Porsche Macan Turbo Electric erobert Sachsens Silberstraße

Gute Fahrt

 · 29.12.2025

Porsche Macan Turbo Electric
Foto: Porsche AG
Der vollelektrische Macan Turbo Electric bewältigt 140 Kilometer Silberstraße von Zwickau bis Dresden. Bergbaugeschichte trifft auf moderne E-Mobilität.

Historische Route mit moderner Technik

Die Silberstraße im Erzgebirge verbindet als 140 Kilometer lange Ferienroute die Städte Zwickau und Dresden. Entstanden im 12. Jahrhundert als Handels- und Transportkorridor, führt sie heute durch eine Region, die über 800 Jahre vom Bergbau geprägt wurde. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich das Erzgebirge zu Europas wichtigster Silberquelle und finanzierte mit seinen Reichtümern ganze Städte.

Der elektrische Macan gleitet nahezu lautlos durch die dichten Wälder der Region. Die Stille des Antriebs lässt die Atmosphäre der historischen Bergbaulandschaft besonders intensiv wirken. Bei Hartenstein passiert die Route ein ehemaliges Bergwerk, das heute als Museum die Geschichte der Silbergewinnung dokumentiert. Die roten Backsteinfabriken und das Kopfsteinpflaster in Zwickau erinnern an die industrielle Vergangenheit der Region.

Das Holz der umliegenden Wälder stützte einst die unterirdischen Stollen. Als die Erzvorkommen versiegten, wandelten sich die Bergleute zu Handwerkern und begründeten die heute weltbekannte Tradition der Holzschnitzerei und des Spielzeugbaus. Diese Transformation von der Rohstoffgewinnung zum Kunsthandwerk spiegelt den Wandel wider, den auch die Automobilindustrie mit der Elektrifizierung durchläuft.

Porsche-Standorte entlang der Strecke

In Schwarzenberg, einer mittelalterlichen Stadt einem thronenden Schloss, befindet sich ein wichtiger Baustein der Fahrzeugproduktion: der Werkzeugbau der Marke aus Stuttgart. Seit mehr als 125 Jahren entstehen hier Großwerkzeuge für die Automobilindustrie. Die Tradition reicht bis in die 1930er-Jahre zurück, als hier die Umformwerkzeuge für den von Ferdinand Porsche konstruierten VW Käfer gefertigt wurden.

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2015 übernahm der Sportwagenhersteller die Werkzeugbausparte des Roboterspezialisten Kuka und entwickelte die Technologie weiter. Heute entstehen in Schwarzenberg hochpräzise Umform-Werkzeuge, die in Presswerken für die Produktion von Karosserie-Außenteilen zum Einsatz kommen. Die Verbindung zwischen der historischen Handwerkstradition des Erzgebirges und moderner Automobilproduktion wird hier besonders deutlich.

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Das Porsche-Werk Leipzig bildet den Endpunkt der Reise. In der futuristischen Produktionsstätte entstehen neben dem Panamera auch die Fahrzeuge der Baureihe, die diese winterliche Tour absolviert hat. Das angeschlossene Experience Center bietet Destination Charging für Elektrofahrzeuge und vervollständigt die Ladeinfrastruktur entlang der Route.

Weihnachtstradition in Seiffen

Ein Abstecher nach Seiffen führt in das selbsternannte "Spielzeugdorf" und die inoffizielle Weihnachts-Hauptstadt Deutschlands. Die Straßen erstrahlen in festlichem Licht, während die Schaufenster mit handgeschnitzten Holzfiguren, Nussknackern und Krippen gefüllt sind. Die Nachfahren der ehemaligen Bergleute fertigen hier seit Jahrhunderten Weihnachtsdekorationen, die weltweit das Fest prägen.

Bei der Erzgebirgischen Volkskunst von Richard Glässer entstehen die berühmten Weihnachtspyramiden. Diese mehrstöckigen Holzkarussells werden traditionell von Kerzenwärme angetrieben, moderne Versionen nutzen Elektromotoren. In der Werkstatt summen Drehbänke, während Holzspäne den Boden bedecken. Handwerker sitzen über ihre Werkbänke gebeugt und setzen Figuren aus winzigen, von Hand geschnitzten und bemalten Teilen zusammen.

Michéle Drechsel führt Besucher durch die Produktionsstätten, die nur als Werkstatt des Weihnachtsmanns beschrieben werden können. Engelsflügel, Kronen und Hirtenstäbe entstehen dank einer Fertigkeitstradition, die sich über Jahrhunderte entwickelt hat. Diese handwerkliche Präzision und Liebe zum Detail findet ihre moderne Entsprechung in der Automobilproduktion.

Ladeinfrastruktur für entspanntes Reisen

Die Charging Lounges in Himmelkron und Estenfeld erweisen sich als Schlüssel für einen reibungslosen Roadtrip. Diese modernen Schnelllade-Hubs sind rund um die Uhr geöffnet und bieten WLAN, Snacks sowie bis zu sechs 400-kW-Lader. In nur 21 Minuten lädt der Stromer von 10 auf 80 Prozent – ausreichend Zeit für einen Espresso und eine kurze Pause.

Die Ladeinfrastruktur macht das Aufladen zu einem mühelosen Bestandteil der Reise. Während das Fahrzeug Energie tankt, können Reisende die Annehmlichkeiten der Lounges nutzen oder die Umgebung erkunden. Diese Kombination aus Schnelligkeit und Komfort verändert die Wahrnehmung von Elektromobilität grundlegend.

In Dresden angekommen, leuchtet der Striezelmarkt – einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt – vor barocken Kulissen, die einst durch Silberreichtum finanziert wurden. Eine riesige hölzerne Pyramide dreht sich über den Ständen, während Glühwein, Maronen und Bratwürste duften. Die Verbindung zwischen historischem Handwerk und moderner Technik wird hier besonders sinnlich erfahrbar.


​Technische Daten im Überblick

  • Modell: Porsche Macan Turbo Electric
  • Antrieb: Vollelelektrisch
  • Stromverbrauch: 20,7 – 18,4 kWh/100 km
  • CO₂-Emissionen: 0 g/km
  • CO₂-Klasse: A
  • Lackierung: Ice Grey Metallic
  • Ladezeit: 21 Minuten (10-80%)
  • Ladekapazität: 400 kW
  • Herstellungsort: Leipzig
  • Geräuschpegel: Nahezu lautlos
  • Routenlänge: 140 Kilometer
  • Einsatzbereich: Winterbedingungen

Stärken und Schwächen

  • Nahezu lautlose Fahrt durch Waldgebiete
  • Schnellladung in nur 21 Minuten möglich
  • Mühelos bewältigte Bergstraßen im Erzgebirge
  • Zuverlässige Reichweite bei Winterbedingungen

  • Abhängigkeit von Ladeinfrastruktur bei längeren Touren
  • Begrenzte Verfügbarkeit von Schnellladern abseits der Hauptrouten
  • Höherer Stromverbrauch bei niedrigen Temperaturen

​Gute Fahrt Video-Empfehlungen zum Porsche Macan Turbo Electric