Gute Fahrt
· 29.05.2026
Die FIA World Rally-Raid Championship erreicht mit dem dritten Lauf des Jahres die Saisonhalbzeit. Vom 24. bis 29. Mai 2026 findet der Desafío Ruta 40 in Argentinien statt, eine Veranstaltung, die nach zweijähriger Pause in den Kalender zurückkehrt. Für die Dacia Sandriders bedeutet dieser Wettbewerb Neuland, denn das Team tritt erstmals bei dieser südamerikanischen Rallye an.
Die Ausgangslage könnte kaum besser sein. Nach Siegen bei der Dakar Rally im Januar und beim Rally-Raid Portugal im März führen die Dacia Sandriders sämtliche Wertungen der Meisterschaft an – sowohl bei den Fahrern als auch bei den Navigatoren und in der Herstellerwertung. Mit drei Fahrzeugen der Ultimate-Kategorie, die mit nachhaltigem Kraftstoff von ARAMCO betrieben werden und auf BFGoodrich-Reifen rollen, strebt das Team eine weitere Podiumsplatzierung an.
Die Strecke startet und endet in San Juan im Westen Argentiniens. Insgesamt umfasst der Desafío Ruta 40 eine Gesamtdistanz von 2.993 Kilometern, wovon 1.726 Kilometer als Wertungsprüfungen gegen die Uhr gefahren werden. Das Terrain variiert stark und fordert von den Crews höchste Konzentration: Sanddünen wechseln sich mit Flussquerungen ab, Salzebenen müssen durchquert werden, und hochgelegene Gebirgsetappen bis auf 3.200 Meter Höhe stellen besondere Anforderungen an Material und Mensch.
Erstmals seit 2017 führt die Route wieder nach San Rafael in der Provinz Mendoza, einer Region, die für ihre spektakulären Landschaften bekannt ist. Die 13. Ausgabe des Desafío Ruta 40 kehrt damit nach ihrer letzten Austragung im Jahr 2024 in die World Rally-Raid Championship zurück und bietet den Teams eine anspruchsvolle Herausforderung mit abwechslungsreichem Charakter.
Das Aufgebot der Dacia Sandriders bleibt gegenüber den bisherigen Saisonläufen unverändert. Drei Fahrzeug-Crews treten an, die bereits bei der Dakar und in Portugal ihre Leistungsfähigkeit Beweis gestellt haben.
Sébastien Loeb und sein Navigator Édouard Boulanger gehen als Spitzenreiter der Fahrer- beziehungsweise Navigatorenwertung an den Start. Das französische Duo hatte den Rally-Raid Portugal für sich entschieden und reist mit entsprechendem Selbstvertrauen nach Südamerika. Loeb, neunfacher Rallye-Weltmeister, und Boulanger bilden eine eingespielte Einheit, die im Dacia Sandrider bereits mehrfach ihre Schnelligkeit demonstriert hat.
Nasser Al-Attiyah aus Katar wird erneut von dem Belgier Fabian Lurquin navigiert. Gemeinsam gewannen sie die Dakar 2026 und wollen sich nach dem herausfordernden Verlauf in Portugal zurückmelden. Al-Attiyah bringt besondere Erfahrung für diesen Wettbewerb mit: Er gewann den Desafío Ruta 40 bereits 2023. Zudem errang der Katarer drei seiner insgesamt sechs Dakar-Siege in der Zeit zwischen 2009 und 2019, als die berühmteste aller Wüstenrallyes noch in Südamerika ausgetragen wurde. Diese Erfahrung auf südamerikanischem Terrain könnte sich als entscheidender Vorteil erweisen.
Lucas Moraes, der amtierende W2RC-Weltmeister, reist aus seinem Heimatland Brasilien an. Der Deutsche Dennis Zenz übernimmt die Navigation. Seit ihrem Einstieg bei den Dacia Sandriders zur Saison 2026 haben Moraes und Zenz kontinuierlich ihre Leistung gesteigert. Der vierte Platz beim Rally-Raid Portugal markierte ihr bestes Ergebnis und gibt Rückenwind für den Wettbewerb in Argentinien.
Die erste Etappe am 25. Mai führt als Rundkurs um San Juan und konfrontiert die Teilnehmer anderem mit trockenen Flussbetten. Diese ausgetrockneten Wasserläufe erfordern präzise Navigation und eine robuste Fahrweise, da sich die Bodenbeschaffenheit schnell ändern kann.
