Audi SUV

Vorstellung Audi Q4 E-Tron SUV & Sportback: Breit aufgestellt

Wolfgang Schaeffer

 · 07.06.2021

Vorstellung Audi Q4 E-Tron SUV & Sportback: Breit aufgestellt

Zwei Karosserievarianten, drei Leistungsstufen, zwei Batteriegrößen sowie Heck- oder Allradantrieb: Mit dem Q4 E-Tron und dem Q4 Sportback E-Tron hat Audi sein Elektroangebot in der SUV-Kompaktklasse breit aufgestellt

Direkt unter der scheinbar frei schwebenden Bedieninsel liegen die USB-C-Anschlüsse und es gibt es noch eine AblagemöglichkeitFoto: Audi
Direkt unter der scheinbar frei schwebenden Bedieninsel liegen die USB-C-Anschlüsse und es gibt es noch eine Ablagemöglichkeit
Das Heck des Audi Q4 E-Tron wird von dem großen Diffusor und der durchgehenden Lichtleiste dominiertFoto: Audi
Das Heck des Audi Q4 E-Tron wird von dem großen Diffusor und der durchgehenden Lichtleiste dominiert
Bild 2Foto: Audi
Das Ladeabteil bietet jede Menge Platz. Im SUV zwischen 520 und 1.490 Liter, im Sportback zwischen 535 und 1.460 LiterFoto: Audi
Das Ladeabteil bietet jede Menge Platz. Im SUV zwischen 520 und 1.490 Liter, im Sportback zwischen 535 und 1.460 Liter
Auf der frei schwebenden Bedieninsel ist unter anderem der kompakte Shifter für die Wahl der Fahrstufen untergebrachtFoto: Audi
Auf der frei schwebenden Bedieninsel ist unter anderem der kompakte Shifter für die Wahl der Fahrstufen untergebracht
Im Fond ist das Platzangebot vergleichbar mit einem Vertreter der Oberklasse, kann sich also mit dem Q7 messenFoto: Audi
Im Fond ist das Platzangebot vergleichbar mit einem Vertreter der Oberklasse, kann sich also mit dem Q7 messen
Aufgeräumt, übersichtlich und zum Fahrerplatz orientiert zeigt sich der Armaturenträger des neuen Q4 E-TronFoto: Audi
Aufgeräumt, übersichtlich und zum Fahrerplatz orientiert zeigt sich der Armaturenträger des neuen Q4 E-Tron
Die A-Säule ist weit vorne angesetzt und zieht sich in einem extrem flachen Spannungsbogen nach hintenFoto: Audi
Die A-Säule ist weit vorne angesetzt und zieht sich in einem extrem flachen Spannungsbogen nach hinten
Audi hat dem Q4 E-Tron weiterentwickelte Lenkräder mit Doppelspeichen-Design, oben mit Touchflächen, verordnetFoto: Audi
Audi hat dem Q4 E-Tron weiterentwickelte Lenkräder mit Doppelspeichen-Design, oben mit Touchflächen, verordnet
Die Technik des Augmented Reality Headup- Display ist für die Insassen unsichtbar im Armaturenträger eingebettetFoto: Audi
Die Technik des Augmented Reality Headup- Display ist für die Insassen unsichtbar im Armaturenträger eingebettet
Getränkeflaschen können jetzt ergonomisch griffgünstig weit oben in den Türen direkt vor der Armauflage verstaut werdenFoto: Audi
Getränkeflaschen können jetzt ergonomisch griffgünstig weit oben in den Türen direkt vor der Armauflage verstaut werden
Die hintern Lehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 vorklappen. Der Ladeboden ist dann allerdings nicht komplett ebenFoto: Audi
Die hintern Lehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 vorklappen. Der Ladeboden ist dann allerdings nicht komplett eben
Vom Fahrerplatz aus liegen sämtliche Anzeigen gut im Blick, alle Bedienelemente lassen sich leicht erreichenFoto: Audi
Vom Fahrerplatz aus liegen sämtliche Anzeigen gut im Blick, alle Bedienelemente lassen sich leicht erreichen
Bild 13Foto: Audi
 Der Q4 E-Tron Sportback wirkt mit seinem coupéartig geschnittenen Dach ein wenig sportlicher als der pure SUV-VertreterFoto: Audi
