Gute Fahrt
· 06.04.2026
Kia hat dem Stonic eine umfassende Modellpflege spendiert. Der kompakte Crossover, der seit Ende 2017 auf dem Markt ist und in Deutschland rund 45.000 Käufer fand, tritt nun mit deutlich veränderter Optik an. Die Frontpartie zeigt sich mit horizontalen und vertikalen Linien, die dem Fahrzeug einen selbstbewussten Auftritt verleihen sollen. Das Tagfahrlicht folgt der markenspezifischen Star Map-Grafik, die an Sternbild-Darstellungen angelehnt ist und die Fahrzeugbreite betont. Der Stoßfänger wurde kraftvoll gestaltet und erhielt einen voluminösen unteren Lufteinlass. Darüber sitzt der schlanke obere Grill mit der charakteristischen Tigernase als Kia-Markenzeichen.
Die Heckpartie erfuhr ebenfalls grundlegende Änderungen. Eine neue Heckklappe, neue Rückleuchten in Star Map-Grafik sowie ein am Frontdesign orientierter Heckstoßfänger prägen die Rückansicht. Auch die Leichtmetallfelgen wurden neu gestaltet: 16-Zöller für die Version Vision, 17-Zöller für Spirit sowie exklusive 17-Zoll-Felgen für den GT-Line. Die Topversion GT-Line hebt sich durch besonders robust gestaltete Stoßfänger mit ausgeprägtem Unterfahrschutzdesign ab, vorn mit integrierten LED-Scheinwerfern. Zur Farbpalette gehören neun Außenfarben, darunter die neuen Metallictöne Adventurous Green und Yacht Blue. Durch die Designänderungen wuchs der Stonic um 25 Millimeter auf 4.165 Millimeter Länge. Der Luftwiderstandsbeiwert verbesserte sich von 0,32 auf 0,31.
Die Gestaltung folgt der Kia-Designphilosophie Opposites United, auf Deutsch Vereinte Gegensätze. Die Optik des Stonic wurde bereits mit dem iF Award und dem Red Dot Award ausgezeichnet. Mit der Überarbeitung entwickelte Kia diese preisgekrönte Formensprache konsequent weiter.
Das Interieur präsentiert sich mit technischer Eleganz. Ein markantes Panoramadisplay bildet den Blickfang im neu gestalteten Armaturenbrett. Das Lenkrad wurde ebenfalls überarbeitet, ebenso die Mittelkonsole, die nun eine induktive Smartphone-Ladestation aufnehmen kann. Das Infotainment- und Navigationssystem verfügt serienmäßig über einen 30,2 Zentimeter großen Touchscreen mit 12,3 Zoll Diagonale. Bisher maß der Bildschirm 20,2 Zentimeter oder acht Zoll. Je nach Ausstattung integriert sich der Touchscreen zusammen mit dem digitalen Kombiinstrument in ein nahtloses Panoramadisplay. halb des Touchscreens ermöglicht eine neue Multi Mode-Bedieneinheit mit zwei Drehreglern und mehreren Sensortasten direkten Zugriff auf wichtige Infotainment- und Klimatisierungsfunktionen. Der GT-Line erhält exklusive Interieuelemente: ein dreiarmiges Sportlenkrad statt des zweiarmigen Standardlenkrads, Aluminium-Sportpedale sowie Sitzbezüge aus Stoff und hochwertiger Ledernachbildung in Schwarz mit weißen Kontrasten. Die Rückenlehnen der Vordersitze tragen das GT-Line-Logo.
Das aktualisierte Infotainmentsystem erlaubt Bluetooth-Mehrfachverbindungen und bildet die Schnittstelle zu den Online-Diensten Kia Connect. Diese beinhalten den On-Board-Service Kia Live mit Cloud-basierter Online-Navigation und ermöglichen per Smartphone-App Datenaustausch sowie Fernbedienungsfunktionen. Der neue Digital Key 2.0 verwandelt Smartphone oder Smartwatch in einen Fahrzeugschlüssel, der sich mit mehreren Personen teilen lässt. Navigationskarten-Updates und Software-Aktualisierungen lassen sich Over-the-Air durchführen, ohne einen Händlerbesuch.
