122.306 Porsche-Neuwagen im ersten Halbjahr an Kunden übergeben

Gute Fahrt

 · 09.07.2026

122.306 Porsche-Neuwagen im ersten Halbjahr an Kunden übergebenFoto: Porsche AG
Im ersten Halbjahr 2026 übergab Porsche 122.306 Neuwagen an seine Kunden. Während der 911 ein Plus von 19 Prozent verbucht, startete Ende Juni die Auslieferung des Cayenne Electric.

Geplanter Rückgang bei den Übergaben

In den ersten sechs Monaten 2026 übergab Porsche 122.306 Neuwagen an seine Kundschaft. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres mit 146.391 ausgelieferten Einheiten bedeutet dies ein Minus von 16 Prozent. Die Ursachen für diese Entwicklung lassen sich klar benennen: Der Produktionsstopp des 718 mit Verbrenner im Oktober 2025, die hohe Nachfrage nach dem vollelektrischen Macan im Vergleichszeitraum sowie wegfallende steuerliche Förderungen für Elektro- und Hybridmodelle in den Vereinigten Staaten wirken sich negativ aus.

„Mit etwa 122.000 an Kunden übergebenen Fahrzeugen liegen wir im ersten Halbjahr unter dem Vorjahreszeitraum, bewegen uns jedoch im Rahmen unserer Planungen", erklärt Matthias Becker, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei der Porsche AG. Der Cayenne Electric geht seit Ende Juni an die Kundschaft. Becker hebt die erfreulichen Rückmeldungen aus dem Händlernetz sowie das äußerst positive Echo der Fachpresse zu den kürzlich vorgestellten Neuheiten wie dem 911 GT3 S/C oder dem E-Shift-System mit virtuellen Schaltvorgängen im Taycan hervor.

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Die Verteilung der Verkäufe auf die verschiedenen Vertriebsregionen erwies sich als ausgewogen. Bei den Baureihen zeigte sich ein harmonischer Mix der Derivate mit einem hohen Anteil an GTS-, Turbo- und GT-Versionen.

Nordamerika führt trotz Minus weiterhin

Mit 37.712 übergebenen Fahrzeugen behauptet Nordamerika seine Position als wichtigste Vertriebsregion für Porsche, muss jedoch ein Minus von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 43.577 Einheiten hinnehmen. Die beendeten steuerlichen Förderungen für Elektro- und Hybridmodelle sowie der Produktionsstopp des 718 mit Verbrenner begründen diese Entwicklung.

Der deutsche Heimatmarkt erreichte mit 14.938 Übergaben ein Ergebnis sechs Prozent unter dem Vorjahresniveau von 15.973 Einheiten. In Europa ohne Deutschland gingen im ersten Halbjahr 30.278 Fahrzeuge an Kunden, was einem Minus von 14 Prozent entspricht. Auch hier sind der Produktionsstopp des 718 mit Verbrenner und der starke Vorjahreszeitraum des Macan Electric die Hauptgründe.

Auf dem chinesischen Markt gingen 14.501 Fahrzeuge an Kunden, ein Minus von 32 Prozent gegenüber 21.302 Einheiten im Vorjahreszeitraum. Das anhaltend schwierige Marktumfeld in China und die Konzentration auf einen wertorientierten Vertrieb sind die Hauptgründe für diese Entwicklung. In der Vertriebsregion Übersee- und Wachstumsmärkte wurden 24.877 Fahrzeuge übergeben, ein Minus von 18 Prozent. Der Produktionsstopp der Baureihe 718 mit Verbrenner sowie der Konflikt im Nahen Osten wirken sich negativ aus.

Cayenne an der Spitze, 911 mit starkem Wachstum

Mit 38.141 Übergaben erzielte der Cayenne die höchste Nachfrage aller Baureihen, trotz eines Minus von neun Prozent. Die vollelektrische Version des Cayenne wird seit Ende Juni schrittweise in den Märkten eingeführt und an die ersten Kunden übergeben. Die Sportwagen-Ikone 911 ging von Januar bis Juni 30.534 Mal an Kunden. Dies bedeutet ein Wachstum von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die starke Nachfrage sowie die gestaffelte Markteinführung der verschiedenen Derivate im Vorjahr begründen dieses Wachstum.

Vom Macan wurden insgesamt 35.315 Fahrzeuge übergeben. Davon entfallen 19.695 Einheiten auf die Verbrenner-Variante, die Porsche in den meisten Ländern außerhalb der EU weiterhin parallel vertreibt. Das Verbrennermodell läuft noch bis Ende Juli 2026 vom Band. Auf die vollelektrische Version des Macan entfallen 15.620 Einheiten. In der Summe bedeutet dies ein Minus von 22 Prozent für die gesamte Baureihe Macan im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der gebremste Hochlauf der Elektromobilität, der starke Vorjahreszeitraum sowie das Auslaufen von steuerlichen Förderungen für Elektro- und Hybridmodelle in den USA sind die Hauptgründe.

Panamera und 718 mit starken Rückgängen

Von der Baureihe Panamera gingen im ersten Halbjahr 9.308 Exemplare an Kunden. Das Minus von 38 Prozent ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass es im wichtigen Panamera-Markt China eine vorübergehende Angebotslücke bei Panamera-Modellen gab. Diese wurde durch die Neueinführung der Marktedition Panamera Pure mit Verkaufsstart im April geschlossen.

Die Modelle 718 Boxster und 718 Cayman erreichten 2.789 Übergaben – 73 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Baureihe 718 läuft seit Oktober vergangenen Jahres nicht mehr vom Band. Von der Baureihe Taycan gingen im ersten Halbjahr 6.219 Fahrzeuge an Kunden. Dies bedeutet ein Minus von 25 Prozent.

Mit Blick auf den weiteren Jahresverlauf erklärt Matthias Becker: „Wir orientieren unser Angebot gezielt an der Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden und schärfen konsequent unsere Modellpalette. Im Herbst werden wir im Rahmen des Capital Markets Day weitere Details unserer Strategie 2035 vorstellen."


Auf einen Blick

  • Porsche liefert im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 122.306 Fahrzeuge aus, ein Rückgang von 16 Prozent
  • Der 911 verzeichnet mit 30.534 Auslieferungen ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
  • Nordamerika bleibt mit 37.712 Fahrzeugen stärkste Vertriebsregion trotz 13 Prozent Rückgang
  • Der Cayenne Electric wird seit Ende Juni ausgeliefert, die Verbrenner-Variante des Macan läuft Ende Juli 2026 aus
  • China verzeichnet mit 14.501 Auslieferungen einen Rückgang von 32 Prozent

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