Der Q4 E-Tron Sportback wirkt mit seinem coupéartig geschnittenen Dach ein wenig sportlicher als der pure SUV-Vertreter
Die Wahl zwischen dem Q4 E-Tron und dem Q4 E-Tron Sportback ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Budgets. Der Sportback hat einen Aufpreis von etwa 2.000 EuroFoto: Audi
Die Wahl zwischen dem Q4 E-Tron und dem Q4 E-Tron Sportback ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Budgets. Der Sportback hat einen Aufpreis von etwa 2.000 Euro
Die Materialauswahl im Q4 E-Tron ist vom Feinsten. Bestes Beispiel sind die Verstellhebel der LuftdüsenFoto: Audi
Die Materialauswahl im Q4 E-Tron ist vom Feinsten. Bestes Beispiel sind die Verstellhebel der Luftdüsen
Unterhalb des Touchscreens liegt eine separate Schalterleiste für die Einstellung der Klimaanlage und der SitzheizungFoto: Audi
Unterhalb des Touchscreens liegt eine separate Schalterleiste für die Einstellung der Klimaanlage und der Sitzheizung
Direkt unter der scheinbar frei schwebenden Bedieninsel liegen die USB-C-Anschlüsse und es gibt es noch eine AblagemöglichkeitFoto: Audi
Direkt unter der scheinbar frei schwebenden Bedieninsel liegen die USB-C-Anschlüsse und es gibt es noch eine Ablagemöglichkeit
Das Heck des Audi Q4 E-Tron wird von dem großen Diffusor und der durchgehenden Lichtleiste dominiertFoto: Audi
Das Heck des Audi Q4 E-Tron wird von dem großen Diffusor und der durchgehenden Lichtleiste dominiert
Das Heck des Audi Q4 E-Tron wird von dem großen Diffusor und der durchgehenden Lichtleiste dominiert
Bild 2
Das Ladeabteil bietet jede Menge Platz. Im SUV zwischen 520 und 1.490 Liter, im Sportback zwischen 535 und 1.460 Liter
Auf der frei schwebenden Bedieninsel ist unter anderem der kompakte Shifter für die Wahl der Fahrstufen untergebracht
Im Fond ist das Platzangebot vergleichbar mit einem Vertreter der Oberklasse, kann sich also mit dem Q7 messen
Aufgeräumt, übersichtlich und zum Fahrerplatz orientiert zeigt sich der Armaturenträger des neuen Q4 E-Tron
Die A-Säule ist weit vorne angesetzt und zieht sich in einem extrem flachen Spannungsbogen nach hinten
Audi hat dem Q4 E-Tron weiterentwickelte Lenkräder mit Doppelspeichen-Design, oben mit Touchflächen, verordnet
Die Technik des Augmented Reality Headup- Display ist für die Insassen unsichtbar im Armaturenträger eingebettet
Getränkeflaschen können jetzt ergonomisch griffgünstig weit oben in den Türen direkt vor der Armauflage verstaut werden
Die hintern Lehnen lassen sich im Verhältnis 40:20:40 vorklappen. Der Ladeboden ist dann allerdings nicht komplett eben
Vom Fahrerplatz aus liegen sämtliche Anzeigen gut im Blick, alle Bedienelemente lassen sich leicht erreichen
Bild 13
 Der Q4 E-Tron Sportback wirkt mit seinem coupéartig geschnittenen Dach ein wenig sportlicher als der pure SUV-Vertreter
Die Wahl zwischen dem Q4 E-Tron und dem Q4 E-Tron Sportback ist nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch des Budgets. Der Sportback hat einen Aufpreis von etwa 2.000 Euro
Die Materialauswahl im Q4 E-Tron ist vom Feinsten. Bestes Beispiel sind die Verstellhebel der Luftdüsen
Unterhalb des Touchscreens liegt eine separate Schalterleiste für die Einstellung der Klimaanlage und der Sitzheizung
Direkt unter der scheinbar frei schwebenden Bedieninsel liegen die USB-C-Anschlüsse und es gibt es noch eine Ablagemöglichkeit

