Gute Fahrt
· 25.03.2026
Škoda baut seine Position im europäischen Elektroautomarkt weiter aus. Der Elroq erreichte 2025 mit mehr als 95.300 ausgelieferten Einheiten den zweiten Platz den meistverkauften Elektrofahrzeugen in Europa. In den Monaten April, Juli und Oktober führte das kompakte SUV sogar die BEV-Verkaufszahlen an. Der größere Enyaq kam im gleichen Zeitraum auf über 79.600 Auslieferungen und belegte damit europaweit Rang sieben. Beide Modelle erhalten nun für das Modelljahr 2027 umfassende technische und funktionale Verbesserungen, die ab Mitte 2026 eingeführt werden sollen. In Deutschland startet der Bestellprozess Ende April.
Der Elroq dominiert mehrere europäische Märkte und führt die Elektroauto-Verkäufe in der Tschechischen Republik, Dänemark, den Niederlanden und der Slowakei an. In Österreich, Finnland und der Schweiz gehört er zu den drei meistverkauften Elektrofahrzeugen. Die Erfolgsbilanz wird durch internationale Auszeichnungen unterstrichen: Das Modell wurde zum German Car of the Year 2026 gekürt und erreichte bei der Wahl zum European Car of the Year 2026 den zweiten Platz. Seit Markteinführung wurden mehr als 112.000 Einheiten produziert und über 150.000 Bestellungen verzeichnet. Besonders gefragt zeigt sich die Variante Elroq 85, die mehr als die Hälfte aller Bestellungen ausmacht.
Der Enyaq hat seit Produktionsbeginn im Jahr 2020 die Marke von 300.000 ausgelieferten Fahrzeugen überschritten. Die größten Einzelmärkte für die Enyaq-Modellreihe sind Deutschland, die Niederlande und Großbritannien. Mit den anstehenden Updates will Škoda die Wettbewerbsfähigkeit beider Modelle weiter stärken und auf Kundenfeedback reagieren. Die Verbesserungen umfassen sowohl digitale Funktionen als auch praktische Simply Clever-Lösungen, die den Alltag mit dem Elektroauto erleichtern sollen.
Das Android-basierte Infotainmentsystem erfährt eine grundlegende Überarbeitung. Die neue Optik umfasst einen neu gestalteten Startbildschirm mit Rasterlayout, Favoriten- und Suchfunktion sowie erweiterte Personalisierungsoptionen. Das Infotainment-Konzept der nächsten Generation basiert auf einer überarbeiteten Bordplattform, die mit der neuesten Produktionsserie eingeführt wurde. Diese Neuerungen stehen ausschließlich in neu produzierten Fahrzeugen zur Verfügung und können nicht nachgerüstet werden.
Ein neuer App-Store im Fahrzeug ermöglicht den direkten Zugriff auf zusätzliche Anwendungen über das Infotainmentsystem. Neben Škoda-eigenen Apps stehen ausgewählte Anwendungen von Drittanbietern wie Spotify und YouTube zur Verfügung. Das Angebot umfasst zahlreiche Apps aus verschiedenen Kategorien, darunter Audio- und Video-Streaming, Casual Games, Nachrichten und Wetter. In einigen Ländern wie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien ist für die volle Nutzung dieser Dienste derzeit eine WLAN-Verbindung mit einem externen mobilen Hotspot erforderlich, beispielsweise über ein Mobiltelefon.
Der digitale Fahrzeugschlüssel stellt eine Premiere für Škoda-Modelle dar. Nach der Kopplung des Smartphones mit dem Fahrzeug und der Einrichtung in der MyŠkoda App können Nutzer das Fahrzeug mit ihrem Smartphone ver- und entriegeln sowie starten. Die Zugangsrechte lassen sich über die integrierte Wallet-App des Smartphones an andere Personen weitergeben, etwa an Familienmitglieder. Die Verfügbarkeit der Digital-Key-Funktion hängt von den aktiven Škoda Connect-Diensten ab.
