Mitsubishi Motors bringt die vierte Generation des Outlander Plug-in Hybrid auf den europäischen Markt. Das D-Segment-SUV markiert die Rückkehr des Marken-Flaggschiffs nach Europa und setzt auf einen vollständig überarbeiteten PHEV-Antriebsstrang. Der Einstiegspreis liegt bei 49.990 Euro.
Das Herzstück bildet die Kombination aus einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit zwei Elektromotoren und einem vergrößerten Lithium-Ionen-Akku. Der Verbrennungsmotor leistet 100 kW und erzeugt 203 Newtonmeter Drehmoment. An der Vorderachse arbeitet ein Elektromotor mit 85 kW Leistung und 255 Newtonmeter, während das hintere Aggregat 100 kW und 195 Newtonmeter beisteuert. Die Systemleistung summiert sich auf 225 kW, was 306 PS entspricht. Das Shift-by-Wire-Getriebe überträgt die Kraft und steigert die Leistung gegenüber dem Vorgänger um rund 40 Prozent.
Die neue Antriebsbatterie verfügt über eine Gesamtkapazität von 22,7 Kilowattstunden. Damit erreicht der Outlander PHEV nach WLTP-Norm bis zu 86 Kilometer rein elektrische Reichweite. Der verringerte Innenwiderstand des Akkupakets ermöglicht eine Dauerleistung, die um 108 Prozent höher ausfällt als bei der Vorgängergeneration. Eine neue Flüssigkeitskühlung trägt dazu bei, das volle Potenzial der Batterie allen Bedingungen auszuschöpfen. Ein integriertes Wärmepumpensystem reduziert den Stromverbrauch der Klimaanlage und hält die elektrische Reichweite auch im Winter auf einem hohen Niveau.
Der Tankinhalt wuchs auf 53 Liter. Im offiziellen WLTP-Testzyklus verbraucht das SUV 0,8 Liter auf 100 Kilometer bei CO₂-Emissionen von 19 Gramm pro Kilometer. Die kombinierte Gesamtreichweite beträgt bis zu 844 Kilometer. Der Sprint von null auf 100 Stundenkilometer gelingt in 7,9 Sekunden. Im reinen Elektromodus bleibt das Fahrzeug bis zu einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern ohne Unterstützung des Verbrenners.
Der Antriebsstrang arbeitet in drei verschiedenen Modi. Im EV-Modus fahren ausschließlich die Elektromotoren das Fahrzeug bei niedrigen und mittleren Geschwindigkeiten an. Der serielle Hybridmodus aktiviert den Verbrennungsmotor zur Stromerzeugung, beispielsweise beim Beschleunigen bergauf. Im Parallel-Hybridmodus arbeiten Elektromotor und Benziner gleichzeitig zusammen, was sich besonders für hohe Geschwindigkeiten eignet.
Zusätzlich stehen vier Energiemanagement-Optionen zur Verfügung. Der Normal-Modus optimiert automatisch den Einsatz von Elektro- und Hybridantrieb. Im EV-Modus nutzt das System ausschließlich den elektrischen Antrieb, sofern der Batterie-Ladezustand ausreicht. Die Save-Funktion erhält den aktuellen Ladezustand der Batterie, während der Charge-Modus die Batterie während der Fahrt auflädt.
Das Fahrzeug verfügt über Typ-2- sowie CHAdeMO-Ladeanschlüsse. Damit lassen sich sowohl heimische Wallboxen als auch öffentliche Schnellladesäulen nutzen. Eine Verriegelungsfunktion sichert das Ladekabel an öffentlichen Stationen. Die Vehicle-to-Home-Funktion ermöglicht bidirektionales Laden, sodass Strom zwischen Haus und Fahrzeug in beide Richtungen fließen kann.
Der Verbrennungsmotor basiert auf dem 2,4-Liter-Aggregat der Vorgängergeneration, erhielt jedoch zahlreiche Modifikationen. Eine Abgasrückführung, erweiterte Kühlkanäle und ein integrierter Abgaskrümmer steigern Kraftstoffeffizienz und Leistung. Das Triebwerk arbeitet mit zwei obenliegenden Nockenwellen und 16 Ventilen. Die hintere Antriebseinheit verfügt über eine integrierte Motorsteuerung und findet in einem kompakteren Gehäuse Platz, was ein schlankeres Packaging des gesamten Antriebsstrangs ermöglicht.
