Der Honda Prelude schrieb Automobilgeschichte als Vorreiter innovativer Technologien. 1978 in Japan vorgestellt, feierte das Coupé ein Jahr später auf der International Auto Show in Amsterdam seine Europapremiere. Von Beginn an verband die Baureihe sportliches Design mit praktischem Nutzen: Alle Generationen boten Platz für vier Personen, während fortschrittliche Technik für Fahrspaß und Effizienz sorgte. Der Name war Programm – als Auftakt zu einer Reihe von Hochleistungs-Coupés, die durch auffälliges Design, mitreißende Fahrleistungen und innovative Technologie überzeugten.
Die erste Generation kombinierte eine flache zweitürige Karosserie mit einem geräumigen Innenraum. Ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 80 PS und obenliegender Nockenwelle trieb das Coupé an. Das Layout mit zwei Ventilen pro Zylinder galt damals als modern. In Japan arbeitete der Motor mit der CCVC-Technologie von Honda, die eine Magerverbrennung ermöglichte und die Emissionen senkte. Die fortschrittliche Einzelradaufhängung an allen vier Rädern gehörte ebenso zur Ausstattung wie die optional erhältliche Servolenkung – eine Seltenheit in dieser Fahrzeugklasse. Das Hondamatic-System verband als weitere Option den Komfort eines Automatikgetriebes mit der Reaktionsfreudigkeit eines Schaltgetriebes.
Die zweite Generation startete 1983 und behielt die bewährte Erfolgsformel bei. Markante Pop-up-Scheinwerfer prägten das Außendesign und senkten sich im ausgeschalteten Zustand bündig in die Motorhaube, um den Luftwiderstand zu verringern. Der längere Radstand schuf mehr Innenraum, eine verstellbare Lenksäule erhöhte den Komfort. Ab 1985 erhielt der Prelude einen Motor mit dem aus der Formel 1 stammenden Multipoint-PGM-FI-System zur programmierten Kraftstoffeinspritzung. Die vom Motorsport inspirierte Doppelquerlenker-Aufhängung vorne und das erste fortschrittliche elektronische Antiblockiersystem von Honda rundeten das technische Paket ab.
Die dritte Generation markierte 1987 einen Meilenstein in der Automobilgeschichte. Als weltweit erstes Serienfahrzeug verfügte der Prelude über eine Allradlenkung. Das mechanische System ermöglichte das Einlenken sowohl der Vorder- als auch der Hinterräder und verbesserte zusammen mit der optimierten Doppelquerlenker-Aufhängung vorne und hinten das Handling und die Agilität deutlich. Hochfester Stahl kam in der gesamten Karosseriestruktur zum Einsatz und verbesserte den Insassenschutz bei einem Aufprall. Der Innenraum bot noch mehr Platz als zuvor, elektrische Fensterheber und Tempomat gehörten nun zur Serienausstattung.
Die vierte Generation ab 1991 stellte eine radikale Neugestaltung dar. Honda wollte etablierte Premium-Coupé-Modelle aus Europa herausfordern. Schlanke Halogeneinheiten ersetzten die Klappscheinwerfer des Vorgängers. Der Innenraum bestach durch markantes Design, luxuriöse Materialien und futuristische Elektrolumineszenz-Anzeigen. Die Allradlenkung wurde nun elektronisch gesteuert. der Bezeichnung Hyper 4WS trug das weiterentwickelte System dazu bei, das Fahrverhalten zu verbessern und gleichzeitig ein natürliches Lenkgefühl zu bewahren. Ein 2,2-Liter-Vierzylinder als Top-Motorisierung arbeitete mit dem Honda VTEC-System zur variablen Ventilsteuerung. Die kompakte Bauweise der Doppelquerlenker-Aufhängung ermöglichte es den Konstrukteuren, die Frontfläche des Fahrzeugs klein und niedrig zu halten, was die Aerodynamik weiter verbesserte.
Die fünfte Generation kehrte 1996 zu traditionelleren, geradlinigen Designelementen zurück und trat in einen hart umkämpften Coupé-Markt ein. Die Allradlenkung wurde weiter verfeinert, die bis dahin leistungsstärkste Version des 2,2-Liter-VTEC-Motors produzierte bis zu 200 PS. Um die zusätzliche Leistung kontrolliert auf die Straße zu bringen, debütierte das ATTS von Honda – eines der weltweit ersten Torque-Vectoring-Systeme. Es leitete in Kurven automatisch Kraft auf das äußere Vorderrad, um die Bodenhaftung zu verbessern und das Untersteuern zu reduzieren. Ein neues Fünfgang-Automatikgetriebe mit sequenzieller Schaltoption im Motorsportstil rundete das Angebot ab.
Nach 25 Jahren kehrt der Prelude 2026 zurück und setzt auf einen e:HEV Vollhybridantrieb. Das hochmoderne Antriebssystem kombiniert einen 2,0-Liter-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren und liefert ein Drehmoment von 315 Nm. Laut Hersteller überzeuge das System mit direkter Leistungsentfaltung und hervorragender Effizienz. Das Design orientiere sich an der Anmut und Eleganz moderner Segelflugzeuge.
Das neue Honda S+ Shift System simuliert das Schaltgefühl eines schnell ansprechenden Achtstufen-Automatikgetriebes. Es arbeitet in Kombination mit der Active Sound Control und mit den Display-Anzeigen, um Motorgeräusche, Drehzahlen und Fahrgeschwindigkeit aufeinander abzustimmen. Laut Hersteller erzeuge dies ein Gefühl der Synchronisation zwischen Fahrer und Fahrzeug und hebe das Fahrvergnügen auf ein neues Niveau.
Im Innenraum bietet der Prelude Platz für vier Personen. Ein hochwertiges und raffiniertes Design prägt den Innenraum. Hinter der großen Heckklappe verbirgt sich ein vielseitig nutzbarer Kofferraum. Die Honda SENSING Technologie und umfassende Fahrerassistenzsysteme tragen laut Hersteller zu einem hohen Maß an Sicherheit bei. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch liegt bei 5,2 Litern pro 100 Kilometer, die CO₂-Emissionen betragen 117 Gramm pro Kilometer. Dies entspricht der CO₂-Klasse D.
| Basis | Honda Prelude, sechste Generation |
| Bauzeit | ab 2026 |
| Bauart | Zweitüriges Coupé |
| Sitzplätze | Vier Personen |
| Antrieb | e:HEV Vollhybrid |
| Motor | 2,0-Liter-Benzinmotor mit zwei Elektromotoren |
| Drehmoment | 315 Nm |
| Getriebe | S+ Shift System (simuliert Achtstufen-Automatik) |
| Verbrauch kombiniert | 5,2 l/100 km |
| CO₂-Emissionen kombiniert | 117 g/km |
| CO₂-Klasse | D |
| Besonderheiten | Active Sound Control, Honda SENSING, große Heckklappe |