Powerpass, der hauseigene Ladeservice von Škoda, wurde direkt in das Navigationssystem integriert. Das System zeigt Bewertungen und Preise von Ladestationen an und ermöglicht die Autorisierung des Ladevorgangs direkt über den Navigationsbildschirm. Zu den Suchfiltern gehören 20 ausgewählte Anbieter, die Ladeleistung und die Verfügbarkeit. Nutzer können Listen mit bevorzugten Ladestationsbetreibern erstellen sowie solche definieren, die sie meiden möchten. Derzeit sind über Powerpass eine Million öffentliche Ladepunkte in 28 europäischen Ländern zugänglich. Die Navigationskarten bieten nun auch die Google Online Suche, Satellitenkarten und eine Übersicht über Points of Interest entlang der Route. Plug & Charge ermöglicht zudem die Autorisierung an kompatiblen Heim-Wallboxen.
Die MyŠkoda App wurde um detaillierte Fahrdaten erweitert, einschließlich des Energieverbrauchs als Ergänzung zur Ladeübersicht und zum Ladeverlauf. Laura, die digitale Begleiterin, unterstützt die Routenplanung für Elektrofahrzeuge, indem sie verschiedene Google-POI-Kategorien wie Restaurants, Cafés, Hotels, Supermärkte und Sehenswürdigkeiten mit den notwendigen Ladestopps kombiniert. Die Routenführung kann über das Navigationssystem im Fahrzeug gestartet, gestoppt oder bearbeitet werden. Favoriten und Listen mit den zuletzt angefahrenen Zielen werden zwischen MyŠkoda und dem Fahrzeug synchronisiert.
Die Vehicle-to-Load-Funktion (V2L) ermöglicht es, externe Geräte mit Strom zu versorgen. Der Anschluss erfolgt über einen Ladeanschlussadapter oder eine 230-Volt-Steckdose im Kofferraum. Damit lassen sich beispielsweise Campingausrüstung, Elektrowerkzeuge und E-Bikes mit Energie versorgen. Das One Pedal Driving bietet zwei Rekuperationsstufen für die Bremsenergierückgewinnung im B-Modus. Beim Loslassen des Fahrpedals bremst das Fahrzeug bis zum Stillstand ab. Die Stufen werden über das Infotainmentsystem oder die Wippen am Lenkrad eingestellt.
Zu den neuen Simply Clever-Lösungen gehört ein 21-Liter-Ablagefach der Fronthaube. Die Motorhaube wird für ein leichtes Öffnen und Schließen mit Gasdruckfedern ausgestattet. Die belüftete Phonebox unterstützt das Qi2 Magnetic Power Profile für kabelloses Laden mit bis zu 25 Watt, vorgesehen für das iPhone 12 und neuere sowie kompatible Geräte. USB-C-Anschlüsse im vorderen und im hinteren Bereich bieten weiterhin bis zu 45 Watt Ladeleistung. Die neue Infotainment-App Tips bringt die Simply Clever-Funktionen in die digitale Welt. Sie hilft den Nutzern durch kurze Anleitungen, Benachrichtigungen und Videos, Fahrzeugfunktionen zu entdecken, die sie noch nicht ausprobiert haben.
Der Travel Assist 3.0 wurde umfassend aktualisiert. Zusammen mit überarbeiteten Radarsystemen und Sensoren sowie erweiterten Online-Diensten sorgt er für eine präzisere Spurführung, eine sanftere Geschwindigkeitsregelung und umfangreichere Sicherheitsfunktionen. Alle Sensoren wurden auf Hardware- oder Softwareebene verbessert, um eine stabilere Datenerfassung für die Assistenzsysteme zu gewährleisten. Der Spurwechselassistent wurde weiter verfeinert. Der Notfallassistent mit automatischem Spurwechsel auf Autobahnen kann das Fahrzeug auf den Standstreifen lenken, wenn der Fahrer nicht reagiert.
Neue Radarsensoren in den Ecken der vorderen und hinteren Stoßfänger verbessern den Kreuzungsassistenten. An komplexen Kreuzungen mit eingeschränkter Sicht erkennt er von der Seite herannahende Pkw, Motorräder, Fahrräder und E-Scooter. Eine neue Innenraumkamera im Gehäuse des Rückspiegels ermöglicht eine bessere Überwachung der Aufmerksamkeit und Müdigkeit mittels Eye-Tracking. Das Tagfahrlicht verfügt nun über eine zusätzliche Stufe für Tageslichtbedingungen mit schlechten Sichtverhältnissen, etwa bei starker Bewölkung oder in der Morgen- und Abenddämmerung. In dieser Stufe werden zusätzlich zum Tagfahrlicht auch die Rückleuchten aktiviert.
