Opel feiert Ascona B und Manta B bei Paul Pietsch Classic

Opel Manta B GSi Exclusiv
Foto: Stellantis
Opel präsentiert drei historische Modelle bei der 12. Paul Pietsch Classic: Manta Berlinetta, Manta GSi Exclusiv und Ascona 400 feiern 50 Jahre Ascona B und Manta B. Die sportliche Leitung fuhr im neuen Grandland Hybrid.

Premiere in Böblingen statt Offenburg

Die 12. Paul Pietsch Classic markierte einen Neuanfang für die traditionsreiche Oldtimer-Rallye. Erstmals starteten die 107 Teams nicht in Offenburg, sondern in der Motorworld Region Stuttgart in Böblingen. Von dort aus führte die Strecke am Freitag über 254 Kilometer durch die Schwäbische Alb bis ins Donautal nach Sigmaringen und zurück. Am Samstag bewältigten die Teilnehmer rund 230 Kilometer durch den Schwarzwald mit Stationen in Baiersbronn und Freudenstadt.

Für Opel bot die Veranstaltung die ideale Bühne, um drei besondere Fahrzeuge aus der Classic-Sammlung zu präsentieren. Alle drei Modelle gehören zu den Baureihen Ascona B und Manta B, die vor genau 50 Jahren ihre Premiere feierten. Der saphirblaue Manta 1.9 S Berlinetta von 1977 und der Manta GSi Exclusiv von 1988 repräsentierten dabei unterschiedliche Entwicklungsstufen derselben Baureihe. Als drittes Fahrzeug komplettierte ein Opel Ascona 400 Gruppe 4 das Aufgebot.

Die Gleichmäßigkeits-Rallye führte durch anspruchsvolles Terrain, das die Qualitäten der historischen Opel-Modelle Beweis stellte. Zwei weitere Privatteams ergänzten das Teilnehmerfeld mit einem Manta 1600 S von 1971 und einem Manta 400 von 1982. Die sportliche Leitung der Veranstaltung nutzte den neuen Opel Grandland Hybrid als Führungsfahrzeug.

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Rallye-Weltmeister als Trainingsauto unterwegs

Der Opel Ascona 400 Gruppe 4 verkörpert ein bedeutendes Kapitel der Rallye-Geschichte. Mit diesem Modell gewannen Walter Röhrl und sein Copilot Christian Geistdörfer 1982 die Rallye-Weltmeisterschaft. Das bei der Paul Pietsch Classic eingesetzte Trainingsauto entspricht weitgehend dem technischen Stand der Saison 1982. Der Ascona 400 leistet rund 125 kW, was 170 PS entspricht, und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 190 km/h.

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Die Konstruktion des Fahrzeugs folgte den Regularien der Gruppe 4, die in den frühen 1980er Jahren im Rallyesport gültig waren. Der Ascona 400 basiert auf der zweiten Generation der Ascona-Baureihe, die 1975 auf den Markt kam. Opel entwickelte speziell für den Motorsport eine homologierte Version mit verstärkter Karosserie und leistungsgesteigertem Antrieb. Die Erfolge in der Rallye-Weltmeisterschaft machten den Ascona 400 zu einem der bekanntesten Rallyefahrzeuge seiner Ära.

Laut Opel Classic-Leiter Leif Rohwedder sei die diesjährige Paul Pietsch Classic ein besonderes Erlebnis gewesen. Die Präsentation der Manta- und Ascona-Modelle habe gezeigt, dass diese Fahrzeuge bis heute nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hätten. Zudem sei man gemeinsam mit dem gesamten Teilnehmerfeld und der Paul Pietsch Classic auf neuen Spuren unterwegs gewesen.

Manta B mit längster Produktionszeit aller Opel-Modelle

Der Opel Manta B nimmt eine Sonderstellung in der Unternehmensgeschichte ein. Kein anderes Modell blieb länger im Produktionsprogramm als die zweite Manta-Generation. Die Baureihe startete 1975 und lief bis 1988. Der bei der Paul Pietsch Classic eingesetzte Manta 1.9 S Berlinetta von 1977 repräsentiert die frühe Phase der Modellreihe. Die Berlinetta-Variante zeichnete sich durch eine sportliche Ausstattung und spezielle Designelemente aus.

Der Manta GSi Exclusiv von 1988 stammt aus dem letzten Produktionsjahr der Baureihe. Diese Version vereinte die über die Jahre entwickelten technischen Verbesserungen mit einer exklusiven Ausstattung. Beide Fahrzeuge demonstrierten auf den kurvenreichen Strecken durch Schwarzwald und Schwäbische Alb ihre Fahreigenschaften. Die Konstruktion des Manta B basiert auf der technischen Plattform des Ascona B, nutzt jedoch eine eigenständige Coupé-Karosserie.

Die Entwicklung der Manta-Baureihe über mehr als ein Jahrzehnt spiegelt sich in den beiden präsentierten Fahrzeugen wider. Während der Berlinetta von 1977 noch die ursprüngliche Designsprache zeigt, weist der GSi Exclusiv von 1988 modernisierte Details auf. Die lange Produktionszeit ermöglichte kontinuierliche Verbesserungen an Fahrwerk, Motor und Ausstattung.

Grandland Hybrid als modernes Führungsfahrzeug

Die sportliche Leitung der Paul Pietsch Classic setzte auf den neuen Opel Grandland Hybrid. Das Top-SUV kombiniert einen Verbrennungsmotor mit elektrischem Antrieb zu einem Hybridsystem. Der Kraftstoffverbrauch liegt laut WLTP bei 5,5 bis 5,6 Litern auf 100 Kilometer, die CO2-Emission beträgt 124 bis 128 Gramm pro Kilometer. Die CO2-Klasse wird mit D angegeben.

Der neue Grandland präsentiert sich mit zahlreichen Innovationen. Dazu zählt der 3D Vizor mit beleuchtetem Opel-Blitz und beleuchtetem OPEL-Schriftzug am Heck. Das Intelli-Lux HD Licht mit mehr als 50.000 Elementen ermöglicht blendfreies Fahren und erhielt dafür den DVN Award 2025. Im Innenraum bietet der Grandland komfortable Sitze mit großzügigem Platzangebot. Das geräumige Interieur ermöglichte Fahrer und Mitfahrer während der zweitägigen Rallye entspanntes Reisen.

Die Kombination aus historischen Opel-Modellen und dem modernen Grandland Hybrid verdeutlichte die Entwicklung der Marke über fünf Jahrzehnte. Während Ascona B und Manta B die Automobilkultur der 1970er und 1980er Jahre repräsentieren, zeigt der Grandland Hybrid die aktuelle Ausrichtung auf elektrifizierte Antriebe. Die Paul Pietsch Classic bot den passenden Rahmen, um diese Zeitspanne automobiler Entwicklung zu präsentieren.


Auf einen Blick

  • Opel präsentiert drei historische Modelle bei der 12. Paul Pietsch Classic zum 50-jährigen Jubiläum von Ascona B und Manta B
  • Manta Berlinetta (1977), Manta GSi Exclusiv (1988) und Ascona 400 Gruppe 4 (Rallye-WM 1982) nehmen an der Oldtimer-Rallye teil
  • Erstmals startet die Paul Pietsch Classic in der Motorworld Region Stuttgart in Böblingen statt in Offenburg
  • 107 Teams bewältigen an zwei Tagen insgesamt 484 Kilometer durch Schwäbische Alb, Donautal und Schwarzwald
  • Die sportliche Leitung nutzt den neuen Opel Grandland Hybrid mit Intelli-Lux HD Licht und 3D Vizor als Führungsfahrzeug

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