BMW Autobahnassistent knackt 200-Millionen-Kilometer-Marke

BMW Autobahnassistent
Foto: BMW
BMW Kunden haben über 200 Millionen Kilometer freihändig mit dem Autobahnassistenten zurückgelegt. Die neue Generation erweitert die Verfügbarkeit von einem auf über 20 europäische Länder.

Assistiertes Fahren erreicht neue Dimension

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Mehr als 200 Millionen Kilometer haben BMW Fahrer mittlerweile freihändig auf Autobahnen zurückgelegt. Der Autobahnassistent, der in Modellen wie der 5er und 7er Reihe, dem iX, X5, X6, X7, XM sowie dem neuen iX3 zum Einsatz kommt, hat sich im Alltag etabliert. Das System ermöglicht assistiertes Fahren ohne Hände am Lenkrad bis zu einer Geschwindigkeit von 130 Stundenkilometern. Dabei übernimmt die Technik sowohl die Längs- als auch die Querführung des Fahrzeugs.

Dr. Mihiar Ayoubi, Leiter Entwicklung Fahrerlebnis bei BMW, betont die Bedeutung dieser Meilensteinmarke: „Das symbiotische Zusammenspiel von Fahrer und Fahrerassistenz beim freihändigen Fahren mit unserem Autobahnassistenten und das zugrunde liegende Sicherheitskonzept sind einzigartig in der Industrie. Über 200 Millionen freihändig gefahrene Autobahnkilometer im realen Kundeneinsatz zeigen, wie zuverlässig und relevant dieses System im Alltag ist."

Die neue Technologie-Generation markiert einen Wendepunkt in der Verfügbarkeit des Systems. Während die Vorgängerversion auf Deutschland, die USA und Kanada beschränkt war, können Kunden nun in mehr als 20 europäischen Ländern die Funktion nutzen. Möglich macht dies die DCAS-Zulassung nach UN Regelung Nummer 171 für Driver Control Assistance Systems. Der neue BMW iX3 und nachfolgende Modelle wie der i3 und die neue 7er Reihe profitieren von dieser Erweiterung.

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Das System unterstützt Fahrer zudem mit automatisiertem Spurwechsel nach Blickbestätigung. Bei aktiver Navigation mit BMW Maps begleitet der Assistent nun von der Autobahnauffahrt bis zur Abfahrt – eine Funktion, die BMW als Entry-2-Exit bezeichnet. Diese Erweiterung macht das System noch alltagstauglicher und reduziert die Notwendigkeit manueller Eingriffe auf ein Minimum.

Europäische Expansion schreitet voran

Die geografische Reichweite des BMW Autobahnassistenten wächst kontinuierlich. Bereits heute können Fahrer in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich sowie den Benelux-Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg grenzübergreifend auf geeigneten Strecken freihändig assistiert fahren. Diese Länder bilden den Kern der ersten Ausbaustufe.

Die nächste Erweiterungswelle steht unmittelbar bevor. Großbritannien, Irland, Spanien und Portugal sollen zeitnah folgen. Damit würde das System in den wichtigsten westeuropäischen Märkten verfügbar sein. Für Nord-, Ost- und Südosteuropa plant BMW die Einführung zu einem späteren Zeitpunkt, ohne jedoch konkrete Termine zu nennen.

Diese schrittweise Expansion ermöglicht es BMW Fahrern, auch auf längeren Reisen durch Europa von der Assistenzfunktion zu profitieren. Gerade auf monotonen Autobahnabschnitten kann das System zur Entlastung beitragen, während der Fahrer jederzeit die Verantwortung behält und das Verkehrsgeschehen überwachen muss. Die grenzübergreifende Nutzung funktioniert nahtlos, ohne dass Fahrer an Ländergrenzen das System deaktivieren müssen.

Die Verfügbarkeit in über 20 Ländern stellt einen deutlichen Vorsprung gegenüber vielen Wettbewerbern dar, die ähnliche Systeme oft nur in einzelnen Märkten anbieten. BMW setzt damit auf eine breite Verfügbarkeit statt auf eine regional begrenzte Einführung. Die DCAS-Zulassung bildet dabei die rechtliche Grundlage für diese europaweite Expansion.

Sicherheitskonzept mit mehrfacher Redundanz

Das Fundament des freihändigen Fahrens bildet ein umfassendes Sicherheitskonzept. BMW setzt auf redundante Systeme zur Fahrspurerkennung und Positionsermittlung. Kameras und hochauflösende Karten arbeiten parallel, um die Position des Fahrzeugs präzise zu bestimmen. Die Informationen der Seitenkameras dienen zur kontinuierlichen Überprüfung, ob das Fahrzeug mittig in der Fahrspur fährt.