Das weiterentwickelte S-AWC-System kombiniert intelligenten Allradantrieb mit sieben wählbaren Fahrmodi. Die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse verteilen das Drehmoment optimal und bieten Vorteile gegenüber konventionellen Allradsystemen mit Kardanwelle. Die Modi NORMAL, ECO, POWER, TARMAC, GRAVEL, SNOW und MUD passen das Fahrverhalten unterschiedlichen Straßen- und Wetterbedingungen an. Ein zentraler Drehregler ermöglicht die intuitive Auswahl.
Das Fahrwerk wurde komplett überarbeitet und neu abgestimmt. Die Mehrlenker-Radführungen nutzen leichte, hochsteife Aluminium-Achsschenkel vorne und hinten. Ein hohler Stabilisator und geschmiedetes Aluminium an den unteren Querlenkern vorn sowie den oberen Querlenkern hinten reduzieren das Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Hydraulische Lagerbuchsen an den unteren Vorderachs-Querlenkern und ein schwingungsdämpfender Querträger tragen zu einem geschmeidigen Fahrfluss bei.
Die elektrische Dual-Pinion-Servolenkung mit geänderter Lenkgeometrie erleichtert Manöver bei niedrigen Geschwindigkeiten und liefert bei mittleren bis hohen Tempi eine verfeinerte Rückmeldung. Reifen, Stoßdämpfer und Federraten wurden auf verbesserten Fahrkomfort abgestimmt.
Das Bremssystem arbeitet mit größeren, belüfteten 350-Millimeter-Scheiben an Vorder- und Hinterachse. Sie erhöhen die Verzögerungsleistung, reduzieren die erforderlichen Pedalkräfte und vermitteln ein sicheres Fahrgefühl bei hohen Geschwindigkeiten. Die Leichtmetallfelgen sind in 18- oder 20-Zoll-Format erhältlich.
Das SUV misst 4.719 Millimeter in der Länge, 1.862 Millimeter in der Breite und 1.750 Millimeter in der Höhe. Der Radstand beträgt 2.704 Millimeter. Diese Abmessungen verbinden laut Hersteller praktische Alltagseigenschaften mit Komfort und hoher Fahrsicherheit.
Die Frontpartie prägt die markante Dynamic Shield-Gestaltung. Hoch positionierte Frontscheinwerfer verleihen dem Outlander PHEV einen scharfen Blick. Zusätzliche, niedrig angeordnete Leuchteinheiten mit bis zu zwölf Einzel-LEDs ändern je nach Verkehrssituation ihre Lichtkonfiguration. Sie sorgen für bessere Fernausleuchtung ohne Blendung entgegenkommender Fahrzeuge. Sequenzielle Blinker mit 21 LEDs erhöhen die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer.
Die Seitenansicht zeigt eine horizontale Karosseriestruktur mit kraftvollen Kotflügelverbreiterungen und auffälligen Jet Tail Fin-Hecksäulen. Diese verleihen der Dachlinie ein schwebendes Erscheinungsbild. Die Heckansicht prägt das Hexaguard Horizon-Design mit einem skulptural ausgeformten Sechseck-Motiv, das vom Pajero inspiriert sei. Die T-förmigen LED-Rückleuchten betonen die Breite des Fahrzeugs.
Elf Farben stehen zur Auswahl, darunter fünf Zweitonlackierungen und sechs Uni-Farben. Die neue Metallicfarbe Mondstein-Grau kombiniert einen kräftigen Blauschimmer durch Interferenz des blauen Lichts mit Reflektionen von Aluminium. Die Außenfarbe wurde von zwei auf drei Schichten erhöht, was zu einer diamantähnlichen Farbtiefe führen soll.
Die Ausstattungsvarianten BASIS, PLUS, INTRO EDITION und TOP unterstreichen den Charakter des Outlander PHEV. Ein umfangreiches Zubehörprogramm ermöglicht weitere Individualisierung. Das Produktkonzept trägt den Namen I-Fu-Do-Do, was im Japanischen authentisch und majestätisch bedeutet.
