Land Rover Defender definiert Geländekompetenz neu

Landrover Defender 90
Foto: JAGUAR LAND ROVER
Der Land Rover Defender kombiniert legendäre Offroad-Fähigkeiten mit modernster Technologie. Drei Karosserievarianten, elektrifizierte Antriebe und das neue Topmodell OCTA mit 635 PS setzen Maßstäbe.

Drei Radstände für jeden Einsatzzweck

Land Rover bietet den Defender in drei Karosserievarianten an. Der kompakte Defender 90 mit kurzem Radstand nimmt bis zu sechs Passagiere auf und erreicht dabei nur die Länge eines Kompaktklasse-Fließhecks. Der Defender 110 präsentiert sich als praktische Variante mit 5+2-Sitzkonfiguration und maximal 2.277 Liter Ladevolumen bei umgeklappter zweiter Sitzreihe. Als längste Version bietet der Defender 130 Platz für bis zu acht Personen in einer 2+3+3-Anordnung. Optional verwöhnen hier luxuriöse Kapitänssitze in der zweiten Reihe mit Heiz- und Kühlfunktion sowie doppelten Getränkehaltern.

Die charakteristische Silhouette bleibt über alle Varianten erkennbar. Sehr kurze Überhänge an Front und Heck verschaffen dem Modell hervorragende Böschungswinkel. Der Defender 110 erreicht in Offroad-Höhe vorn 37,6 Grad und hinten 41,9 Grad. Der Rampenwinkel beträgt 27,9 Grad. Diese Werte dokumentieren die außergewöhnliche Geländetauglichkeit des britischen Allradlers. Alpine-Fenster im Dach und die seitlich öffnende Hecktür mit außen montiertem Reserverad zitieren das Original von 1948.

Das Interieur setzt auf modulare Architektur und klares Design. Der Querträger aus Magnesium-Druckguss trägt entscheidend zur Karosseriefestigkeit bei. Seine pulverbeschichteten und gebürsteten Oberflächen liegen weitgehend offen. In den Träger integrierte Haltegriffe erleichtern Ein- und Ausstieg. Hauptinstrumente und zentraler Touchscreen finden ergonomisch günstig innerhalb des Magnesium-Rahmens Platz. Der optionale klappbare Notsitz in der ersten Reihe ermöglicht beim Defender 110 Konfigurationen mit fünf, sechs oder 5+2 Sitzplätzen.

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Antriebspalette von Plug-in bis V8

Das Motorenprogramm umfasst hocheffiziente Benziner und Diesel mit vier, sechs oder acht Zylindern. Mildhybrid- und Plug-in-Hybrid-Varianten ergänzen das Angebot. Der Defender 110 P300e kombiniert einen 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 221 kW oder 300 PS. Ein 19,2-kWh-Lithium-Ionen-Akku ermöglicht nach WLTP eAER City bis zu 56,9 Kilometer rein elektrische Reichweite. Die gewichteten kombinierten CO2-Emissionen liegen bei bis zu 71,8 Gramm pro Kilometer. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in 7,6 Sekunden.

Bei den Dieselmotoren stehen drei Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum und Mildhybrid-Technologie bereit. Der D300 leistet 221 kW oder 300 PS und entwickelt 650 Newtonmeter maximales Drehmoment. Der D250 bringt 183 kW oder 249 PS sowie 570 Newtonmeter auf die Kurbelwelle. Als Einstiegsvariante bietet der D200 mit 147 kW oder 200 PS und 500 Newtonmeter solide Fahrleistungen. Alle Diesel erfüllen die Euro-6e- und RDE2-Norm.

Das Benzinerprogramm wird von verschiedenen Varianten des 5,0-Liter-V8-Kompressormotors dominiert. Im Defender 90 und 110 leistet er als P425 oder P525 zwischen 313 kW oder 425 PS und 386 kW oder 525 PS. Der Defender 130 erhält als P500 eine 368 kW oder 500 PS starke Version. Sämtliche Triebwerke arbeiten mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe von ZF und einem zweistufigen Verteilergetriebe mit Geländeuntersetzung zusammen.