Ein dedizierter Sicherheits-Chip auf dem ADAS-Rechner überwacht permanent die korrekte Funktion aller Komponenten. Diese Hardware-basierte Überwachung stellt sicher, dass Fehlfunktionen sofort erkannt werden. Die mehrfache Absicherung durch verschiedene Sensorsysteme und die permanente Selbstdiagnose bilden die technische Basis für das freihändige Fahren.

Trotz aller Technik bleibt der Fahrer jederzeit in der Verantwortung. Eine Fahrerkamera analysiert kontinuierlich Blickrichtung, Augenstatus und Kopfbewegungen. Diese Überwachung stellt sicher, dass Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit gewährleistet bleiben. Der Fahrer muss das Verkehrsgeschehen im Blick behalten und jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen.

Das System begrenzt das freihändige Fahren auf geeignete Einsatzbereiche. Erkennt die Technik, dass die Hände wieder ans Lenkrad gehören, fordert sie den Fahrer dazu auf. Dies geschieht beispielsweise bei einer bevorstehenden Abfahrt von der Autobahn oder wenn die Verkehrssituation eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Die klaren Aufforderungen und Warnungen sorgen für eine eindeutige Kommunikation zwischen System und Fahrer.

BMW Symbiotic Drive definiert Assistenz neu

Mit dem BMW iX3 startet eine neue Fahrzeuggeneration, die den Autobahnassistenten mit BMW Symbiotic Drive weiterentwickelt. Das Konzept zielt auf ein nahtloses Zusammenspiel zwischen Assistenzsystemen und menschlichem Fahrverhalten ab. Der zentrale Unterschied zur Vorgängerversion liegt in der Reaktion auf Fahrereingriffe.

Bei aktivierter Fahrerassistenz kann der Fahrer bei Bedarf beschleunigen, lenken und bremsen, ohne dass dies sofort zur Abschaltung der Längs- und Querführung führt. Diese Flexibilität macht das System deutlich alltagstauglicher. Fahrer müssen nicht mehr befürchten, durch kleine Lenkbewegungen oder leichtes Bremsen die gesamte Assistenzfunktion zu deaktivieren.

Die intuitive Bedienlogik und klare Anzeigen im BMW Panoramic iDrive sorgen für Transparenz. Fahrer erkennen jederzeit, in welchem Modus sich das System befindet und welche Funktionen aktiv sind. Diese Klarheit in der Kommunikation trägt wesentlich zur sicheren Nutzung bei. Das System bewegt sich dabei im SAE-Level 2, bei dem der Fahrer trotz Assistenz die volle Verantwortung trägt.

BMW bezeichnet diese Philosophie als höchste Automatisierung im Level 2. Anders als bei Level 3 Systemen, die in bestimmten Situationen die volle Fahrverantwortung übernehmen, bleibt beim Autobahnassistenten der Mensch stets der verantwortliche Fahrer. Diese klare Abgrenzung vermeidet Missverständnisse über die Fähigkeiten und Grenzen des Systems. Die 200 Millionen Kilometer im realen Kundeneinsatz belegen, dass dieses Konzept funktioniert und von den Fahrern angenommen wird.


Im Überblick

MerkmalWert
BezeichnungBMW Autobahnassistent
Verfügbare Modelle5er Reihe, 7er Reihe, iX, X5, X6, X7, XM, iX3
Maximale Geschwindigkeit130 km/h
FunktionsumfangLängs- und Querführung, automatisierter Spurwechsel nach Blickbestätigung
SAE-LevelLevel 2
Zulassung neue GenerationDCAS nach UN Regelung Nr. 171
Verfügbarkeit bisherige GenerationDeutschland, USA, Kanada
Verfügbarkeit neue GenerationDeutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg
Geplante ErweiterungGroßbritannien, Irland, Spanien, Portugal
SicherheitssystemeRedundante Fahrspurerkennung, Kameras, hochauflösende Karten, Seitenkameras, Sicherheits-Chip, Fahrerkamera
NavigationEntry-2-Exit mit BMW Maps
Neue FunktionBMW Symbiotic Drive
Gefahrene KilometerÜber 200 Millionen

Auf einen Blick

  • BMW Kunden haben über 200 Millionen Kilometer freihändig mit dem Autobahnassistenten zurückgelegt
  • Neue Generation erweitert Verfügbarkeit von einem auf über 20 europäische Länder dank DCAS-Zulassung
  • System ermöglicht freihändiges Fahren bis 130 Stundenkilometer mit Längs- und Querführung sowie automatisiertem Spurwechsel
  • Umfassendes Sicherheitskonzept mit redundanten Systemen, Fahrerkamera und permanenter Selbstüberwachung
  • BMW Symbiotic Drive erlaubt Fahrereingriffe ohne sofortige Abschaltung der Assistenzfunktion
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