Am 7. Februar 1991 setzte Opel in Eisenach den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte. Die Marke mit dem Blitz gehörte zu den ersten Autoherstellern, die nach der Wiedervereinigung in den damals neuen Bundesländern aktiv wurden. Bereits im März 1990 entstand die Opel-AWE-Planungs-Gesellschaft zur Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen dem damaligen Automobilwerk Eisenach (AWE) und Opel. Nur zwei Tage nach der offiziellen Wiedervereinigung, am 5. Oktober 1990, rollte der erste Opel Vectra in einer AWE-Werkshalle vom Band. Das neue Werk entwickelte sich zum ersten nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern gegründeten Automobilwerk.
Die Verbindung zwischen Opel und Eisenach reicht dabei weit über die Wiedervereinigung hinaus. Schon vor 125 Jahren trat die Marke in der thüringischen Stadt in Erscheinung: Wilhelm Opel, zweitältester Sohn von Adam Opel, gehörte im Januar 1901 zu den Gründungsmitgliedern des Vereins Deutscher Motorfahrzeug-Industrieller (VDMI) in Eisenach. Aus diesem Verein ging später der heutige Verband der Automobilindustrie (VDA) hervor. Eine weitere historische Gemeinsamkeit verbindet beide Standorte: Das ehemalige Eisenacher Automobilwerk und Opel zählten in Deutschland zu den Pionieren den Kraftfahrzeugherstellern. In beiden Unternehmen entstanden die ersten Motorwagen bereits Ende der 1890er-Jahre.
Über die vergangenen Jahrzehnte hinweg verließen zahlreiche Bestseller die Eisenacher Produktionshallen. Nach dem Vectra folgten Modelle wie Corsa und Astra, die das Werk zu einer der modernsten und produktivsten Automobilfertigungsstätten Europas machten. Der Standort entwickelte sich kontinuierlich weiter und erhielt mehrere Auszeichnungen für seine Produktivität und Fertigungsqualität. Die Präzision „made in Germany" wurde zum Markenzeichen des thüringischen Werks.
Für die Produktion des neuen Opel Grandland investierte das Unternehmen in den vergangenen Jahren weitere 130 Millionen Euro. Das Werk durchlief vor dem Start des neuen SUV-Modells die größte Transformation seiner Geschichte. Die jüngste Modernisierung ermöglicht die parallele Realisierung unterschiedlichster Antriebsenergien auf einer gemeinsamen Fertigungslinie. Diese Flexibilität erlaubt eine topmoderne und ressourcenschonende Produktion verschiedener Antriebsvarianten.
Heute verlassen sämtliche Varianten des mehrfach ausgezeichneten Grandland das Werk in Eisenach. Das Modellprogramm umfasst den Grandland Hybrid mit konventionellem Antrieb sowie den Grandland Plug-in-Hybrid mit kombiniertem Verbrennungs- und Elektromotor. Die rein elektrischen Versionen Grandland Electric Long Range und Grandland Electric AWD komplettieren das Angebot. Der Grandland Electric AWD stellt dabei den ersten vollelektrischen Allradler der Marke dar.
Die verschiedenen Antriebsvarianten decken unterschiedliche Kundenanforderungen ab. Der Grandland Electric Long Range verbraucht laut WLTP-Norm 18,6 kWh auf 100 Kilometer bei null Gramm CO₂-Emission und CO₂-Klasse A. Der Grandland Electric AWD benötigt 17,9 kWh pro 100 Kilometer, ebenfalls mit null Gramm CO₂-Emission und CO₂-Klasse A. Die Plug-in-Hybrid-Version weist einen gewichteten Energieverbrauch von 14,5 kWh Strom plus 2,6 Liter Benzin auf 100 Kilometer auf, was 59 Gramm CO₂-Emission und CO₂-Klasse B entspricht. Bei entladener Batterie liegt der Kraftstoffverbrauch bei 6,3 Litern auf 100 Kilometer mit CO₂-Klasse E. Der Grandland Hybrid verbraucht 5,6 Liter auf 100 Kilometer bei 126 Gramm CO₂-Emission und CO₂-Klasse D.
| Standort | Eisenach, Thüringen |
| Grundsteinlegung | 7. Februar 1991 |
| Erster produzierter Opel | Vectra (5. Oktober 1990) |
| Aktuelle Produktion | Opel Grandland (alle Varianten) |
| Investition Grandland | 130 Millionen Euro |
| Produktionsvarianten | Hybrid, Plug-in-Hybrid, Electric, Electric AWD |