Defender OCTA setzt neue Maßstäbe

Als neues Topmodell debütiert der Defender OCTA mit einem 4,4-Liter-Twin-Turbo-Mildhybrid-V8. Die Leistung beträgt 467 kW oder 635 PS bei bis zu 750 Newtonmeter Drehmoment. Der Sprint von null auf 100 km/h gelingt in vier Sekunden. Der Name leitet sich von der Oktaederform eines Diamanten ab. Eine von einem Kreis eingefasste Diamantgrafik kennzeichnet das Modell.

Das Karosseriedesign präsentiert sich mutiger und robuster. Eine um 28 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit und eine um 68 Millimeter breitere Spur sorgen für mehr Stabilität. Vergrößerte Radkästen nehmen 33-Zoll-Reifen auf – die größten in einem Serien-Defender. Goodyear entwickelte speziell für den OCTA einen professionellen Offroad-Reifen. Neu gestaltete Stoßfänger verbessern die Böschungswinkel. Die maximale Wattiefe beträgt einen Meter – ein Rekordwert für Land Rover Serienmodelle.

Das 6D Dynamics-Fahrwerk mit hydraulisch verbundenen Dämpfern hebt die Fahrdynamik auf ein neues Niveau. Längere und härtere Querlenker sowie einzigartige aktive Stoßdämpfer mit separaten Druckspeichern ermöglichen maximale Achsverschränkung im Gelände bei gleichzeitig geringer Karosserieneigung auf der Straße. Weiterentwickelte 400-Millimeter-Bremsscheiben vorn mit Brembo-Bremssätteln und die schnellste Defender-Lenkübersetzung aller Zeiten garantieren präzise Reaktionen.

D7x-Architektur als robuste Basis

Die D7x-Karosseriearchitektur basiert auf einem leichten Aluminium-Monocoque. Die Torsionssteifigkeit beträgt 29 Kilonewton pro Grad – dreimal steifer als herkömmliche selbsttragende Karosserie-auf-Chassis-Lösungen. Diese Konstruktion bildet eine optimale Basis für die Einzelradaufhängung mit Luft- oder Schraubenfedern. Vorn arbeitet eine Doppelquerlenker-Anordnung, hinten eine Integral-Hinterachse. Spezielle Stahl-Hilfsrahmen sowie verbesserte Kugelgelenke und Buchsen überstehen härteste Offroad-Belastungen.

Die elektronisch geregelte Luftfederung kombiniert mit Adaptive Dynamics überwacht bis zu 500 Mal pro Sekunde die Karosserie. Im Offroad-Modus hebt sich die Karosserie zunächst um 75 Millimeter. Bei anspruchsvollem Gelände kommen weitere 70 Millimeter hinzu. Insgesamt stehen bis zu 145 Millimeter zusätzliche Bodenfreiheit zur Verfügung. Die Arrival-Funktion senkt den Defender beim Anhalten automatisch um 40 Millimeter für bequemeren Zu- und Ausstieg.

Vor der Markteinführung absolvierten Prototypen mehr als 62.000 einzelne Tests. Chassis und Karosserie entsprechen dem Extreme Event Test-Verfahren – ein von JLR entwickeltes Procedere mit wiederholt hohen und dauerhaften Belastungen. Die Testfahrten führten in die 50 Grad heiße Wüste ebenso wie in die minus 40 Grad kalte Arktis. In den unabhängigen Crashtests des Euro NCAP-Programms erreichte der Defender 110 die Maximalwertung von fünf Sternen.

Terrain Response 2 meistert jeden Untergrund

Das konfigurierbare Terrain Response ermöglicht erfahrenen Offroad-Piloten die Anpassung verschiedener Fahrzeugeinstellungen an Umgebung oder persönliche Vorlieben. Weniger Versierte überlassen der intelligenten Auto-Funktion die Entscheidung über die optimalen Einstellungen. Auf dem Touchscreen des Pivi Pro Infotainment-Systems lassen sich Mittendifferenzial oder Mitten- und Hinterachsdifferenzial elektronisch sperren. Drei unterschiedliche Abstimmungen für Gasannahme, Getriebe, Lenkverhalten und Traktionskontrolle stehen zur Verfügung.

Der spezielle Wat-Modus dämpft automatisch die Gasannahme, schaltet Heizung und Lüftung in die Umluftposition, sperrt die Differenziale und bringt die Karosserie in Offroad-Höhe. Der Wade Sensing-Bildschirm auf dem zentralen Touchscreen informiert über die gemessene Tiefe des durchquerten Gewässers. Die maximale Wattiefe beträgt 900 Millimeter – beim Defender OCTA sogar 1.000 Millimeter.

