Kia Vision Meta Turismo verbindet Eleganz und Digitalisierung

Kia Vision Meta Turismo
Foto: Kia
Die Studie Vision Meta Turismo interpretiert den klassischen Gran Turismo neu: Kia kombiniert dynamische Fahrleistungen mit digitalen Erlebnissen und Lounge-Komfort. Drei Modi verwandeln das Cockpit.

Sanft-geometrische Formensprache trifft auf Cab-forward-Architektur

Kia hat auf der Mailänder Designwoche den Vision Meta Turismo präsentiert, eine Konzeptstudie für die elektrische Zukunft der Marke. Das Fahrzeug war bereits im Dezember 2025 anlässlich des 80-jährigen Markenjubiläums gezeigt worden. Bis zum 26. April steht die Studie im Salone dei Tessuti zur Besichtigung bereit, gemeinsam mit weiteren Elektrofahrzeug-Konzepten der Koreaner.

Die Studie basiert auf der Kia-Designphilosophie „Opposites United", die gegensätzliche Elemente miteinander verschmelzen lässt. Der Vision Meta Turismo verbindet drei zentrale Aspekte: leistungsbetontes Fahren, immersive digitale Interaktion und ein Lounge-ähnliches Raumangebot. Karim Habib, Executive Vice President und Designchef von Kia, erklärt: „Der Vision Meta Turismo ist ein bedeutender Meilenstein und zeigt, wie die Kia-Designphilosophie ‚Opposites United' auch unsere Zukunftsvision von Mobilität prägt. Indem wir den Spirit von Langstreckenfahrten der 1960er-Jahre mit den uneingeschränkten Möglichkeiten eines immersiven digitalen Erlebnisses in Einklang bringen, haben wir ein Fahrzeug geschaffen, das die Grenzen der Tradition überschreitet."

Die Karosserie zeichnet sich durch eine extreme Cab-forward-Architektur aus, bei der die Fahrgastzelle weit nach vorn rückt. Daraus ergibt sich eine niedrige und breite Silhouette mit schnittigem Profil. Die Formensprache kombiniert weich gezeichnete Oberflächen mit technischer Geometrie – ein charakteristisches Merkmal der „Opposites United"-Philosophie. Facettenreiche Oberflächen mit geschmeidigen Übergängen bilden kraftvolle, regelmäßige Kernelemente, die besonders bei Lichteinfall zur Geltung kommen. Diese Balance zwischen gefühlvoller Skulptur und technischer Präzision verleiht der Studie eine futuristische Ästhetik, die sowohl präzise gefertigt als auch natürlich fließend wirken soll.

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Die niedrige Nase betont die Cab-forward-Architektur zusätzlich. Im zurückgesetzten und abgedunkelten unteren Frontbereich finden sich technische Elemente wie Scheinwerfer und Kameras sowie Teile des X-förmigen Tagfahrlichts. Diese Gestaltung hebt laut Hersteller die schwebende Ästhetik und den Hochleistungscharakter der Studie hervor. Am Heck münden weiche, fließende Kurven in eine markante, scharf geschnittene Kante, die Aerodynamik und Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessern soll. Charakteristisch für die Rückansicht ist die extrem schlanke LED-Signatur: Ein horizontaler Leuchtstreifen umfasst auch die hinteren Fahrzeugecken und betont die optische Breite sowie den niedrigen Schwerpunkt.

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Asymmetrisches Innenraumkonzept mit unterschiedlichen Sitzwelten

Das Interieur des Vision Meta Turismo setzt auf ein asymmetrisches Konzept mit unterschiedlichen Erlebnisbereichen für Fahrer und Beifahrer. Der Fahrerplatz konzentriert sich auf funktionale Fokussierung und soll volle Konzentration am Steuer ermöglichen. Dazu gehören ein hochpräzises Kombiinstrument mit ultraflachem Display und ein für sportliches Fahren optimierter Sitz. Dieser verfügt über eine besonders leichte Rahmenstruktur sowie Mesh-Gewebe, das für Luftzirkulation sorgen soll.

Der Beifahrersitz basiert zwar auf der gleichen Formensprache und nutzt die gleichen Mesh-Materialien, unterscheidet sich jedoch strukturell deutlich. Er ermöglicht eine Lounge-ähnliche Sitzhaltung, die optimal für den Genuss von Inhalten mit erweiterter Realität über das 3D-Head-up-Display geeignet sein soll. Eine besondere Funktion: Im geparkten Fahrzeug lässt sich der Beifahrersitz um 180 Grad drehen, sodass der Beifahrer den Fondpassagieren gegenübersitzen kann. Diese asymmetrische Aufteilung unterstreicht die unterschiedlichen Nutzungsszenarien innerhalb des Fahrzeugs.

Die geometrischen, dynamisch aufwärtsstrebenden Linien der Studie umfassen das weitgestreckte Glashaus. Durch die Glasflächen wird eine innere Rahmenstruktur sichtbar, die aus schlanken Elementen besteht und Stärke sowie Leichtigkeit vermitteln soll. Die Designer ließen sich auch von Düsenflugzeugen inspirieren: Die Frontelemente, in die die oberen Teile des X-förmigen Tagfahrlichts und die Kameras der digitalen Außenspiegel integriert sind, orientieren sich an einem Canard – einem kleinen, flügelartigen Vorsprung am Flugzeugbug.

