Die 94. Auflage der 24 Stunden von Le Mans steht für Porsche im Zeichen eines besonderen Jubiläums. Anlässlich von 75 Jahren Porsche Motorsport treten am 13. und 14. Juni zwei Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Manthey in einem speziellen Silber-Design an. Die Folierung orientiert sich am Porsche 356 SL Coupé, mit dem Auguste Veuillet und Edmond Mouche 1951 den ersten Klassensieg für die Zuffenhausener Sportwagenschmiede errangen. Die beiden Rennwagen mit den Startnummern 91 und 92 gehen in der LMGT3-Klasse an den Start und peilen den dritten Klassensieg in Serie an.
Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport, betont die Bedeutung der langjährigen Le-Mans-Präsenz: „Wir sind nicht nur Rekordhalter bei Gesamt- und Klassensiegen, sondern auch der einzige Hersteller, der seit 1951 ununterbrochen mindestens ein Fahrzeug am Start in Le Mans hatte." Diese Statistik unterstreiche, wie sehr Porsche auf die Entwicklungsbühne Motorsport setze. Innovationen wie innenbelüftete Scheibenbremsen, das Doppelkupplungsgetriebe PDK oder die 800-Volt-Hochspannungstechnologie seien durch Renneinsätze zur Serienreife gebracht worden und im wahrsten Sinne „raceborn".
Die Bilanz von Porsche in Le Mans kann sich sehen lassen: 19 Gesamtsiege und 112 Klassensiege stehen zu Buche. Im 76. Jahr in Folge steht mindestens ein Porsche am Start des größten Langstreckenrennens der Welt. Das Kundenteam Manthey setzt dabei auf bewährte Kräfte: Im Fahrzeug mit der Startnummer 91 fährt anderem Werksfahrer Ayhancan Güven aus der Türkei, im Schwesterauto mit der Nummer 92 sitzt sein österreichischer Porsche-Kollege Richard Lietz am Steuer.
Am 23. Juni 1951 begann für Porsche ein neues Kapitel im internationalen Motorsport. Nach ersten Einsätzen bei Stadtrennen oder der Midnight Sun Rally mit Straßenversionen des 356 folgte der Schritt auf die große Bühne. Mit einem 356 SL wagte Porsche erstmals den Start bei den 24 Stunden von Le Mans. Intern trug das Fahrzeug die Bezeichnung „Typ 514 Porsche Sport für Le Mans 1951". Die Fahrgestellnummer lautete 356/2-063. Die An- und Abreise zur Rennstrecke an der Sarthe erfolgte damals auf Achse – elf Stunden über Landstraßen mit Start in Zuffenhausen.
Der Weg zum ersten Klassensieg gestaltete sich steinig. Bis zum Rennstart waren bereits zwei der drei Wettbewerbs- und Trainingsfahrzeuge verunfallt. Alle Hoffnung lag auf dem verbliebenen silberfarbenen Leichtgewicht mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor. Der Hubraum betrug 1.086 Kubikzentimeter, die Leistung 46 PS. Das Fahrzeug wog lediglich 635 Kilogramm. In Le Mans überzeugte der 356 SL mit Standfestigkeit, Effizienz und Präzision.
In Runde 158 erreichte der Wagen seine Bestzeit von 5:44,7 Minuten pro Umlauf. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 160 km/h. Als die Zielflagge Auguste Veuillet und Edmond Mouche abwinkte, hatten sie den Sieg in ihrer Klasse sowie den 20. Gesamtrang erreicht. Insgesamt spulten die beiden Franzosen 2.840,65 Kilometer mit einem Schnitt von 118,36 km/h ab. Dieser erste Klassensieg legte den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte in Le Mans.
Seit vielen Jahren gehört Porsche zu den Herstellern mit den meisten Kundenfahrzeugen im Renneinsatz. Das aktuelle Portfolio umfasst den Porsche 911 GT3 R, den 718 Cayman GT4 RS Clubsport, den 911 Cup sowie den 911 GT3 Cup mit Rallye-GT-Kit. Hinzu kommen der Porsche 99X Electric und der 963, die beide auch vom Werk eingesetzt werden. Der Kundensport bildet eine zentrale Säule der Motorsport-Strategie aus Weissach.
Die beiden Porsche 911 GT3 R von Manthey treten in der LMGT3-Klasse an, einer Kategorie, die speziell für GT3-Fahrzeuge konzipiert wurde. Das Team Manthey DK Engineering setzt das Fahrzeug mit der Startnummer 91 ein. Am Steuer sitzen James Cottingham aus Großbritannien, Timur Boguslavskiy aus Russland und Werksfahrer Ayhancan Güven aus der Türkei. Das Schwesterauto mit der Nummer 92 wird von The Bend Manthey betreut. Hier bilden Yasser Shahin aus Australien, Riccardo Pera aus Italien und Werksfahrer Richard Lietz aus Österreich das Fahrertrio.
Die Sonderlackierung in Silber würdigt nicht nur den historischen Erfolg von 1951, sondern unterstreicht auch die Kontinuität und Tradition von Porsche im Motorsport. Das Design verbindet Vergangenheit und Gegenwart und macht die beiden 911 GT3 R zu echten Hinguckern auf dem Circuit des 24 Heures. Mit dieser Hommage an die Pionierleistung von Auguste Veuillet und Edmond Mouche setzt Porsche ein deutliches Zeichen für die Bedeutung der eigenen Motorsport-Historie.
| Modell | Porsche 911 GT3 R |
| Einsatzklasse | LMGT3 |
| Rennen | 24 Stunden von Le Mans 2026 |
| Renntermin | 13./14. Juni 2026 |
| Team | Manthey (Manthey DK Engineering, The Bend Manthey) |
| Startnummer 91 | James Cottingham (GBR), Timur Boguslavskiy (RUS), Ayhancan Güven (TUR) |
| Startnummer 92 | Yasser Shahin (AUS), Riccardo Pera (ITA), Richard Lietz (AUT) |
| Sonderlackierung | Silber (Hommage an Porsche 356 SL von 1951) |
| Historisches Vorbild | Porsche 356 SL Coupé, Fahrgestellnummer 356/2-063 |
| Historischer Erfolg 1951 | Klassensieg, 20. Gesamtrang |
| Fahrer 1951 | Auguste Veuillet (FRA), Edmond Mouche (FRA) |
| Motor 356 SL | Vierzylinder-Boxermotor, luftgekühlt |
| Hubraum 356 SL | 1.086 cm³ |
| Leistung 356 SL | 46 PS |
| Gewicht 356 SL | 635 kg |
| Höchstgeschwindigkeit 356 SL | 160 km/h |
| Bestzeit 356 SL | 5:44,7 min |
| Gesamtdistanz 1951 | 2.840,65 km |
| Durchschnittsgeschwindigkeit 1951 | 118,36 km/h |