Am 26. Mai folgt die längste Etappe des Rennens. Auf 720 Kilometern geht es Richtung Süden nach Mendoza mit dem Ziel San Rafael. Die Crews bewältigen Schotter, Salzflächen und Sand, bevor Asphaltpassagen und Dünen die Vielseitigkeit dieser Prüfung unterstreichen. Die Länge dieser Etappe stellt hohe Anforderungen an die Konzentration und Ausdauer aller Beteiligten.
Die dritte Etappe am 27. Mai umfasst 409 Kilometer Wertungsprüfung und führt durch die Dünen von El Nihuil. Schnelle Abschnitte auf Salzflächen wechseln sich mit technischen Bergpassagen ab, die präzises Fahren verlangen. Diese Mischung aus Hochgeschwindigkeitspassagen und anspruchsvollen Geländeabschnitten macht die Etappe zu einer der vielseitigsten des Rennens.
Am 28. Mai steht die Rückkehr nach San Juan über die Anden auf dem Programm. Die Route führt bis auf 3.200 Meter Höhe und konfrontiert die Teams mit technischen, steinigen Passagen sowie Fesh-Fesh, jenem feinen Wüstenstaub, der die Sicht einschränkt und die Navigation erschwert. Die Höhenlage stellt zusätzliche Anforderungen an die Motorleistung und das Fahrverhalten der Fahrzeuge.
Die finale Etappe am 29. Mai bringt weitere Höhenlagen und Flussbetten. Der Streckencharakter nähert sich klassischen Rallyeprüfungen an, was den vielseitigen Anforderungen des Desafío Ruta 40 entspricht. Nach dieser letzten Prüfung fällt die Entscheidung über die Platzierungen.
Aktuell steht das Duo Al-Attiyah und Lurquin mit einem Rückstand von lediglich sieben Sekunden auf dem zweiten Platz des Gesamtrankings. Diese minimale Differenz unterstreicht die Spannung des Wettbewerbs und zeigt, dass jede Sekunde zählt.
Der Desafío Ruta 40 findet zu einem kritischen Zeitpunkt der Saison statt. Nach diesem dritten Lauf verbleiben nur noch zwei weitere Veranstaltungen im Kalender der FIA World Rally-Raid Championship. Für die Dacia Sandriders bedeutet dies, dass jeder Punkt in den drei Meisterschaftswertungen von Bedeutung ist.
Die Konkurrenz ist stark, und die Herausforderungen des argentinischen Wettbewerbs sind vielfältig. Das Team konzentriert sich darauf, seine Führung in allen drei Wertungen zu verteidigen und auszubauen. Die Kombination aus erfahrenen Fahrern wie Al-Attiyah, der seine Südamerika-Expertise einbringen kann, und schnellen Piloten wie Loeb, der bereits in Portugal triumphierte, gibt dem Team eine breite Aufstellung.
Der Einsatz von nachhaltigem Kraftstoff unterstreicht das Engagement des Teams für umweltfreundlichere Technologien im Motorsport. Die Ultimate-Kategorie, in der die Dacia Sandriders antreten, repräsentiert die Spitze der technischen Entwicklung im Rally-Raid-Sport.
Die Medienberichterstattung erfolgt über den Sportity-Medienkanal, wo sämtliche Informationen, Zusammenfassungen der Schlüsselmomente und Pressemitteilungen verfügbar sind. Offizielle Bilder stehen auf der Medienplattform des Teams bereit.
Mit drei konkurrenzfähigen Besatzungen und der bisherigen Erfolgsbilanz der Saison gehen die Dacia Sandriders als Favoriten in den Desafío Ruta 40. Die kommenden Tage werden zeigen, ob das Team seine Führung in der Meisterschaft weiter ausbauen kann oder ob die Konkurrenz in den anspruchsvollen Anden Argentiniens zurückschlagen wird.
| Veranstaltung | Desafío Ruta 40 2026 |
| Austragungsort | San Juan, Argentinien |
| Zeitraum | 24. bis 29. Mai 2026 |
| Anzahl Etappen | 5 |
| Wertungsprüfung | 1.726 km |
| Gesamtdistanz | 2.993 km |
| Kategorie | FIA World Rally-Raid Championship (W2RC) Ultimate |
| Kraftstoff | Nachhaltiger Kraftstoff (ARAMCO) |
| Reifen | BFGoodrich |
| Höchste Passage | 3.200 m (Anden) |
| Längste Etappe | 720 km (Etappe 2) |