Vom Start weg bietet Audi den Q4 E-Tron in der klassischen SUV-Version und als Sportback an. Beide Karosserievarianten sind 4,59 Meter lang und haben einen Radstand von 2,76 Metern. Maße, die schon auf den ersten Blick ein sattes Raumangebot versprechen. In der Praxis wird dieses Versprechen mehr als eingehalten. Das gilt vor allem für den Bereich im Fond, der sich mit dem eines Q7 locker messen kann. Die Architektur des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) macht‘s möglich. Die Sitzposition in Reihe zwei ist fast sieben Zentimeter höher als vorne, dennoch bleibt bei einer Fahrzeughöhe von 1,61 und einer Breite von 1,87 Metern jede Menge Kopf- und Ellenbogenfreiheit. Der Kofferraum des Q4 E-Tron hat ein Volumen von 520 Litern. Werden die hinteren Lehnen – im Verhältnis 40:20:40 geteilt – vorgeklappt, stehen auf einer allerdings nicht ganz ebenen Fläche bei dachhoher Beladung 1.490 Liter zur Verfügung. Beim Sportback sind es 535 beziehungsweise 1.460 Liter. Wer sich für einen Quattro-Antrieb entscheidet, kann mit der optionalen Anhängerkupplung bis zu 1,2 Tonnen, sonst 1.000 Kilogramm, ziehen. Die Stützlast beträgt immer 75 Kilogramm.

Hohe Qualitätsanmutung im Innenraum

Im Passagierabteil stehen zudem noch Ablagefächer mit einem Gesamtvolumen von knapp 25 Litern zur Verfügung. Die Mittelkonsole integriert beispielsweise zwei Cupholder sowie ein 4,4 Liter großes Staufach mit Deckel. Ausführlich berichtet haben wir in GUTE FAHRT 4/21 bereits über die neue Anordnung der Fächer für Getränkeflaschen. In allen vier Türverkleidungen gibt es Einschübe für Einliter-Flaschen, die weit oben im vorderen Bereich der Armauflage liegen und damit ergonomisch sehr gut erreichbar sind. Und auch das Augmented Reality Head-up-Display wurde in dieser Ausgabe schon ausführlich beschrieben.

Generell besticht der Q4 E-Tron im Innenraum mit hoher Qualitätsanmutung. Mittig auf dem Armaturenträger ist das zum Platz am Steuer hin geneigte MMI Touch-Display angesiedelt. Unterhalb des je nach Ausstattung 10,1 oder 11,6 Zoll großen Displays liegt, ebenfalls zum Fahrer orientiert, die Bedieneinheit der Klimatisierung. Darunter streckt sich als weitere Neuerung eine große Bedieninsel in Black-Panel-Optik in den Raum. Sie trägt den kompakten Shifter für die Wahl der Fahrstufen, einen Lautstärke-Drehregler, die Start-Stop-Taste, den Warnblinkschalter und die Taste fürs Audi Drive Select. Ergänzend gibt es Tasten für weitere Funktionen, die als fugenlose Touch-Flächen in Black-Panel-Optik gestaltet und weiß hinterleuchtet sind. Alles wirkt edel und hochwertig. Gut erreichbar sind zwei (optional vier) USB-C-Buchsen. Auf Wunsch gibt es zudem eine Phone Box für das Mobiltelefon.

