mikkelsen steuert dabei den Škoda Fabia RS Rally2 mit VIP-Passagieren an Bord, während Jan Kopecký im vollelektrischen Konzeptfahrzeug Enyaq RS Race die Zuschauer unterhält. Beide Piloten verbindet eine erfolgreiche Vergangenheit in der WRC2-Kategorie. Der Norweger und der Tscheche holten jeweils den Weltmeistertitel in der wichtigsten Unterkategorie der Rallye-Weltmeisterschaft. Ihre Siege bei der Rallye Monte Carlo bildeten dabei wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Krone. Die Demonstrationsfahrten finden auf Teilen der legendären Formel-1-Rennstrecke des Grand Prix von Monaco statt. Das Fürstentum öffnet seine gesperrten Straßen für die beiden Škoda Boliden und bietet damit einen exklusiven Rahmen für die Jubiläumsfeierlichkeiten. Der Enyaq RS Race verkörpert als Elektro-Konzept die Zukunftsvision von Škoda Motorsport und zeigt, wie sich die Marke auch im elektrifizierten Rennsport positionieren möchte.
Die erste Runde der FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2026 beginnt am 22. Januar um 14:30 Uhr im Hafengebiet von Monaco. Zehn private Škoda Teams treten in der WRC2-Kategorie an und müssen sich einer starken Konkurrenz stellen. Roberto Daprà bildet mit seinem Beifahrer Luca Guglielmetti eines der italienischen Duos. Der 24-jährige Pilot blickt realistisch auf die Herausforderung: „Letztes Jahr haben wir den fünften Platz belegt. Ein Podiumsplatz in der WRC2 wäre ein Traum, aber die Konkurrenz ist wirklich stark", sagt Daprà. Zu den weiteren Škoda Crews zählen die Franzosen Eric Camilli und Thibault de La Haye sowie der tschechische Fahrer Filip Kohn, der sich von seinem britischen Beifahrer Ross Whittock die Aufschriebe vorlesen lässt. Das polnische Duo Jarosław Kołtun und Ireneusz Pleskot komplettiert das Aufgebot. Die Rallye führt die Teilnehmer von der sonnigen Mittelmeerküste in die winterlichen französischen Alpen. Nach drei Sonderprüfungen am Donnerstag, die größtenteils im Dunkeln absolviert werden, erreichen die Teams ihren Übernachtungsort in Gap. Der Freitag wartet mit sechs Wertungsprüfungen auf, bevor am Samstag vier weitere Prüfungen folgen. Die Super Special Stage auf der Formel-1-Strecke wird live übertragen und bildet einen spektakulären Höhepunkt. Am Sonntag stehen nochmals vier Wertungsprüfungen auf dem Programm. Insgesamt müssen die Crews eine Wettbewerbsstrecke von 339,15 Kilometern bewältigen.
Die Rallye Monte Carlo stellt die Teams vor eine besondere taktische Aufgabe. Während Start und Ziel an der meist sonnigen Mittelmeerküste liegen, finden die meisten Wertungsprüfungen auf winterlichen Straßen in den französischen Alpen statt. Das unvorhersehbare Wetter in den Bergen sorgt regelmäßig für eine Mischung aus schneebedeckten, vereisten und trockenen Straßen. Nicht selten wechseln die Bedingungen sogar innerhalb derselben Prüfung. Die Teams müssen bis zu drei Sonderprüfungen ohne Servicepause absolvieren und dabei auf die vier am Fahrzeug montierten Reifen sowie maximal zwei Ersatzreifen zurückgreifen. Sie stehen vor der Aufgabe, ein Gleichgewicht zwischen Wintergriffigkeit und Traktion auf Asphalt zu finden. Die Reifenwahl entwickelt sich damit zur strategischen Gratwanderung und zum Kompromiss. Zur Auswahl stehen vier verschiedene Reifentypen: zwei Slicks-Mischungen sowie Winterreifen mit und ohne Spikes. Die richtige Entscheidung kann über Sieg oder Niederlage entscheiden und macht die Aufgabe für die Fahrer zusätzlich anspruchsvoll. Die Rallye Monte Carlo blickt auf eine lange Tradition zurück. Erstmals 1911 ausgetragen, gilt sie als älteste Veranstaltung im aktuellen Kalender der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Ursprünglich sollte die Rallye den Tourismus in Monaco auch in den weniger attraktiven Wintermonaten ankurbeln. Bis einschließlich 1998 mussten die Teams bei Sternfahrten Tausende von Kilometern von Startpunkten in ganz Europa und sogar Nordafrika zu einem zentralen Treffpunkt in Monte Carlo oder Südfrankreich zurücklegen, wo dann der eigentliche Wettkampf begann.
| Fahrzeug | Škoda Fabia RS Rally2 |
| Kategorie | WRC2 |
| Einsatzzweck | Rallye-Weltmeisterschaft |
| Konzeptfahrzeug | Škoda Enyaq RS Race |
| Antrieb Konzept | Vollelektrisch |
| Entwicklung | Škoda Motorsport |
| Rallye | Monte Carlo 2026 |
| Zeitraum | 22. bis 25. Januar 2026 |
| Wertungsprüfungen | 17 |
| Wettbewerbsstrecke | 339,15 Kilometer |
| Teilnehmende Teams | 10 Škoda Crews in WRC2 |
| Reifenoptionen | 4 Typen (2 Slicks, 2 Winterreifen) |