Die rumänische Stadt Sibiu markiert den Ausgangspunkt einer Tour durch die Karpaten. Noch vor dem Start stehen die Fahrzeuge der e-tron GT-Familie an Schnellladesäulen. Mit bis zu 320 kW Ladeleistung fließt Energie in die Hochvoltbatterien, während die Insassen den ersten Kaffee genießen. Das Audi Charging Netzwerk erschließt europaweit zahlreiche Ladepunkte und macht die Suche nach geeigneten Stationen unkompliziert.
Auf der Autobahn A1 aus Sibiu heraus zeigt sich der Charakter eines Gran Turismo. Die Karosserie gleitet ruhig über den Asphalt, die Aerodynamik trägt zu einem entspannten Fahrerlebnis bei. Mit dem Verlassen der Autobahn ändert sich die Streckenführung. Kurven ersetzen Geraden, die Straße folgt den Konturen der Landschaft. Das Aktivfahrwerk deutet sein Potenzial an, während sich das Fahrzeug in Morgentaugrün optisch in die bewaldete Umgebung einfügt. Der elektrische Antrieb arbeitet leise, sodass Luftgeräusche und Naturkulisse die Wahrnehmung dominieren.
Der Transfăgărășan gilt als eine der spektakulärsten Fahrstraßen Europas. Die 150 Kilometer lange Route führt über 2.000 Meter Höhe und fordert mit Steigungen von bis zu neun Prozent. Kehren und Richtungswechsel folgen in dichter Abfolge, wechselnde Straßenbeläge verlangen präzise Reaktionen. Hier arbeitet der elektrische quattro-Antrieb innerhalb von Millisekunden. Die Verteilung der Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse erfolgt situativ, aus engen Kurven heraus beschleunigt der RS e-tron GT kontrolliert.
Mit zunehmendem Höhengewinn beginnt die eigentliche Herausforderung der Strecke. Engere Kurven und deutlichere Steigungen rücken das Aktivfahrwerk in den Fokus. Es verbindet Agilität mit Stabilität und wird von der Allradlenkung unterstützt, die enge Passagen mühelos erscheinen lässt und gleichzeitig für zusätzliche Stabilität sorgt.
Je steiler der Anstieg wird, desto deutlicher zeigt sich das Potenzial des elektrischen Antriebs. Bis zu 680 kW (925 PS) stehen beim RS e-tron GT performance bereit. Das maximale Drehmoment liegt praktisch augenblicklich an, ohne Verzögerung oder Wartezeit. Der Berg wird nicht bezwungen, sondern spielerisch überwunden.
Der Transfăgărășan bietet auf 150 Kilometern Steigungen von bis zu neun Prozent. Kehren, Richtungswechsel und wechselnde Oberflächenverhältnisse folgen in dichter Abfolge. Der elektrische quattro-Antrieb verteilt die Antriebsmomente innerhalb von Millisekunden zwischen Vorder- und Hinterachse. Aus engen Kurven heraus beschleunigt der RS e-tron GT kontrolliert und exakt.
Mit jedem weiteren Höhenmeter wird die Aussicht beeindruckender. Der Wald öffnet sich, die Landschaft wird weiter. Auf 2.034 Metern Höhe erreicht die Route den Bâlea-See. Eine alpine Landschaft aus Felsen, Wasser und Himmel breitet sich aus. Die verbleibende Reichweite reicht problemlos aus, eine Ladestation ist nicht erforderlich. Die folgende Abfahrt wird neue Energie zurückbringen.
Zwischen den Bergspitzen beginnt der beeindruckendste Abschnitt der Passstraße. Kehre um Kehre legt sich die Straße in den Berghang, ein grafisches Band aus Asphalt, das talwärts abfällt.
Während konventionelle Fahrzeuge auf solchen Passagen Bremsenergie vernichten, gewinnt der e-tron GT einen erheblichen Teil davon zurück. Mit Rekuperationsleistungen von bis zu 400 kW wird Verzögerung in elektrische Energie umgewandelt. Die Abfahrt demonstriert intelligente Effizienz, Energie verschwindet nicht, sondern kehrt zurück.
