Im Juli 1986 erweiterte Citroën die BX-Baureihe um eine sportliche Variante, die den bisherigen BX Sport ablöste. Der BX GTi sollte demonstrieren, dass hohe Fahrleistungen und der typische Citroën-Komfort keine Gegensätze darstellen müssen. Designer Carl Olsen, der bereits am AX und CX der Serie 2 gearbeitet hatte, zeichnete für die optische Überarbeitung verantwortlich. Die Modellpflege brachte breitere Kotflügel an Vorder- und Hinterachse, umlaufende Stoßfänger in Wagenfarbe sowie weiße Blinker, die nun auf gleicher Höhe mit den Scheinwerfern positioniert waren. Zur Verbesserung des Korrosionsschutzes erhielt die gesamte Karosserie eine Verzinkung.
Mit einer Länge von 4,24 Metern präsentierte sich der BX GTi als kompakte Sportlimousine. Charakteristische Merkmale bildeten der Heckspoiler, die vom BX Sport übernommenen Nebelscheinwerfer sowie spezielle Radkappen und Bereifung. Dezente GTi-Logos an den hinteren Seitenverkleidungen und der Heckklappe kennzeichneten die sportliche Ausrichtung. Das Fahrzeug basierte auf dem erfolgreichen BX, der seit seiner Präsentation im Oktober 1982 am Fuße des Eiffelturms über 2,3 Millionen Mal produziert wurde. Die Karosseriegestaltung stammte ursprünglich vom italienischen Designer Marcello Gandini bei Bertone.
der Motorhaube arbeitete ein Vierzylinder-Aggregat mit acht Ventilen und elektronischer Kraftstoffeinspritzung. Die Leistung betrug 92 kW, was 125 DIN-PS entspricht. Bei 4.500 Umdrehungen pro Minute stellte der Motor ein maximales Drehmoment von 175 Newtonmetern bereit. Diese Werte ermöglichten eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 8,9 Sekunden. Für den ersten Kilometer aus dem Stand benötigte der BX GTi 30,5 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit lag knapp der 200-km/h-Marke.
Das Leergewicht von nur 1.025 Kilogramm resultierte in einem Leistungsgewicht von 8,2 Kilogramm pro PS. Dieser Wert bewegte sich auf dem Niveau typischer Sportwagen und übertraf die meisten Konkurrenten im Segment. Die geringe Masse trug wesentlich zur Agilität und Dynamik des Fahrzeugs bei. Die Konstruktion kombinierte sportliche Fahrleistungen mit praktischer Alltagstauglichkeit. Vier Scheibenbremsen, eine Servolenkung und optional verfügbares ABS sorgten für ein reaktionsschnelles Fahrverhalten bei gleichzeitig hoher Sicherheit.
Die legendäre hydropneumatische Federung von Citroën kam auch im BX GTi zum Einsatz. Im Vergleich zu anderen BX-Versionen erhielt sie eine straffere Abstimmung, um den sportlichen Charakter zu unterstreichen. Dennoch blieb der Komfort auf hohem Niveau erhalten. Die Federung glich Fahrbahnunebenheiten effektiv aus und gewährleistete gleichzeitig eine stabile Straßenlage auch bei höheren Geschwindigkeiten. Diese Kombination aus Sportlichkeit und Komfort stellte eine der größten Stärken des Fahrzeugs dar.
Die Serienausstattung umfasste höhenverstellbare Veloursitze, einen elektrisch verstellbaren Beifahrerspiegel, Zentralverriegelung und ein spezielles Kombiinstrument mit sechs Anzeigen. Eine Warnleuchte für nicht ordnungsgemäß geschlossene Türen sowie eine Radio-Vorinstallation gehörten ebenfalls zum Lieferumfang. Als Sonderausstattung standen Ledersitze, ein elektrisches Schiebedach, ein Bordcomputer, Leichtmetallfelgen, eine Klimaanlage und ein Hi-Fi-Paket zur Verfügung.
Im Modelljahr 1988 folgte mit dem BX GTi 16V eine leistungsgesteigerte Variante. Der neue 1,9-Liter-Motor XU9J4 leistete 118 kW, was 160 PS bei 6.500 Umdrehungen pro Minute entspricht. Die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 218 km/h, während die Beschleunigung von null auf 100 km/h in 7,9 Sekunden erfolgte. ABS gehörte zur Serienausstattung. Citroën zählte damit zu den ersten französischen Herstellern, die Mehrventilmotoren im Massenmarkt anboten.
Äußerlich unterschied sich der 16V durch schlankere Stoßfänger in Wagenfarbe, schwarze Zierleisten, Seitenschweller und Leichtmetallräder mit Hochleistungsreifen von Michelin. Das Fahrwerk erhielt eine neue Abstimmung, um der gesteigerten Leistung gerecht zu werden. Der komplett schwarze Innenraum verfügte über Sitze mit verbessertem Seitenhalt sowie ein Dreispeichen-Sportlenkrad.
Im Jahr 1989 erweiterte der BX GTi 4x4 die Modellpalette. Der permanente Allradantrieb bestand aus einem Verteilergetriebe an der Vorderachse und einem Sperrdifferenzial an der Hinterachse. Die Drehmomentverteilung erfolgte im Verhältnis 53:47 Prozent zwischen Vorder- und Hinterachse. Über eine elektrische Steuerung ließ sich das Mitteldifferenzial sperren.
Ab 1990 stellte die gesamte Baureihe auf bleifreies Superbenzin um, wodurch die Leistung auf 90 kW (123 PS) sank, ohne dass sich dies auf Fahrleistung oder Kraftstoffverbrauch auswirkte. Im Juli 1991 wurden Leichtmetallfelgen und das Sportlenkrad aus der 16V-Version zur Serienausstattung. Servolenkung und verbesserte Geräuschdämmung hielten serienmäßig Einzug in die gesamte Baureihe. Ein Jahr später folgten eine serienmäßige Klimaanlage, schwarze Polster und ein 66-Liter-Kraftstofftank. Im Juli 1993 endete mit der flächendeckenden Einführung des Katalysators die Produktion des BX GTi.
| Basis | Citroën BX |
| Bauzeit | Juli 1986 - Juli 1993 |
| Bauart | Viertürige Schräghecklimousine |
| Länge | 4.240 mm |
| Motor | Vierzylinder, 8 Ventile, elektronische Kraftstoffeinspritzung |
| Hubraum | 1.905 cm³ |
| Leistung | 92 kW (125 PS) |
| Drehmoment | 175 Nm bei 4.500 U/min |
| Leergewicht | 1.025 kg |
| Leistungsgewicht | 8,2 kg/PS |
| Beschleunigung 0-100 km/h | 8,9 s |
| Beschleunigung 0-1.000 m | 30,5 s |
| Höchstgeschwindigkeit | ca. 200 km/h |
| Federung | Hydropneumatisch, sportlich abgestimmt |
| Bremsen | Vier Scheibenbremsen |
| ABS | Optional |
| Gesamtproduktion BX | 2,3 Millionen Einheiten |