Die Geschwindigkeitsregelung All-Terrain Progress Control lässt den Defender eigenständig mit geringer Kriechgeschwindigkeit vorankommen. ClearSight Ground View eröffnet auf dem Touchscreen den Blick auf den Untergrund direkt dem Vorderwagen. Die 3D-Surround-Kamera bietet eine 360-Grad-Ansicht des direkten Fahrzeugumfelds. Beim Einsatz des erweiterten Anhängerassistenten, bei Wade Sensing und ClearSight Ground View wechselt das Kamerabild automatisch zu einer vergrößerten Darstellung.

Pivi Pro und Software Over-The-Air

Das Infotainment-System Pivi Pro nutzt einen 11,4 Zoll großen Touchscreen. Die Always-on-Funktion gewährleistet nahezu sofortige Reaktionen auf Befehle. Eine eingebaute Pufferbatterie ermöglicht die Initialisierung der Navigation in Sekunden. Die übersichtliche Menüstruktur präsentiert die am häufigsten gebrauchten Funktionen direkt auf dem Startbildschirm. Die logisch designten Menüs benötigen durchschnittlich 50 Prozent weniger Bedienschritte als herkömmliche Systeme.

Die Integration von what3words ermöglicht hochpräzise Navigation. Das britische Technologieunternehmen hat den gesamten Globus mit einem Raster aus drei mal drei Meter großen Quadraten überzogen. Jedes Quadrat besitzt eine aus drei Wörtern bestehende Adresse. Diese lässt sich direkt in die Navigations-Suchleiste von Pivi Pro eingeben. Das System arbeitet nahtlos mit der Mapping- und Navigations-Software HERE zusammen.

Software-Aktualisierungen Over-The-Air versorgen den Defender jederzeit mit neuer Software. Zahlreiche Einzelmodule beziehen Updates über das Netz – wie bei einem Mobiltelefon. Die Downloads laufen auch nachts oder in entlegenen Regionen. Ein Online-Paket stellt für ein Jahr 20 Gigabyte Datenvolumen bereit. Ein optionaler Wi-Fi-Hotspot gibt allen Passagieren die Möglichkeit, auf der Fahrt online zu bleiben.

Vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten

Das Modellangebot umfasst die Ausstattungslinien Defender S, X-Dynamic SE, X-Dynamic HSE, Sedona Edition, X, V8, Outbound und OCTA. Der Defender X rollt mit einer Motorhaube in glänzend schwarzer Kontrastlackierung heran. Front- und Heckschürzeneinsätze sowie weitere Karosseriedetails in Starlight Satin Chrome unterscheiden die X-Versionen von den übrigen Alternativen.

Der Defender V8 zeigt spezielle Modellembleme, eine vierflutige Abgasanlage mit markanten Endrohren sowie 22-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Satin Dark Grey Finish. Schwarze Bremssättel und 20-Zoll-Bremsscheiben unterstreichen den sportlichen Charakter. Der Defender 110 Sedona Edition kombiniert die Lackierung in Sedona Red mit dem erweiterten Black Pack und einer Ersatzradabdeckung in Wagenfarbe.

Verschiedene Paketlösungen ermöglichen weitere Individualisierung. Das Angebot umfasst Black Pack und erweitertes Black Pack, Bright Pack sowie das für den Defender 110 lieferbare County Exterieur Pack in drei Varianten. Eine seidenmatte Lackschutzfolie schützt die Lackierung vor Parkplatz-Kratzern und Schrammen durch Büsche. Die Folie wird bereits im Werk aufgebracht und ist mit den Lackfarben Gondwana Stone, Pangea Green, Eiger Grey und Carpathian Grey kombinierbar.

Umfangreiches Zubehörprogramm

Vier Zubehörpakete geben dem Defender eine spezielle Note. Das Explorer Pack enthält einen Lufteinlass für erhöhte Luftansaugung, einen 26 Kilogramm leichten Expeditions-Dachträger und einen seitlichen Außenträger. Klassische Schmutzfänger vorn und hinten sowie schützende Radlaufeinfassungen gehören ebenfalls dazu. Mattschwarztes Dekor an der Motorhaube mit herausgearbeiteten 90- oder 110-Designdetails rundet die Optik ab.

