Mustang GTD Competition durchbricht Sechseinhalb-Minuten-Marke

Gute Fahrt

 · 07.05.2026

Mustang GTD Competition
Foto: Ford
Ford setzt mit dem Mustang GTD Competition eine neue Bestmarke auf der Nordschleife. Die optimierte Version des Supersportwagens unterbietet die bisherige Zeit um mehr als elf Sekunden.

Vom Straßensportwagen zum Nordschleifen-Jäger

Weniger als zwölf Monate nach dem Durchbruch der Sieben-Minuten-Marke hat Ford mit dem Mustang GTD Competition eine neue Dimension erreicht. Die Zeit von 6:40,835 Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife markiert einen deutlichen Sprung gegenüber der vorherigen Bestmarke des Serienmodells, das bei 6:52,072 Minuten lag. Am Steuer saß erneut Dirk Müller, Werksfahrer von Ford Racing und Multimatic, der das Fahrzeug durch die 20,8 Kilometer lange Strecke pilotierte.

Der GTD Competition repräsentiert die Spitze der Mustang GTD-Produktlinie und schlägt nach Aussage von Jim Farley, Präsident und CEO der Ford Motor Company, die Brücke zwischen GT3-Rennwagen und Supersportwagen mit Straßenzulassung. In der Rangliste der Vorserienfahrzeuge und Prototypen am Nürburgring belegt das Fahrzeug damit den sechsten Platz. Zwei Wochen zuvor hatte bereits der Ford GT Mk IV eine Rekordzeit für amerikanische Marken aufgestellt, sodass Ford nun die beiden schnellsten Rundenzeiten einer US-Marke auf der Nordschleife hält.

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Die Entwicklung des GTD Competition folgte einem klaren Konzept: Motorsport-Technologie direkt in ein Straßenfahrzeug zu übertragen. Mark Rushbrook, globaler Leiter von Ford Racing, betont, dass die Renningenieure im Wettbewerb stünden, Ford-Fahrzeuge zu verbessern, wobei jedes Gelände als Testgelände diene. Diese Philosophie spiegelt sich in den technischen Modifikationen wider, die das Team für die Rekordfahrt umsetzte.

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Leistungssteigerung durch Hardware-Optimierung

Das Herzstück des GTD Competition bildet der 5,2-Liter-V8-Kompressormotor, der durch Hardware-Updates und aggressive Optimierungen über die 826 PS des ursprünglichen Mustang GTD hinausgeht. Die genaue Leistungsziffer nennt Ford nicht, doch die Zeitverbesserung von mehr als elf Sekunden deutet auf einen signifikanten Zuwachs hin. Die Ingenieure konzentrierten sich dabei auf Kernbereiche, die für die Nordschleife entscheidend sind.

Die Aerodynamik erfuhr umfassende Überarbeitungen. Basierend auf dem vorhandenen Luftwiderstandsreduzierungssystem DRS erhielt der Competition Modifikationen an den Heckflügeln, sekundäre vordere Leitflügel sowie hintere Carbon-Aero-Discs an den Hinterrädern. Diese Maßnahmen steigerten den Gesamtabtrieb, ohne die Effizienz oder die aerodynamische Balance zu beeinträchtigen. Gerade auf der Nordschleife mit ihren schnellen Passagen und abrupten Richtungswechseln spielt die Balance zwischen Abtrieb und Luftwiderstand eine zentrale Rolle.

Parallel dazu arbeitete das Team an der Gewichtsreduzierung. Neue Magnesium-Räder ersetzten die bisherigen Komponenten, Carbon-Schalensitze reduzierten das Gewicht im Innenraum, und ein leichteres Dämpfersystem trug ebenfalls zur Massenoptimierung bei. Zusätzliche, nicht näher spezifizierte Maßnahmen ergänzten das Paket. Die verbesserte Bodenhaftung resultiert aus neuen Hochleistungsreifen, die speziell für die extremen Anforderungen der Nordschleife ausgelegt wurden.

Teamleistung hinter der Rekordzeit

Die reine Hardwareentwicklung erklärt nach Aussage von Mark Rushbrook nur einen Teil des Erfolgs. Eine Zeit von 6:40 Minuten auf dem Nürburgring sei nicht allein durch bessere Komponenten zu erreichen. Der GTD Competition sei das direkte Ergebnis davon, Motorsport-Erfahrungen für ein Straßenfahrzeug zu nutzen, unterstützt von einem Team von Ingenieuren, die ihre Nächte und ihren Urlaub opferten, um jede Millisekunde auszunutzen.

Namentlich erwähnt werden die Ingenieure Peter Küchler, Sam Aschtiani und Steve Thompson, die maßgeblich am Projekt beteiligt waren. Thompson bewies die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs dabei selbst: Als Ford-Renningenieur pilotierte er den GTD Competition in einer Zeit von 6:49,337 Minuten um die Nordschleife – schneller als die ursprüngliche Bestzeit von Thomas Schulze im Serienmodell. Dies unterstreicht, dass das Fahrzeug nicht nur in den Händen eines professionellen Rennfahrers wie Dirk Müller sein Potenzial entfaltet.

Jim Farley bezeichnet den Mustang GTD Competition als mehr als einen Supersportwagen der Weltklasse. Er sei der Ausdruck dafür, dass das Team seine gesamte Erfahrung einsetze, um jedes Detail zu perfektionieren. Die Zeit von 6:40,8 Minuten habe dies der ganzen Welt Beweis gestellt. In Anerkennung der Exklusivität dieser Leistung wird der GTD Competition künftig nur als Sondermodell in streng limitierter, mit Seriennummer versehener Stückzahl in Nordamerika angeboten. Die Rekordfahrt fand am 17. April 2026 statt, exakt am 62. Geburtstag des Ford Mustang, was der Leistung zusätzliche symbolische Bedeutung verleiht. Eine Homologation für den deutschen Markt ist nicht geplant.


Im Überblick

BasisFord Mustang GTD
BauartZweisitziges Coupé
Motor5,2-Liter-V8-Kompressor
LeistungÜber 826 PS
AerodynamikDRS-System mit modifizierten Heckflügeln, sekundären vorderen Leitflügeln, hinteren Carbon-Aero-Discs
RäderMagnesium
SitzeCarbon-Schalensitze
DämpfersystemLeichtbau-Ausführung
Rundenzeit Nürburgring-Nordschleife6:40,835 Minuten
Fahrer RekordfahrtDirk Müller
Datum Rekordfahrt17. April 2026
VerfügbarkeitNordamerika, streng limitierte Stückzahl

Auf einen Blick

  • Neue Rekordzeit von 6:40,835 Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife
  • Über elf Sekunden schneller als das Serienmodell Mustang GTD
  • Leistungssteigerung des 5,2-Liter-V8-Kompressormotors über 826 PS hinaus
  • Optimierte Aerodynamik mit DRS-System und Carbon-Aero-Komponenten
  • Gewichtsreduzierung durch Magnesium-Räder und Carbon-Schalensitze
  • Sechstschnellste Zeit in der Kategorie Vorserienfahrzeuge/Prototypen am Nürburgring
  • Streng limitierte Verfügbarkeit als Sondermodell in Nordamerika

GUTE FAHRT Video-Empfehlungen zum Ford Mustang GTD Competition