Der 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner treibt die Vorderräder an und ist in zwei Varianten verfügbar. Die Basisversion leistet 74 Kilowatt oder 100 Pferdestärken, die Mildhybridvariante kommt auf 84,6 Kilowatt oder 115 Pferdestärken. Beide Motorvarianten sind serienmäßig mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Ab der Ausführung Vision steht optional ein Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe zur Wahl. Damit haben erstmals auch Käufer des GT-Line die Wahl zwischen manuellem und automatischem Getriebe, während der GT-Line bisher serienmäßig mit Doppelkupplungsgetriebe ausgeliefert wurde.
Die Überarbeitung zeigt sich besonders beim 48-Volt-Mildhybridmodell. Die Leistungssteigerung auf 84,6 Kilowatt erfolgte bei nahezu unveränderten Emissionswerten. Der 1.0 T-GDI 115 48V mit Schaltgetriebe erreicht die 100-Stundenkilometer-Marke in 10,7 Sekunden, der Vorgänger benötigte 11,3 Sekunden. Noch deutlicher fällt die Verbesserung bei der Doppelkupplungsversion aus: Der Sprint bis Tempo 100 verkürzte sich von 12,4 auf 10,8 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beider Getriebevarianten liegt nun bei 182 Stundenkilometern. Auch die nicht elektrifizierte Variante 1.0 T-GDI 100 beschleunigt trotz unveränderter Leistung etwas schneller: mit Schaltgetriebe in 11,0 Sekunden, mit Doppelkupplungsgetriebe in 12,1 Sekunden statt bisher 11,3 beziehungsweise 12,4 Sekunden.
Die Anhängelast stieg unabhängig von der Motorisierung auf 900 Kilogramm für gebremste Anhänger, zuvor lag die Grenze bei 710 Kilogramm. Kühlsystem und Katalysator wurden bereits für die kommende Abgasnorm Euro 7 vorbereitet.
Das Assistenzangebot wurde deutlich ausgebaut. Zu den neuen Systemen gehören ein Autobahnassistent, der das Fahren auf Schnellstraßen erleichtern soll, ein Ausstiegswarner zur Vermeidung gefährlicher Situationen beim Öffnen der Türen sowie eine Multikollisionsbremse, die nach einem Aufprall weitere Kollisionen verhindern soll. Die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage verfügt nun über eine Stop-and-go-Funktion. Der Frontkollisionswarner ist in einer neuen 1.5-Version mit Abbiegefunktion erhältlich.
Zur Serienausstattung gehören Frontkollisionswarner 1.0 mit Fußgänger- und Radfahrererkennung, aktiver Spurhalteassistent mit korrigierendem Lenkeingriff, Spurfolgeassistent, intelligenter Geschwindigkeitsassistent mit Stummschaltung, Müdigkeitswarner inklusive Ablenkungswarner bei stehendem Verkehr, Fernlichtassistent und Multikollisionsbremse. Die Topversion GT-Line bietet zusätzlich einen aktiven Totwinkelassistenten mit Lenk- und Bremseingriff, einen Querverkehrwarner hinten mit Notbremsfunktion, den Ausstiegswarner sowie in der Ausführung mit Doppelkupplungsgetriebe den Autobahnassistenten, die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage und den Frontkollisionswarner 1.5. Diese Systeme sind optional auch für die Ausführung Spirit erhältlich, Totwinkelassistent und Querverkehrwarner allerdings nur in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe.
Die Basisversion Core bietet bereits ein hohes Ausstattungsniveau. Gegenüber der bisherigen Einstiegsversion Edition 7 wurde die Serienausstattung erweitert: LED-Tagfahrlicht, Dachreling, elektrische Fensterheber hinten, zusätzliche Parksensoren vorn, Mittelarmlehne vorn mit Staufach und ein USB-Ladeanschluss in der Tunnelkonsole hinten gehören nun dazu. Standard sind außerdem Klimaanlage, Rückfahrkamera, Dämmerungssensor, Parksensoren hinten, elektrische Fensterheber vorn mit Impulsfunktion an der Fahrertür, beheizbare Außenspiegel, Unterfahrschutzdesign vorn und hinten sowie Stoßfänger, Außenspiegel und Türgriffe in Wagenfarbe.
