Gute Fahrt
· 22.05.2026
Auf dem Michelin Raceway Road Atlanta hat ein Porsche 911 GT2 RS der Generation 991.2 (Baujahr 2019) eine neue Bestmarke für straßentaugliche Serienfahrzeuge gesetzt. Der Porsche-Markenbotschafter Jörg Bergmeister benötigte für die 4,088 Kilometer lange Strecke lediglich 1:22,649 Minuten. Die zuvor auf diesem Kurs mit identischem Fahrzeug gefahrene Referenzzeit aus dem Jahr 2019 wurde dadurch um 0,2 Sekunden überboten.
Optimierungen an Aerodynamik und Fahrwerk sind im Manthey-Performance-Paket enthalten. Für die Rekordfahrt verwendete Bergmeister straßentaugliche Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0-Pneus mit Porsche-Zertifizierung. Der mit zwei Turboladern bestückte Sechszylinder-Boxermotor bringt es auf 515 kW (700 PS) bei 7.000 Umdrehungen pro Minute und liefert zwischen 2.500 und 4.500/min ein Spitzendrehmoment von 750 Nm.
„Die Leistungsentfaltung des Biturbo-Sechszylinder-Boxermotors fasziniert auch knapp zehn Jahre nach der Markteinführung", erklärte Bergmeister. „Durch das optimierte Fahrwerk und den gesteigerten Abtrieb lässt sich sehr spät bremsen, mit hohen Geschwindigkeiten durch Kurven fahren und früh wieder beschleunigen – das vermittelt enormes Vertrauen, von dem auch engagierte Trackday-Piloten profitieren."
Mit Manthey-Paket erreichte der 911 GT3 RS aus dem Modelljahr 2025 (Generation 992.1) eine Rundenzeit von 1:23,932 Minuten. Dies macht ihn zum schnellsten Serienfahrzeug mit Saugmotor, das jemals auf dem Michelin Raceway Road Atlanta gemessen wurde. Laut Hersteller generiert das aerodynamische Paket mehr als 1.000 Kilogramm Abtrieb.
Der Saugmotor mit sechs Zylindern und 4,0 Litern Hubraum entwickelt 386 kW (525 PS) bei 8.500 Umdrehungen pro Minute. Bei 6.300/min steht das Spitzendrehmoment von 465 Nm zur Verfügung. Zusätzliche Komponenten an Front, Unterboden und Heck ergänzen durch das Manthey-Paket die serienmäßige Aerodynamik. Hinzu kommen modifizierte Fahrwerkskomponenten mit spezieller Abstimmung für Rennstreckeneinsätze.
„Der Abtrieb ist schlichtweg beeindruckend", betonte Bergmeister. „Mit den Kurvengeschwindigkeiten bewegt man sich auf GT-Rennwagen-Niveau. Curbs werden vom Fahrwerk souverän absorbiert, was dabei hilft, das enorme Potenzial dieses Pakets vollständig auszuschöpfen."
Konstant hohe Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht die Kombination aus starkem aerodynamischem Abtrieb und hochdrehendem Saugmotor. Selbst die Randsteine der Strecke verarbeitet das Fahrwerk laut Fahrer ohne Stabilitätseinbußen.
Mit Manthey-Paket absolvierte der 911 GT3 der Generation 992.2 (Modelljahr 2026) eine Runde in 1:24,639 Minuten. Gegenüber dem GT3 aus dem Modelljahr 2022, der vor einigen Jahren auf identischer Strecke 1:26,46 Minuten benötigte, bedeutet dies eine Verbesserung um 1,8 Sekunden.
Auch der aktuelle GT3 setzt auf den Sechszylinder-Saugmotor mit 4,0 Litern Hubraum. Bei 8.400 Umdrehungen pro Minute werden 375 kW (510 PS) erreicht, das Spitzendrehmoment von 450 Nm steht bei 6.100/min bereit. Aerodynamische Verbesserungen und Fahrwerksanpassungen bilden den Schwerpunkt des Manthey-Pakets für dieses Modell.
Aus der Kombination von Serienentwicklung und Manthey-Komponenten resultiert die Zeitverbesserung von 1,8 Sekunden gegenüber dem Vorgängermodell. Durch die straßenzugelassenen Sportreifen wird ein direkter Vergleich mit früheren Messungen unter identischen Bedingungen möglich.
Für unterschiedliche 911-Modelle bietet Manthey-Racing Performance-Pakete an. Eine nachträgliche Installation der straßenzugelassenen Komponenten ist möglich. Spezifisch auf das jeweilige Modell abgestimmt, enthält jedes Paket aerodynamische Bauteile und Fahrwerkskomponenten.
Unter kontrollierten Bedingungen mit identischer Bereifung erfolgten die Tests auf dem Michelin Raceway Road Atlanta. Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0-Reifen in der für das jeweilige Modell vorgesehenen Dimension kamen bei allen drei Fahrzeugen zum Einsatz. Mit Höhenunterschieden bis zu 30 Metern und schnellen Kurven gilt die Strecke in Georgia als anspruchsvoller Prüfstand für Sportwagen.
Über verschiedene Generationen hinweg dokumentieren die Rundenzeiten die Entwicklung der 911-Baureihe. Trotz seines Alters hält der GT2 RS aus der 991-Generation den absoluten Streckenrekord für Serienfahrzeuge. Mit Saugmotoren zeigen die aktuellen GT3-Modelle der 992-Generation vergleichbare Performance-Werte.
| Motor | 3,8-Liter-Biturbo-Sechszylinder-Boxermotor |
| Leistung | 515 kW (700 PS) bei 7.000/min |
| Drehmoment | 750 Nm (2.500-4.500/min) |
| Modelljahr | 2019 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:22,649 min |
| Motor | 4,0-Liter-Sechszylinder-Saugmotor |
| Leistung | 386 kW (525 PS) bei 8.500/min |
| Drehmoment | 465 Nm bei 6.300/min |
| Abtrieb | über 1.000 kg |
| Modelljahr | 2025 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:23,932 min |
| Motor | 4,0-Liter-Sechszylinder-Saugmotor |
| Leistung | 375 kW (510 PS) bei 8.400/min |
| Drehmoment | 450 Nm bei 6.100/min |
| Modelljahr | 2026 |
| Bereifung | Michelin Pilot Sport Cup 2 R N0 |
| Rundenzeit Road Atlanta | 1:24,639 min |
| Verbesserung ggü. MY 2022 | 1,8 Sekunden |