Das spektakulärste Exponat beim Klassikertreffen dürfte das Raketenfahrzeug RAK 2 sein. Fritz von Opel stellte mit diesem außergewöhnlichen Rennwagen am 23. Mai 1928 auf der Berliner Avus einen Geschwindigkeitsrekord auf. Mit 24 Pulverraketen im Heck ausgestattet, erreichte das futuristische Fahrzeug eine Höchstgeschwindigkeit von 238 km/h. Die seitlichen Flügel verliehen dem RAK 2 ein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Der älteste Enkel des Firmengründers Adam Opel läutete mit dieser Rekordfahrt vor laufenden Kameras das Raketen-Zeitalter ein. Die technische Leistung gilt als wichtiger Grundstein zur späteren bemannten Raumfahrt. Nach fast 100 Jahren kehrt das historische Fahrzeug nun an seinen Entstehungsort zurück. Die Besucher können das Exponat am 13. September zwischen 10 und 16 Uhr an der Opel Schmiede besichtigen.
Die Veranstaltung findet erstmals an diesem besonderen Ort statt. Die historische Opel Schmiede an der Mainzer Straße feiert 2026 ihren 90. Geburtstag. Das Gebäude bietet eine authentische Atmosphäre zwischen Industriegeschichte und automobiler Tradition. Parallel zur Fahrzeugausstellung präsentiert die Sonderausstellung "SCHICHTWECHSEL – M1/WERKSPUREN" historische Fotografien, Filme und originale Exponate aus der Opel-Produktion.
Zwei historische Einsatzfahrzeuge unterstreichen die Vielseitigkeit der Opel-Modellpalette. Die Drehleiter DL 18 basiert auf einem 1,75-Tonnen-Opel Blitz aus dem Jahr 1962. Die zweizügige Magirus-Drehleiter lässt sich auf bis zu 18 Meter Höhe ausfahren. Das Fahrzeug absolvierte seine aktiven Einsatzjahre bei den Feuerwehren in Kelsterbach und Raunheim.
Ein Rekord Caravan von 1985 diente bis 2010 bei der Freiwilligen Feuerwehr Mörfelden als Kommandowagen und Erkundungsfahrzeug. Die Ausstattung umfasst Funkgeräte, Sondersignalanlage und die charakteristische Warnlackierung. Das Exponat vermittelt einen authentischen Eindruck von der Einsatzkoordination vor rund 40 Jahren.
Beide Fahrzeuge belegen eindrucksvoll, wie Opel-Modelle im Rettungsdienst eingesetzt wurden. Die robuste Konstruktion und zuverlässige Technik machten sie zu geschätzten Einsatzfahrzeugen. Die Präsentation dieser Spezialfahrzeuge ergänzt das Ausstellungsprogramm um einen wichtigen Aspekt der Markengeschichte.
Der neue Opel Corsa GSE repräsentiert die aktuelle Interpretation sportlicher Kleinwagen. Mit einer Systemleistung von 207 kW, was 281 PS entspricht, handelt es sich laut Hersteller um den stärksten Serien-Corsa aller Zeiten. Das maximale Drehmoment liegt bei 345 Newtonmeter. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h erfolge in 5,5 Sekunden.
Der vollelektrische Antrieb führe die GSi-Gene der ersten Corsa-Generation in die Zukunft, so Opel. Der Energieverbrauch wird mit 16,0 bis 17,0 kWh pro 100 Kilometer angegeben. Die CO2-Emission beträgt null Gramm pro Kilometer, was der CO2-Klasse A entspricht. Das Modell sei seit wenigen Tagen bestellbar.
Der Corsa GSE teile sich die Leistungsdaten mit dem Mokka GSE. Beide Modelle verfügten über identische Antriebskomponenten. Die Performance-Sitze und spezifische Ausstattungsmerkmale unterstreichen den sportlichen Charakter. Der Corsa GSE positioniere sich als Alltagssportler mit elektrischem Antrieb.
Das Ausstellungsprogramm umfasst verschiedene Kadett- und Astra-Modelle aus unterschiedlichen Jahrzehnten. Diese Kompaktklasse-Bestseller zeigen die Entwicklung der Baureihen über mehrere Generationen. Der aktuelle Astra, gefertigt in Rüsselsheim, rundet die Präsentation ab.
Der Commodore GS/E von 1971 repräsentiert das damalige Topmodell der oberen Mittelklasse. Als sportliche Limousine konzipiert, kombinierte er Komfort mit überdurchschnittlichen Fahrleistungen. Das Modell galt in den 1970er Jahren als leistungsstarke Alternative im Segment.
Der Rocks e-XTREME von 2023 basiert auf dem batterie-elektrischen Zweisitzer Rocks. Die geländegängige Studie demonstriert alternative Mobilitätskonzepte. Der Rocks ermögliche lokal emissionsfreien Fahrspaß bereits ab 15 Jahren mit Führerscheinklasse AM. Die Nenndauerleistung liegt bei maximal 6 kW, die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit bei 45 km/h.
| Antrieb | Vollelektrisch |
| Leistung | 207 kW (281 PS) |
| Drehmoment | 345 Nm |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 5,5 s |
| Energieverbrauch (WLTP) | 16,0-17,0 kWh/100 km |
| CO2-Emission | 0 g/km |
| CO2-Klasse | A |
| Baujahr | 1928 |
| Antrieb | 24 Pulverraketen |
| Höchstgeschwindigkeit | 238 km/h |
| Rekordfahrt | 23. Mai 1928, Avus Berlin |
| Baujahr | 1962 |
| Basis | Opel Blitz 1,75 Tonnen |
| Aufbau | Magirus-Drehleiter |
| Leiterhöhe | 18 m |
| Einsatzorte | Kelsterbach, Raunheim |
| Baujahr | 1985 |
| Verwendung | Kommandowagen, Erkundungsfahrzeug |
| Ausstattung | Funkgeräte, Sondersignalanlage |
| Einsatzort | Freiwillige Feuerwehr Mörfelden |
| Nutzungszeitraum | 1985-2010 |