SEAT und CUPRA schließen Transformationsjahr ab

Gute Fahrt

 · 13.03.2026

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Foto: Cupra
SEAT und CUPRA erreichen 2025 einen Rekordumsatz von 15,3 Milliarden Euro bei 586.300 ausgelieferten Fahrzeugen. Die Transformation zur Elektromobilität belastet das operative Ergebnis, während CUPRA weiter wächst.

Rekordumsatz bei operativen Herausforderungen

Die spanischen Marken SEAT und CUPRA blicken auf ein Jahr zurück, das von Gegensätzen geprägt war. Mit einem Umsatz von 15,3 Milliarden Euro erreichte das Unternehmen einen neuen Bestwert, was einem Plus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Auslieferungen stiegen auf 586.300 Fahrzeuge, ebenfalls ein Zuwachs von 5,1 Prozent. Besonders stark entwickelten sich die elektrifizierten Modelle: Die Plug-in-Hybride legten um 62,9 Prozent zu, während die vollelektrischen Fahrzeuge sogar um 65,9 Prozent wuchsen.

Das operative Ergebnis fiel mit einer Million Euro jedoch deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Mehrere Faktoren wirkten sich negativ auf die Profitabilität aus. Die Transformation zur Elektromobilität verursachte hohe Hochlaufkosten. Hinzu kamen Ausgleichszölle auf den CUPRA Tavascan, gestiegene Produktkosten und ein intensiver Preiswettbewerb im Markt. Negative Sondereffekte belasteten das Ergebnis zusätzlich.

Markus Haupt, CEO von SEAT und CUPRA, ordnete die Zahlen ein: "2025 war ein Jahr, das uns gefordert und gleichzeitig vorangebracht hat. Unsere gesamte Branche spürt die Auswirkungen eines wirtschaftlich wie politisch unsicheren Umfelds, deshalb kommen diese Ergebnisse für uns nicht überraschend." Er betonte, dass die Ergebnisse der Preis für das klare Bekenntnis zur Elektrifizierung seien.

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Der Netto-Cashflow lag bei minus 431 Millionen Euro. Dieser negative Wert resultierte aus den hohen Investitionen, die das Unternehmen in seine Zukunft tätigte. Seit 2020 flossen insgesamt 6,2 Milliarden Euro in die Transformation. Im Jahr 2025 erreichte dieser Investitionszyklus mit 1,3 Milliarden Euro für CAPEX und Forschung sowie Entwicklung seinen Höhepunkt.

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Performance-Programm mit vier Handlungsfeldern

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, setzt das Unternehmen ein Performance-Programm um, das auf vier zentralen Säulen basiert. Die Maximierung der Umsätze steht dabei an erster Stelle. Parallel dazu konzentriert sich SEAT auf die Senkung der Produktkosten und die Reduzierung der Fixkosten. Die Optimierung der Investitionen bildet die vierte Säule des Programms.

Erste Erfolge zeigen sich bereits: Die Gemeinkosten konnten um fast 20 Prozent gesenkt werden. Patrik Andreas Mayer, Vorstand für Finanzen und IT, erklärte: "Vor diesem Hintergrund haben wir unseren Fokus konsequent auf strukturelle Effizienz gelegt und Kosten deutlich reduziert. Diese Zahlen zeigen unsere Resilienz und Entschlossenheit."

Parallel zum kurzfristigen Performance-Programm entwickelt das Unternehmen eine neue langfristige Strategie. Diese baut auf Wertschöpfung, operativer Leistungsfähigkeit und dem nachhaltigen Wachstum von CUPRA auf. Als konkretes Ziel strebt SEAT an, bis 2030 eine Umsatzrendite von sechs Prozent zu erreichen.

Die Transformation umfasst auch organisatorische Veränderungen. Im Rahmen der Brand Group Core wird ein neues Steuerungsmodell umgesetzt, das Synergien nutzen und regionale Aktivitäten stärken soll. Im Produktionsbereich wurde bereits die Future Production Governance eingeführt. Dieses markenübergreifende Modell erschließt Potenziale zur Steigerung von Effizienz, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit.

Strategische Rolle bei MEB21-Plattform

Eine wichtige strategische Weichenstellung betrifft die Plattformverantwortung innerhalb des Volkswagen Konzerns. SEAT und CUPRA übernehmen den Lead für die MEB21-Plattform, die anderem für die Electric Urban Car Family genutzt wird. Diese Verantwortung stärkt die Position des Unternehmens innerhalb der Brand Group Core erheblich.