Das Adventure Pack bietet ein mobiles Reinigungssystem mit 6,5-Liter-Wasserdruckbehälter, einen integrierten Druckluftkompressor im Kofferraum und einen seitlichen Außenträger. Ein praktischer 20-Liter-Sitzrucksack lässt sich beim Verlassen des Defender einfach mitnehmen. Das Country Pack kombiniert schützende Radlaufeinfassungen mit einem mobilen Reinigungssystem und einer bis zum Dach reichenden Laderaumabtrennung.

Das Urban Pack sorgt mit vorderem Unterfahrschutz, Reserveradabdeckung und sportlichen Edelstahl-Pedalen für Aufsehen. Die dynamische Dachlast beträgt 168 Kilogramm. Die statische Dachlast liegt bei 300 Kilogramm – ausreichend für ein praktisches Dachzelt. Eine fernbedienbare Elektroseilwinde mit 4.536 Kilogramm Zugkraft und 24 Meter hochbelastbarem Kunststoffseil meistert Extremsituationen. Die maximale Anhängelast beträgt 3,5 Tonnen.

Defender Hard Top für gewerbliche Nutzung

Der Defender Hard Top bietet sich als robuste Variante für den gewerblichen Einsatz an. Die Versionen 90 und 110 Hard Top verfügen serienmäßig über zwei Sitze. Ein klappbarer Notsitz vorn schafft auf Wunsch Platz für einen dritten Passagier. Der Defender 90 Hard Top nimmt 1.355 Liter Ladung auf. Der Defender 110 Hard Top bietet sogar 2.059 Liter Stauraum. Eine dachhohe Laderaumtrennwand sowie abschließbare Fächer im Unterboden vereinfachen den Arbeitsalltag.

Den Antrieb übernimmt der Reihensechszylinder-Diesel D250 mit 183 kW oder 249 PS und 570 Newtonmeter Drehmoment. Das Intelligent All-Wheel Drive Antriebssystem passt permanent die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse an. Der vollkommen ebene Laderaumboden erstreckt sich über die gesamte Fahrzeugbreite. Eine strapazierfähige und rutschfeste Gummiauflage deckt ihn ab. Sechs Zurrpunkte am Boden erlauben die Fixierung großer und schwerer Lasten.

Der Defender 110 Hard Top kann problemlos eine Standard-Europalette aufnehmen. Die maximale Laderaumlänge beträgt 1.472 Millimeter. Unterbodenfächer bieten 58 Liter zusätzliches Volumen. An den Stellen der Fußräume für Fondpassagiere finden weitere 155 Liter Platz. Die Beleuchtung im Ladeabteil strahlt fünfmal heller als die übliche Defender-Kofferraumbeleuchtung. Gummimatten mit hohem Rand in den Fußräumen lassen sich herausnehmen und mit dem Hochdruckreiniger säubern.


Technische Daten im Überblick

KarosserievariantenDefender 90, 110, 130, Hard Top 90/110
SitzplätzeBis zu 8 Personen (130: 2+3+3)
Radstand Defender 1103.022 mm
Laderaumvolumen Defender 110972 bis 2.277 Liter
Laderaumvolumen Defender 130389 bis 2.516 Liter
KarosseriestrukturD7x Aluminium-Monocoque
Torsionssteifigkeit29 kN/Grad
Bodenfreiheit maximal294 mm (323 mm OCTA)
Böschungswinkel vorn37,6 Grad (40,2 Grad OCTA)
Böschungswinkel hinten41,9 Grad (42,8 Grad OCTA)
Rampenwinkel27,9 Grad (29 Grad OCTA)
Wattiefe900 mm (1.000 mm OCTA)
Anhängelast maximal3.500 kg
Dachlast dynamisch168 kg
Dachlast statisch300 kg
Zuladung maximal900 kg

Auf einen Blick

  • Land Rover Defender in drei Karosserievarianten mit bis zu acht Sitzplätzen
  • Neues Topmodell OCTA mit 4,4-Liter-V8-Twin-Turbo und 635 PS
  • D7x-Aluminium-Monocoque dreimal steifer als herkömmliche Konstruktionen
  • Plug-in-Hybrid P300e mit bis zu 56,9 Kilometer elektrischer Reichweite
  • Maximale Wattiefe von einem Meter beim Defender OCTA

GUTE FAHRT Video-Empfehlungen zum Land Rover Defender 90

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