Die Modelle Škoda Elroq 60 und Enyaq 60 werden im Rahmen der Modelljahreswechsel mit LFP-Batterietechnologie ausgestattet. Diese Lösung bietet insbesondere für preisgünstigere Varianten von Elektrofahrzeugen mehrere Vorteile: Sie ist kostengünstig, verfügt über eine lange Lebensdauer und ermöglicht eine Flexibilität beim täglichen Laden, die den typischen Nutzungsgewohnheiten und der urbanen Mobilität entspricht. Die neu eröffnete LFP-Batterieproduktionslinie in Mladá Boleslav ist seit Ende Februar 2026 in Betrieb. Sie produziert Hochvolt-Batterien im Cell-to-Pack-Verfahren für zukünftige Škoda Elektromodelle sowie andere Elektrofahrzeuge verschiedener Konzernmarken. Das Werk ist damit der größte Hersteller von BEV-Batteriesystemen innerhalb des Volkswagen Konzerns.
| Varianten | Elroq 60, Elroq 85, Elroq 85x, Elroq RS |
| Gesamt-Batteriekapazität Elroq 60 | 61 kWh |
| Netto-Batteriekapazität Elroq 60 | 58 kWh |
| Gesamt-Batteriekapazität Elroq 85/85x/RS | 82 kWh |
| Netto-Batteriekapazität Elroq 85/85x/RS | 77 kWh |
| Maximale Ladeleistung Elroq 60 | 105 kW |
| Maximale Ladeleistung Elroq 85/85x/RS | 165 kW |
| Ladezeit 10-80 % Elroq 60 | 26 Minuten |
| Ladezeit 10-80 % Elroq 85/85x/RS | 29 Minuten |
| Maximale Leistung Elroq 60 | 140 kW |
| Maximale Leistung Elroq 85 | 210 kW |
| Maximale Leistung Elroq 85x | 220 kW |
| Maximale Leistung Elroq RS | 250 kW |
| Höchstgeschwindigkeit Elroq 60 | 160 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit Elroq 85/85x/RS | 180 km/h |
| Beschleunigung 0-100 km/h Elroq 60 | 8,5 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Elroq 85 | 6,6 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Elroq 85x | 6,2 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Elroq RS | 5,4 Sekunden |
| Anhängelast gebremst 12 % Elroq 60 | 1.000 kg |
| Anhängelast gebremst 8 % Elroq 60 | 1.200 kg |
| Anhängelast gebremst 12 %/8 % Elroq 85/85x/RS | 1.800 kg |
| Varianten | Enyaq 60, Enyaq 85, Enyaq 85x, Enyaq RS |
| Karosserieformen | Limousine und Coupé |
| Gesamt-Batteriekapazität Enyaq 60 | 61 kWh |
| Netto-Batteriekapazität Enyaq 60 | 58 kWh |
| Gesamt-Batteriekapazität Enyaq 85/85x/RS | 82 kWh |
| Netto-Batteriekapazität Enyaq 85/85x/RS | 77 kWh |
| Maximale Ladeleistung Enyaq 60 | 105 kW |
| Maximale Ladeleistung Enyaq 85/85x/RS | 165 kW |
| Ladezeit 10-80 % Enyaq 60 | 26 Minuten |
| Ladezeit 10-80 % Enyaq 85/85x/RS | 29 Minuten |
| Maximale Leistung Enyaq 60 | 140 kW |
| Maximale Leistung Enyaq 85 | 210 kW |
| Maximale Leistung Enyaq 85x | 220 kW |
| Maximale Leistung Enyaq RS | 250 kW |
| Höchstgeschwindigkeit Enyaq 60 | 160 km/h |
| Höchstgeschwindigkeit Enyaq 85/85x/RS | 180 km/h |
| Beschleunigung 0-100 km/h Enyaq 60 | 8,6 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Enyaq 85 | 6,6 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Enyaq 85x | 6,3 Sekunden |
| Beschleunigung 0-100 km/h Enyaq RS | 5,4 Sekunden |
| Anhängelast gebremst 12 % Enyaq 60 | 1.000 kg |
| Anhängelast gebremst 8 % Enyaq 60 | 1.200 kg |
| Anhängelast gebremst 12 %/8 % Enyaq 85/85x/RS | 2.000 kg |
| Anhängelast gebremst 12 %/8 % Enyaq RS | 2.200 kg |
| Stützlast alle Varianten | 88 kg |