Der Standort Martorell wurde konsequent zu einem Zentrum der Elektromobilität ausgebaut. Die Investitionen flossen in neue Produktionsanlagen und Technologien. Eine neue Montagelinie für den CUPRA Raval und den Volkswagen ID.2 wurde installiert. Das Werk ist nun darauf vorbereitet, Elektromobilität in Europa zugänglicher zu machen.

CUPRA entwickelt sich weiterhin dynamisch. Die Marke feiert ihr achtjähriges Bestehen und hat bereits mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft. Der Anteil vollelektrischer Modelle liegt bei fast 25 Prozent. In wichtigen Märkten wie Deutschland und Dänemark wurde ein Marktanteil von drei Prozent bereits übertroffen.

Das Produktportfolio wird kontinuierlich erweitert. Der neue CUPRA Born wurde kürzlich eingeführt, ein Update des CUPRA Tavascan steht bevor. Der CUPRA Raval markiert den nächsten wichtigen Schritt. Als erstes vollelektrisches Fahrzeug aus Martorell verkörpert er den Höhepunkt der Elektrifizierungsstrategie.

CUPRA Raval als Transformations-Höhepunkt

Die Weltpremiere des CUPRA Raval findet am 9. April statt. Die Markteinführung wird zeitgleich in 16 Städten weltweit gefeiert, begleitet von Auftritten internationaler Künstler. Im Sommer soll das Modell dann auf die Straßen Europas kommen.

Der Raval ist das erste Modell des Projekts Electric Urban Car Family, das von SEAT und CUPRA für die Brand Group Core geleitet wird. Mit diesem Fahrzeug soll der Zugang zu elektrischer Mobilität in Europa demokratisiert werden. Die Produktion erfolgt am Standort Martorell auf der Iberischen Halbinsel.

Markus Haupt zeigte sich zuversichtlich: "Für SEAT und CUPRA beginnt eine neue Ära, und wir haben die Ambition, die Entschlossenheit und vor allem das Team, um sie aktiv zu gestalten." Die Maßnahmen, die jetzt umgesetzt würden, schafften eine solide Basis, um kommende Herausforderungen zu meistern und bei der Elektrifizierung eine führende Rolle einzunehmen.

Die Ergebnisse nach spanischer Rechnungslegung zeigen die finanzielle Situation im Detail. Der Umsatz lag bei 15.115,0 Millionen Euro. Das operative Ergebnis betrug minus 93,1 Millionen Euro. Das Ergebnis nach Steuern erreichte 40,9 Millionen Euro. Diese Zahlen spiegeln sowohl die Kosten der Transformation als auch die Auswirkungen unerwarteter Sondereffekte wider.


Im Überblick

Umsatz 202515,3 Milliarden Euro
Auslieferungen 2025586.300 Fahrzeuge
Umsatzwachstum5,1 Prozent
Auslieferungswachstum5,1 Prozent
Operatives Ergebnis1 Million Euro
Netto-Cashflow-431 Millionen Euro
Investitionen 20251,3 Milliarden Euro
Gesamtinvestitionen seit 20206,2 Milliarden Euro
Wachstum Plug-in-Hybride62,9 Prozent
Wachstum Elektrofahrzeuge65,9 Prozent
Kostensenkung Gemeinkosten20 Prozent
Umsatzrendite-Ziel 20306 Prozent
CUPRA Verkäufe gesamtüber 1 Million
CUPRA E-Anteil25 Prozent
Raval Weltpremiere9. April 2026
Raval MarktstartSommer 2026

Auf einen Blick

  • SEAT und CUPRA erreichen 2025 Rekordumsatz von 15,3 Milliarden Euro bei 586.300 ausgelieferten Fahrzeugen
  • Operatives Ergebnis von einer Million Euro durch Transformationskosten, Sondereffekte und Marktdruck belastet
  • Performance-Programm mit vier Säulen soll Wettbewerbsfähigkeit stärken und Umsatzrendite bis 2030 auf sechs Prozent steigern
  • Unternehmen übernimmt Lead für MEB21-Plattform und stärkt strategische Position in Brand Group Core
  • CUPRA Raval feiert am 9. April Weltpremiere als erstes Elektrofahrzeug aus Martorell und Höhepunkt der Elektrifizierung