In Zusammenarbeit mit Yamaha entwickelte Mitsubishi die Audiosysteme Dynamic Sound Yamaha Premium und Dynamic Sound Yamaha Ultimate. Die Premium-Variante nutzt acht Lautsprecher, die Ultimate-Version arbeitet mit zwölf Lautsprechern inklusive Subwoofer und zwei Verstärkern. Sämtliche Komponenten basieren auf Yamahas Highend-Consumer-Elektronik-Lautsprecher NS-5000. Die Soundeffekte wurden von Yamahas Akustikspezialisten auf den Innenraum des Outlander PHEV abgestimmt. Das System passt Lautstärke automatisch an Fahrgeschwindigkeit, Außengeräusche und Klimaregelung an.
Ein vollständig digitaler 12,3-Zoll-Monitor mit TFT-Farbdisplay hinter dem Lenkrad bietet zwei Anzeigemodi für Audio- und Navigationsinformationen. Eine zusätzliche Anzeige stellt den Energiefluss von Verbrenner- und Elektroantrieb dar. Alle Funktionen sind über Bedienelemente am Lenkrad zugänglich.
Ein zweites 12,3-Zoll-Display dient als Smartphone-Link-Display mit Touchscreen und hochauflösender 1.280 x 720 Pixel Anzeige. Die Navigation nutzt TomTom-Live-Dienste für aktuelle Verkehrsinformationen und Google Places API für Standortdaten. Anpassbare Start-Widgets ordnen Informationen nach individuellen Vorlieben. Eine permanente Startleiste auf der linken Bildschirmseite bietet schnellen Zugriff auf wichtige Fahrerinformationen.
Apple CarPlay und Android Auto lassen sich kabellos nutzen. Ein 15-Watt-Qi-Wireless-Ladegerät lädt Smartphones auf. Die Sprachsteuerung aktiviert sich mit dem Befehl Hello Mitsubishi und ermöglicht Zugriff auf verschiedene Funktionen ohne Blick von der Straße.
Der Konnektivitätsdienst MITSUBISHI CONNECT verknüpft das Fahrzeug über eine App mit dem Smartphone. Nutzer greifen auf Sicherheits-, Schutz- und Komfortdienste zu. Die App bietet erweiterte Fahrzeug-Kontrollfunktionen, Statusberichte, Alarmbenachrichtigungen, Fernsteuerung von Türverriegelung und Innenraumtemperatur, einen Fahrzeugfinder sowie die Möglichkeit, Routen an das Infotainmentsystem zu senden.
Der Innenraum folgt der japanischen Omotenashi-Mentalität mit ausgeprägtem Sinn für Details und Gastlichkeit. Die geometrisch horizontale Ausrichtung verläuft durch die Lenkradmitte über das Instrumentencluster dem schwebenden Infotainment-Display hindurch. Alle physischen Berührungspunkte wie Lenkrad, Schalthebel, Drehregler, Fensterheberschalter sowie Halte- und Türgriffe geben präzise Rückmeldungen.
Ein rahmenloser digitaler Rückspiegel fügt sich in das Kabinendesign ein. Bei eingeschränkter Sicht durch Passagiere, Gepäck oder widrige Bedingungen schaltet das System auf die Rückfahrkamera um. Die Sitze verfügen über Beheizungs-, Belüftungs- und Massagefunktionen sowie verbesserte Stützwirkung. Verschiedene Materialien und Farben mit hochwertiger Nahtverarbeitung harmonieren mit Armaturenbrett und Türverkleidungen. Durchdachte Ablagefächer und dezente Ambientebeleuchtung in den Türen schaffen eine funktionale Atmosphäre.
Fondpassagiere profitieren von variabler Heizungsregelung und verlängerten Rückenlehnen. Ein Panorama-Glasdach mit 928 Millimeter Länge und 702 Millimeter Breite lässt sich zur Frischluftversorgung öffnen und taucht den Innenraum in natürliches Licht.
