Gute Fahrt
· 06.04.2026
Kia präsentiert auf der Commercial Vehicle Show vom 21. bis 23. April 2026 in Birmingham zwei Premieren: Der PV5 Cargo mit Hochdach (L2H2) und der PV5 Cargo Standard (L1H1) feiern ihre Europapremiere. Die neuen Varianten ergänzen die im Dezember 2025 eingeführte Langversion mit Standarddach (L2H1) und erweitern damit das Angebot des Elektrotransporters, der bereits als „International Van of the Year 2026" ausgezeichnet wurde.
Die Hochdachversion kombiniert die längere Karosserie mit gesteigerter Innenhöhe. Laut Hersteller erreiche das Laderaumvolumen damit ein Niveau, das mit Transportern des M-Van-Segments konkurrieren könne, während die Außenmaße im S-Van-Segment verbleiben. Die kürzere Standardversion L1H1 setze dagegen auf kompakte Abmessungen für urbane Einsätze. Der Fokus liege hier auf effizienter Beladung und Wendigkeit im Stadtverkehr.
Beide Varianten basieren auf der modularen PBV-Architektur (Platform Beyond Vehicle) von Kia. Diese Plattform sei speziell für gewerbliche Anwendungen konzipiert und ermögliche verschiedene Aufbauten. Auf dem Messestand in Halle 5 (Stand 5C95) zeigt Kia entsprechende Umbaumodelle, die das Anpassungspotenzial für unterschiedliche Branchen demonstrieren sollen.
Neben den Fahrzeugvarianten stellt Kia in Birmingham das Ökosystem Kia Business Solutions vor. Das System umfasst mehrere digitale Dienste für Flottenbetreiber: Das Kia Business Portal dient als zentrale Verwaltungsplattform, während das Fleet Management System (FMS) Fahrzeugdaten erfasst und auswertet. Der Business-Modus in der Kia App bietet zusätzliche Funktionen für gewerbliche Nutzer, Kia Charge Business ermöglicht den Zugang zu öffentlichen Ladestationen.
Die Integration dieser Dienste ziele darauf ab, Flottenbetreibern einen besseren Überblick über Fahrzeugnutzung, Ladeverhalten und Betriebskosten zu verschaffen. Laut Erhan Eren, PBV-Direktor bei Kia Europe, solle die Kombination aus elektrischen Nutzfahrzeugen und digitalen Diensten die Verfügbarkeit der Flotten verbessern und den täglichen Betrieb effizienter gestalten.
Die Ladedienste seien auf die Anforderungen gewerblicher Nutzer zugeschnitten. Das System erfasse Ladevorgänge, dokumentiere Kosten und ermögliche eine zentrale Abrechnung. Flottenbetreiber könnten so den Energieverbrauch ihrer Fahrzeuge nachvollziehen und optimieren.
Mit der Präsenz auf der Commercial Vehicle Show unterstreicht Kia die Bedeutung des gewerblichen Segments. Nach dem Debüt im Vorjahr tritt die Marke nun zum zweiten Mal auf der britischen Nutzfahrzeugmesse auf. Die PBV-Strategie umfasse nicht nur verschiedene Fahrzeugvarianten, sondern ein ganzheitliches Konzept für geschäftliche Mobilität.
Die modulare Architektur erlaube unterschiedliche Radstände, Dachhöhen und Aufbauten. Kia biete damit Lösungen für verschiedene Transportaufgaben – vom kompakten Stadtlieferwagen bis zum volumenfähigen Transporter. Die elektrische Antriebstechnik sei dabei über alle Varianten hinweg identisch, was Wartung und Schulung vereinfache.
Eren betont: „Mit der Einführung von zwei neuen Konfigurationen, dem PV5 Cargo mit Hochdach und dem PV5 Cargo Standard, steigern wir die Flexibilität für ein breiteres Anwendungsspektrum und bieten zugleich die Betriebssicherheit, die unsere Kunden erwarten." Die vielseitige PBV-Palette und das Ökosystem Kia Business Solutions eröffneten den Kunden neue Möglichkeiten in ihrer Geschäftstätigkeit.
Technische Daten, Markteinführungstermine und Preise für die neuen PV5-Varianten gibt Kia zu einem späteren Zeitpunkt bekannt. Die Produktion der PV5-Baureihe erfolgt im slowakischen Werk Zilina, wo Kia seit 2025 auch vollelektrische Modelle fertigt.
| Basis | Kia PV5 Cargo |
| Varianten | L2H2 (Hochdach), L1H1 (Standard) |
| Auszeichnung | International Van of the Year 2026 |
| Produktionsstandort | Zilina, Slowakei |
| Antrieb | Elektrisch |
| Architektur | Platform Beyond Vehicle (PBV) |
| Markteinführung Langversion L2H1 | Dezember 2025 |