Das radselektive Aktivfahrwerk arbeitet im Hintergrund und gleicht Wank-, Nick- und Hubbewegungen gezielt aus. Jedes Rad kann einzeln vertikal angesteuert werden. Die Abfolge enger Kehren wird zur Bühne für souveräne Fahrdynamik. Das Fahrzeug bleibt stabil auf der Linie, gleicht Unebenheiten aktiv aus und verbindet sportliche Agilität mit überraschender Ruhe. Die Performance muss nicht dramatisiert werden, sie bleibt steuerbar.
Nach den exponierten Kehren führt die Route zurück in den Schutz des Waldes. Ein gleichmäßiger Moment, beruhigend in der Wahrnehmung.
Ein ungewöhnlicher Zwischenstopp entsteht vor der Kulisse des Transfăgărășan Tree House. Hightech trifft auf Wildnis, Präzision auf Ursprünglichkeit. Die Karpaten sind Lebensraum für Braunbären und erinnern daran, dass diese Landschaft Respekt verlangt.
Die Straße wird breiter, das Tal weitet sich. Jetzt zeigt sich eine andere Form von Performance: souveränes Gleiten statt maximaler Attacke. Die Sitze tragen dazu bei, deren ausgewogene Balance aus Halt und Bewegungsfreiheit selbst lange Etappen mühelos wirken lässt.
Der Vidraru-See passt zur Reise mit dem e-tron GT. Mit einem Nutzvolumen von 320 Millionen Kubikmetern erzeugt die Talsperre pro Jahr eine Energie von 400 GWh. Das entspricht dem Strombedarf von mehr als 100.000 Haushalten. Ein natürlicher Speicher aus Höhe, Kraft und Energie.
Wenige Kilometer vom Wasserkraftwerk entfernt tritt die Kultur der Walachei in den Vordergrund. Mythos und Moderne, Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich entlang der Strecke. Vorbei am Castelul Dracula, das wie kein anderer Ort mit der Legende um Graf Dracula verbunden ist. Nicht Dracula wird zum Mittelpunkt des Erlebnisses, sondern der Moment des Vorbeifahrens durch eine Landschaft, in der Natur, Kultur und Erzählung ineinandergreifen.
Je näher die Route Pitești kommt, umso urbaner und geordneter wird die Umgebung. Die Wildheit der Karpaten liegt hinter der e-tron GT-Familie. Auf dem neuen Autobahnabschnitt der A1 entscheidet nicht allein Leistung, sondern vor allem der Luftwiderstand.
Aerodynamik ist kein einzelnes Bauteil, sondern ein Zusammenspiel aus Karosserie, Luftfahrwerk, aktiver Kühlluftsteuerung, Unterboden, Diffusor und Heckspoiler. Gerade auf der Autobahn wird dieser Zusammenhang spürbar.
In Pitești endet die Romanian Grand Tour. Jeder Abschnitt im Audi e-tron GT hatte seinen eigenen Charakter. Es ging nicht um die Frage, wie weit ein Elektroauto kommt. Die Tour auf dem Transfăgărășan lieferte die Erkenntnis, wie intensiv sich Distanz heute erleben lässt – leise, schnell, souverän und mit dem Gefühl, dass Technologie nicht von der Reise trennt, sondern näher an Landschaft, Straße und Moment heranführt.
| Merkmal | Wert |
| Modellbezeichnung | Audi e-tron GT quattro |
| Leistung | k.A. |
| Ladeleistung | bis zu 320 kW |
| Antrieb | elektrischer quattro-Antrieb |
| Fahrwerk | Aktivfahrwerk, radselektiv |
| Lenkung | Allradlenkung |
| Rekuperationsleistung | bis zu 400 kW |
| Modellbezeichnung | Audi S e-tron GT |
| Leistung | k.A. |
| Ladeleistung | bis zu 320 kW |
| Antrieb | elektrischer quattro-Antrieb |
| Fahrwerk | Aktivfahrwerk, radselektiv |
| Lenkung | Allradlenkung |
| Rekuperationsleistung | bis zu 400 kW |
| Modellbezeichnung | Audi RS e-tron GT performance |
| Leistung | bis zu 680 kW (925 PS) |
| Ladeleistung | bis zu 320 kW |
| Antrieb | elektrischer quattro-Antrieb |
| Fahrwerk | Aktivfahrwerk, radselektiv |
| Lenkung | Allradlenkung |
| Rekuperationsleistung | bis zu 400 kW |