Bei der Fahrzeugübernahme betonte JP Kraemer, dass er sich noch nie zuvor derart intensiv mit einem Neuwagen auseinandergesetzt habe. Nun, etwa drei Jahre nach der Erstzulassung im März 2023, gibt der 45-Jährige seinen Porsche 911 GT3 RS wieder ab. Über das Autocenter Meschede wird der Sportwagen angeboten – ein Autohaus, das bereits früher Fahrzeuge des YouTubers vermittelt hat. Mit lediglich 6.709 unfallfreien Kilometern auf dem Tacho präsentiert sich der 525-PS-Bolide in gepflegtem Zustand. Das vollständige Scheckheft liegt vor, zudem profitiert der Käufer von der Porsche Approved Garantie, die bis 10. April 2027 gültig bleibt. Im Gegensatz zu vielen anderen Projekten des Tuners blieb die Technik des GT3 RS unangetastet. Kraemer war überzeugt, dass die Serienperformance des 992 GT3 RS bereits auf höchstem Niveau liegt und ausschließlich visuelle Veredelungen sinnvoll seien.
In Pure White mit silbernen Rädern, Carbonkeramik-Bremsanlage (PCCB) mit gelben Bremssätteln und dem Clubsport-Paket konfigurierte Kraemer seinen Elfer. Auf das mittlerweile 36.390,20 Euro teure Weissach-Paket verzichtete er bewusst. Dafür investierte er in Sonderwunsch-Details wie ein Alcantara-Armaturenbrett. Von Beginn an verfolgte der Tuner ein klares Konzept: Sein GT3 RS sollte dem Showcar ähneln, das Porsche 2022 bei "The Quail" in Pebble Beach vorstellte und später als limitiertes "Tribute to Carrera RS" auf den Markt brachte. Da dieses auf 150 Exemplare begrenzte Sondermodell ausschließlich für den US-Markt reserviert war, kreierte Kraemer seine persönliche Interpretation des legendären Carrera RS 2.7. Die 20/21-Zoll-Schmiederäder erhielten eine Viper-Grün-Lackierung – allerdings mit weißer Grundierung, sodass ein feiner weißer Pinstripe auf den grünen Felgen durchschimmert.
Die Außenspiegel, Motorhauben-Verschlüsse und der Überrollbügel wurden ebenfalls in Viper-Grün lackiert. Kunststoffkomponenten wie die seitlichen Lufteinlässe bekamen einen Anstrich in Wagenfarbe, während die GT3 RS-Schriftzüge grün ausgeführt wurden. Auf der Unterseite des markanten XXL-Heckspoilers komplettiert ein großformatiger Porsche-Schriftzug die visuelle Verwandlung. Für den Innenraum beauftragte Kraemer den Spezialisten Justin Placek mit der Anfertigung besonderer Sitzeinsätze aus handgeflochtenem Leder. Die markante Farbkombination in Grün und Weiß korrespondiert perfekt mit dem Exterieur-Design. Bei Bedarf können die Sitzmittelbahnen schnell und unkompliziert gewechselt werden. Am serienmäßigen Fahrwerk wurde ein Manthey-Set-up implementiert. Laut Verkaufsanzeige belaufen sich sämtliche Umbauten auf insgesamt 17.100 Euro.
Das Autocenter Meschede fordert 309.890 Euro für den modifizierten GT3 RS. Ein fabrikneuer 992 GT3 RS kostet aktuell ab 248.157 Euro in der Basis, doch aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit erzielen Gebrauchte weiterhin Preise oberhalb des Listenpreises. Kraemers Exemplar dürfte ursprünglich zwischen 270.000 und 275.000 Euro gekostet haben – die nachträglichen Modifikationen nicht eingerechnet. Aktuell beginnen die günstigsten gebrauchten GT3 RS in Deutschland bei circa 265.000 Euro mit etwa 20.000 Kilometern auf dem Zähler. Vor diesem Hintergrund wirkt die Preisforderung für Kraemers Fahrzeug ohne Weissach-Paket durchaus sportlich, wobei die einzigartige Konfiguration berücksichtigt werden muss. Inwieweit der prominente Vorbesitzer einen Mehrwert darstellt, muss sich zeigen. Mit geringer Laufleistung, langer Restgarantie und individueller Optik spricht das Angebot Interessenten an, die ein bereits fertig individualisiertes Unikat bevorzugen.
| Motor | Sechszylinder-Boxer |
| Leistung | 386 kW (525 PS) |
| Laufleistung | 6.709 km |
| Erstzulassung | März 2023 |
| Garantie | Porsche Approved bis 10. April 2027 |
| Bremsen | Carbonkeramikbremsanlage (PCCB) |
| Felgen | 20/21 Zoll Schmiederäder |
| Preis | 309.890 Euro |