Das großzügige Raumangebot und die innovative Aufteilung ermöglichen den Insassen laut Kia ein äußerst immersives Erlebnis. Die fortschrittlichen digitalen Technologien sollen die Basis für einen Paradigmenwechsel im Nutzererlebnis legen. Dabei spielt die Verbindung von analoger Haptik und digitaler Technologie eine zentrale Rolle – ein Konzept, das sich durch das gesamte Interieur zieht.

Drei digitale Modi verwandeln das Fahrerlebnis

Das Lenkrad des Vision Meta Turismo dient als zentrale Schnittstelle für drei unterschiedliche digitale Erlebnismodi: „Speedster", „Dreamer" und „Gamer". Die Gestaltung des Lenkrads sei durch Gaming-Controller inspiriert und verkörpere die Kia-Vision von intuitiven Schnittstellen der nächsten Generation. Die individuellen Modi sollen das Nutzererlebnis je nach Fahrumgebung und Szenario steigern.

Der Modus „Speedster" konzentriert sich darauf, das Erlebnis von Geschwindigkeit beim sportlichen Fahren spürbar zu vermitteln – nicht nur durch Zahlen. Ein Weitwinkel-Head-up-Display mit erweiterter Realität simuliert ein immersives visuelles Erlebnis, ergänzt durch dynamische sequenzielle Licht- und Soundeffekte. „Dreamer" richtet sich in erster Linie an lebhafte städtische Umgebungen. Das Konzept nutzt virtuelle Ebenen, um den Insassen mithilfe des AR-Head-up-Displays und von AR-Brillen ein einzigartiges, immersives Erlebnis zu bieten. Der Modus „Gamer" lässt sich beim Parken aktivieren und unterstreicht die anhaltende Verbindung von Fahrzeug und Nutzer, die auch während einer Pause oder nach Ankunft am Ziel gemeinsam mit den Mitfahrenden genossen werden kann. Zu den Aktivitäten gehört virtuelles Rennfahren mit AR-Head-up-Display und Lenkrad sowie ein Außenprojektor, durch den ein Gaming-Treffpunkt geschaffen werden kann.

Ergänzt werden die digitalen Modi durch eine Reihe analoger Bedienelemente, die digitale Technologien nutzen, um haptisches Feedback und physische Simulationen zu erzeugen. Diese Steuerungselemente lassen sich optional nahtlos in die minimalistische zentrale Cockpitstruktur integrieren und ermöglichen, sobald sie aktiviert sind, sofortigen Zugriff auf die betreffenden Funktionen.

Ein Joystick ermöglicht virtuelle Gangwechsel und simuliert das Schalten eines Automatikgetriebes, um das Fahrerlebnis zu intensivieren. Zusammen mit virtuellen Motorgeräuschen und den zugehörigen Vibrationen soll sich damit beim Fahren das Gefühl verstärken, eins mit dem Auto zu sein. Die Taste „Launch Control & GT-Boost" aktiviert die maximale Leistung des Elektroantriebs und sorgt damit für einen sofortigen Beschleunigungsschub. Ein Drehregler für virtuellen Motorsound und zur Regulierung der Fahrdynamik ermöglicht eine einfache und intuitive Steuerung der Fahrzeugmodi. Er passt die virtuelle Motorrückmeldung, das Ansprechverhalten des Fahrwerks und das allgemeine Fahrgefühl an, sodass der Fahrer seinen Fahrstil individualisieren kann.


Technische Daten im Überblick

FahrzeugtypElektrofahrzeug-Konzeptstudie
DesignphilosophieOpposites United
ArchitekturCab-forward mit niedriger, breiter Silhouette
KarosseriegestaltungSanft-geometrische Formensprache
Beleuchtung vornX-förmiges Tagfahrlicht
Beleuchtung hintenHorizontaler LED-Leuchtstreifen
GlashausWeitgestreckt mit sichtbarer innerer Rahmenstruktur
SitzeMesh-Gewebe mit leichter Rahmenstruktur
BeifahrersitzUm 180 Grad drehbar
Display-SystemeUltraflaches Kombiinstrument, 3D-Head-up-Display mit AR
Digitale ModiSpeedster, Dreamer, Gamer
BedienelementeJoystick für virtuelle Gangwechsel, Launch Control & GT-Boost-Taste, Drehregler für Fahrdynamik
ErstpräsentationDezember 2025 (Kia-Jubiläum)
Öffentliche PräsentationMailänder Designwoche 2026
AusstellungsortSalone dei Tessuti, Via S. Gregorio 29/A, Mailand
AusstellungsdauerBis 26. April 2026

Auf einen Blick

  • Konzeptstudie Vision Meta Turismo kombiniert dynamische Fahrleistungen mit digitalen Erlebnissen und Lounge-Komfort
  • Cab-forward-Architektur mit niedriger, breiter Silhouette und sanft-geometrischer Formensprache nach Designphilosophie „Opposites United"
  • Asymmetrisches Innenraumkonzept mit sportlichem Fahrersitz und drehbarem Lounge-Beifahrersitz
  • Drei digitale Modi über das Lenkrad wählbar: Speedster, Dreamer und Gamer für unterschiedliche Nutzungsszenarien
  • Öffentliche Präsentation auf der Mailänder Designwoche bis 26. April 2026 im Salone dei Tessuti

GUTE FAHRT Video-Empfehlungen zum Kia Vision Meta Turismo