Am 3. Juni 1966 nahm das Opel-Werk in Kaiserslautern offiziell seinen Betrieb auf. Aus dem ursprünglichen Motorenwerk entwickelte sich über die Jahrzehnte ein zentraler Komponentenstandort innerhalb des Stellantis-Konzerns. Heute verlassen täglich mehr als 350.000 Einzelteile das Werksgelände in der Pfalz. Diese Komponenten finden ihren Weg in über 30 verschiedene Modelle von sieben Marken des Konzerns. Das Werk beliefert aktuell mehr als 20 Produktionsstandorte in ganz Europa.
Die Fertigungspalette umfasst rund 400 unterschiedliche Bauteile. Besonders das Top-SUV Grandland profitiert von der Expertise aus Kaiserslautern: Über 100 verschiedene Komponenten für dieses Modell stammen aus der pfälzischen Produktion. Die Transformation vom reinen Motorenwerk zum hochspezialisierten Teileversorger vollzog sich schrittweise über mehrere Jahrzehnte. Heute arbeiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in modernen Fertigungsanlagen, die höchste Präzision und Qualität gewährleisten.
Werksleiterin Bilyana Stern betont die Bedeutung der Belegschaft für den Erfolg: "Opel und Kaiserslautern sind seit 60 Jahren untrennbar miteinander verbunden. Ganz besonders möchte ich dabei unseren Mitarbeitenden danken, ohne die dieser Erfolg in Kaiserslautern nicht möglich gewesen wäre." Die enge Verbindung zwischen Stadt und Automobilhersteller prägt die Region seit sechs Jahrzehnten wirtschaftlich und gesellschaftlich.
Das Jubiläumsfest am 20. Juni 2026 startet um 10 Uhr vormittags und läuft bis 16 Uhr. Die Besucher erhalten Zugang zu normalerweise verschlossenen Produktionsbereichen. Führungen durch das Presswerk und die Komponentenfertigung vermitteln Einblicke in die täglichen Abläufe der Teilefertigung. Die Gäste können dabei live erleben, wie aus Rohmaterial präzise Komponenten für die Fahrzeugproduktion entstehen.
Bereits um 8:30 Uhr beginnt die 4. ADAC-Trifels-Oldtimerwanderung der Sportfahrer Union Kaiserslautern auf dem Werksgelände. Gegen späten Vormittag folgt eine Autogrammstunde mit einer noch nicht genannten FCK-Legende aus dem Fußballbereich. Die musikalische Untermalung übernimmt die Band "Roof Rabbits" mit Live-Auftritten über den gesamten Tag verteilt.
Für jüngere Besucher stehen verschiedene Attraktionen bereit: Hüpfburgen, Bobbycar-Parcours, Hindernis-Strecken und eine Minicart-Bahn versprechen Unterhaltung. Zusätzlich können Kinder Fahrzeuge bemalen und sich beim Torwandschießen sowie verschiedenen Geschicklichkeitsspielen messen. Die Werkslok und der Fuhrpark der Werkfeuerwehr stehen zur Besichtigung offen. Kulinarische Angebote und ein Opel-Merchandising-Stand runden das Programm ab.
Die Oldtimerausstellung präsentiert ausgewählte Exponate aus der Opel Classic Sammlung. Das älteste Ausstellungsstück bildet ein Grand Prix-Rennwagen aus dem Jahr 1913. Ein Opel Rekord B aus dem Jahr 1966 repräsentiert das Eröffnungsjahr des Werks – dieses Fahrzeug gehörte einst dem ehemaligen Fußballbundestrainer Sepp Herberger.
Die "Schwarze Witwe", ein Gruppe-5-Spezialtourenwagen auf Basis des Rekord C, demonstriert die Motorsportkompetenz der Marke. Der legendäre Calibra mit 2,5-Liter-V6-Motor und 500 PS erinnert an den ITC-Meistertitel von Manuel Reuter im Jahr 1996. Als weiteres Highlight zeigt Opel den Prototyp Astra OPC X-Treme V8 aus dem Jahr 2001 mit 444 PS und charakteristischen Flügeltüren. Private Sammler ergänzen die Ausstellung mit weiteren klassischen Opel-Modellen.
Bei den aktuellen Fahrzeugen stehen der neue Astra und der neue Astra Sports Tourer im Mittelpunkt. Beide Kompaktklasse-Modelle entstehen am Stammsitz Rüsselsheim und tragen das Label "made in Germany". Das Top-SUV Grandland, gefertigt am Standort Eisenach, steht ebenfalls für Probefahrten bereit. Besucher können die Elektroversionen dieser Modelle selbst erleben und sich von deren Fahreigenschaften überzeugen.
Ein besonderer Anziehungspunkt dürfte der Opel Corsa GSE Vision Gran Turismo sein. Die Hochleistungsstudie entwickelt eine Systemleistung von 588 kW, entsprechend 800 PS, bei einem maximalen Drehmoment von 800 Newtonmetern. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in exakt 2,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 320 km/h. Als erstes Opel-Konzeptfahrzeug verbindet diese Studie die digitale Welt des Rennspiels Gran Turismo 7 mit der Realität. Besucher können den elektrischen Boliden im Rennsimulator selbst virtuell pilotieren.
Die Opel-Berufsausbildung informiert über Karrieremöglichkeiten am Standort. Interessierte erhalten Einblicke in die verschiedenen Ausbildungsberufe und Entwicklungsperspektiven innerhalb des Unternehmens. Der freie Eintritt zum gesamten Jubiläumsprogramm ermöglicht allen Interessierten den Zugang zu diesem besonderen Event in der Geschichte des Werks Kaiserslautern.
| Werk | Opel Kaiserslautern |
| Eröffnung | 3. Juni 1966 |
| Jubiläum | 60 Jahre |
| Aktuelle Funktion | Komponentenwerk |
| Belieferte Werke | Über 20 Stellantis-Standorte |
| Belieferte Modelle | Über 30 Modelle von 7 Marken |
| Fertigungspalette | Rund 400 verschiedene Komponenten |
| Täglicher Versand | Mehr als 350.000 Teile |
| Werksleiterin | Bilyana Stern |
| Jubiläumsfest | 20. Juni 2026, 10-16 Uhr |