Die im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rücksitze lassen sich jedem Ladebedarf anpassen. Eine vergrößerte Kofferraumöffnung und der erweiterte Innenraum erleichtern das Be- und Entladen. Das Stauvolumen beträgt mindestens 495 Liter. Durch Umklappen der Rücksitze mit dem leicht bedienbaren Faltmechanismus erweitert sich die Transportkapazität auf bis zu 1.422 Liter.
Die Karosseriekonstruktion nutzt in Schlüsselbereichen ultrahochfesten Stahl mit Lastpfadstrukturen zur Aufnahme und Absorption von Aufprallenergie. Acht Airbags schützen die Insassen, Isofix-Befestigungspunkte ermöglichen die sichere Verankerung von Kindersitzen.
Ein Netzwerk fortschrittlicher Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme greift auf Daten von Ultraschallsensoren, Radar- und Kameratechnologie zurück. Die Sensoren sind rund um das Fahrzeug angeordnet und gewährleisten eine lückenlose 360-Grad-Überwachung der Umgebung.
Das autonome, radarbasierte Forward Collision Mitigation System überwacht die Straße vor dem Fahrzeug und erkennt Fußgänger sowie Radfahrer. Weitere Funktionen unterstützen den Fahrer im Bereich von Kreuzungen. Zu den Präventiv-Systemen gehören ein automatischer Rückwärts-Notbremsassistent, ein Totwinkelwarner mit Spurwechselassistent, Spurwarner und Spurhalteassistent sowie adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung und ein Müdigkeitsassistent.
Der Aufmerksamkeitsassistent erfasst und analysiert kontinuierlich das Lenk- und Fahrverhalten. Bei Anzeichen von Unaufmerksamkeit warnt das System durch visuelle und akustische Signale. Der Anhänger-Stabilitätsassistent überwacht die Fahrstabilität des Anhängers und bremst in kritischen Situationen wie Schlingerbewegungen einzelne oder alle Räder gezielt ab. Bei Bedarf reduziert das System die Motorleistung, bis die Kontrolle wiederhergestellt ist.
Mitsubishi gewährt eine fünfjährige Werksgarantie bis 100.000 Kilometer. Die Produktion des neuen Outlander Plug-in Hybrid startet ab Ende 2024 im japanischen Werk Okazaki. Nach den Modellen ASX und COLT reiht sich das SUV in die erneuerte Produktpalette der Marke ein.
| Basis | Mitsubishi Outlander PHEV, 4. Generation |
| Bauart | D-Segment-SUV |
| Produktionsstart | Ende 2024 |
| Produktionsort | Werk Okazaki, Japan |
| Länge | 4.719 mm |
| Breite | 1.862 mm |
| Höhe | 1.750 mm |
| Radstand | 2.704 mm |
| Kofferraumvolumen | 495-1.422 Liter |
| Verbrennungsmotor | 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner |
| Hubraum | 2.360 cm³ |
| Motorleistung Benziner | 100 kW / 203 Nm |
| Elektromotor vorn | 85 kW / 255 Nm |
| Elektromotor hinten | 100 kW / 195 Nm |
| Systemleistung | 225 kW / 306 PS |
| Getriebe | Shift-by-Wire |
| Antrieb | Allradantrieb S-AWC |
| Batteriekapazität | 22,7 kWh |
| Elektrische Reichweite | bis zu 86 km (WLTP) |
| Höchstgeschwindigkeit elektrisch | 130 km/h |
| Tankvolumen | 53 Liter |
| Gesamtreichweite | bis zu 844 km (WLTP) |
| Verbrauch | 0,8 l/100 km (WLTP) |
| CO₂-Emissionen | 19 g/km (WLTP) |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 7,9 s |
| Ladeanschlüsse | Typ-2, CHAdeMO |
| Felgengröße | 18 oder 20 Zoll |
| Bremsscheiben | 350 mm belüftet vorn und hinten |
| Audiosystem | Dynamic Sound Yamaha Premium (8 Lautsprecher) oder Ultimate (12 Lautsprecher) |
| Instrumentendisplay | 12,3 Zoll TFT |
| Infotainment-Display | 12,3 Zoll Touchscreen |
| Panoramadach | 928 x 702 mm |
| Garantie | 5 Jahre / 100.000 km |
| Einstiegspreis | 49.990 Euro |