Je nach Ausführung sind weitere Ausstattungen verfügbar: Panoramadisplay mit digitalem Cockpit, digitaler Autoschlüssel, induktive Ladestation, Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer und LED-Rückleuchten, Klimaautomatik, Sitzheizung vorn, beheizbares Lenkrad, Ambientebeleuchtung, elektronische Parkbremse, zwei zusätzliche USB-C-Ladeanschlüsse hinten, selbstabblendender Innenrückspiegel, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Privacy-Verglasung und Solarglasfrontscheibe. Auf der Sonderausstattungsliste stehen ein elektrisches Glasschiebedach für den GT-Line sowie ein Uplift Kit zur Höherlegung des Fahrwerks für alle Ausführungen. Eine abnehmbare Anhängerkupplung soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
Der überarbeitete Stonic wird in vier aufeinander aufbauenden Ausführungen angeboten: Core, Vision, Spirit und GT-Line. Die Versionen Core und Vision sind mit der 74-Kilowatt-Variante des 1.0 T-GDI ausgestattet, die Ausführungen Spirit und GT-Line mit der 84,6 Kilowatt starken Mildhybridvariante des Motors. Der Modelljahr 2026 ist ab sofort bestellbar, die Auslieferungen beginnen Ende November. Die Preise starten bei 23.490 Euro für die Basisversion Core. Der bisherige Einstiegspreis lag bei 22.690 Euro. Trotz deutlich breiterer Serienausstattung und weiterer Produktverbesserungen fiel die Preiserhöhung moderat aus.
Laut Thomas Djuren, Geschäftsführer von Kia Deutschland, richte sich der Stonic an Kunden, denen bezahlbare Mobilität wichtig sei, die aber zugleich hohen Wert auf progressives Design, überdurchschnittliche Ausstattung und innovative Technologien legten. Der überarbeitete Stonic erfülle diese Ansprüche in jeder Hinsicht und biete darüber hinaus einen quirligen Turbomotor sowie eine hohe Zuverlässigkeit, die durch die 7-Jahre-Herstellergarantie gestützt sei.
Inbegriffen sind die 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie mit maximal 150.000 Kilometern sowie das 7-Jahre-Kia-Navigationskarten-Update. Für Neufahrzeuge ab Modelljahr 2022 mit Over-the-Air-fähiger Navigationssoftware bietet Kia im Rahmen des 7-Jahre-Navigationskartenupdates zwei kostenlose Aktualisierungen der Karten und der Fahrzeugsoftware als OTA-Updates an. Nach Ausschöpfung der beiden kostenlosen Updates können weitere Aktualisierungen bei einem autorisierten Kia-Händler eingespielt werden.
| Basis | Kia Stonic Modelljahr 2026 |
| Bauart | Kompakter Crossover |
| Länge | 4.165 mm |
| Luftwiderstandsbeiwert | 0,31 |
| Motor | 1,0-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner |
| Motorvariante 1 | 1.0 T-GDI 100 mit 74 kW (100 PS) |
| Motorvariante 2 | 1.0 T-GDI 115 48V mit 84,6 kW (115 PS) |
| Antrieb | Vorderradantrieb |
| Getriebe | Sechsgang-Schaltgetriebe serienmäßig, Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe optional ab Vision |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 1.0 T-GDI 100 Schaltgetriebe: 11,0 s, DCT: 12,1 s; 1.0 T-GDI 115 48V Schaltgetriebe: 10,7 s, DCT: 10,8 s |
| Höchstgeschwindigkeit | 1.0 T-GDI 115 48V: 182 km/h |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 1.0 T-GDI 100 Schaltgetriebe: 5,9 l/100 km, DCT: 5,8 l/100 km; 1.0 T-GDI 115 48V Schaltgetriebe: 5,7 l/100 km, DCT: 5,6 l/100 km |
| CO₂-Emission kombiniert | 1.0 T-GDI 100 Schaltgetriebe: 133 g/km, DCT: 131 g/km; 1.0 T-GDI 115 48V Schaltgetriebe: 129 g/km, DCT: 127 g/km |
| CO₂-Klasse | D (alle Varianten) |
| Anhängelast gebremst | 900 kg |
| Infotainment-Display | 30,2 cm (12,3 Zoll) Touchscreen |
| Felgen | 16 Zoll (Vision), 17 Zoll (Spirit, GT-Line) |
| Außenfarben | 9 Farbtöne, darunter Adventurous Green und Yacht Blue Metallic |
| Ausstattungslinien | Core, Vision, Spirit, GT-Line |
| Preis ab | 23.490 Euro (Core) |
| Marktstart | Bestellbar ab Oktober 2025, Auslieferungen ab Ende November 2025 |
| Garantie | 7 Jahre Herstellergarantie (max. 150.000 km) |