Große Räder (19 bis 21 Zoll), kurze Überhänge und eine so genannte schnelle, also relativ flach stehende A-Säule sind optische Merkmale beider Versionen des Q4 E-Tron. Philipp Römers, seit kurzem Leiter des Exterieur-Designs bei Audi, weist zudem auf die ausdrucksstark gezeichnete vordere Haube hin, die sich bis über die breit ausgestellten Radhäuser streckt. Aus denen wiederum zieht sich eine markante Sicke bis unter die Außenspiegel. Am Heck fallen der große Diffusor, die durchgezogene Lichtleiste und beim Sportback ein sich über den unteren Bereich des Heckfensters spannender Spoiler auf.

Ansonsten wurde die Außenhaut auf möglichst gute Aerodynamik ausgelegt. Das SUV hat einen cW-Wert von 0,28, der Sportback von 0,26.

Mit einer Leistung von 125 kW (170 PS) und einem Drehmoment von 310 Newtonmetern (Nm) ist der Q4 35 E-Tron das Einstiegsmodell in die Baureihe. Eine permanent erregte Synchronmaschine (PSM) an der Hinterachse übernimmt den Antrieb. Die Energie für den E-Motor liefert eine kompakte Batterie mit 52 Kilowattstunden (kWh/55 kWh brutto). Während die SUV-Version (Verbrauch 19,1 kWh) nach der WLTP-Norm damit auf eine Reichweite von bis zu 341 Kilometern kommt, sind es beim Sportback (18,6 kWh) des Q4 E-Tron 349 Kilometer.

Topmodell mit zwei E-Motoren & Quattro-Antrieb

Ebenfalls über die Hinterräder angetrieben wird der Q4 40 E-Tron. Doch hier baut Audi einerseits die größere Batterie mit einer Kapazität von 77 kWh (brutto 82 kWh) ein. Auf der anderen Seite steigt auch die Leistung. Die E-Maschine gibt 150 kW (204 PS) und 310 Nm ab. Bis zu 520 Kilometer geben die Ingolstädter als maximale Reichweite an. Während beim 35 und 40 das Höchsttempo bei 160 Kilometern pro Stunde abgeregelt wird, liegt die Spitzengeschwindigkeit beim Topmodell Q4 50 E-Tron Quattro bei 180. Zum Einsatz kommt hier ebenfalls der größere Akku. Doch müssen hier zwei E-Motoren mit einer Gesamtleistung von 220 kW (299 PS) und einem Drehmoment von 460 Nm mit Energie versorgt werden.

Zum hinteren Antrieb, identisch mit dem im Q4 40 E-Tron, gesellt sich hier ein 80 kW (109 PS) starkes E-Aggregat mit 162 Nm an der Vorderachse. Die sportlicheren Leistungsdaten wirken sich entsprechend auf die Reichweite aus. Bis zu 488 Kilometer schafft das SUV, bis zu 497 sollen es beim Sportback sein. Der laut WLTP-Norm angegebene Verbrauch von 19,9 kWh für das SUV dürfte wohl nur bei zurückhaltend eingesetztem rechten Fuß und wärmeren Außentemperaturen zu erreichen sein. Bei zum Teil recht flott zurückgelegten Testfahrten über knapp 100 Kilometer mit einem so motorisierten Prototypen und einer Thermo- meteranzeige von vier Grad zeigte der Bordcomputer abschließend 23,2 kWh an.

Dabei war nicht nur zu erkennen, dass Fahrwerk und Handling bestens sind, sondern auch, dass Audi den Q4 E-Tron nach Möglichkeit segeln lässt. Wird in der Stufe D das Fahrpedal freigeben, wechselt der Antrieb in den Segelmodus. Beide E-Maschinen – beziehungsweise die hintere bei den Modellen mit Heckantrieb – laufen dann frei mit.

Dessen ungeachtet gibt es mehrere Möglichkeiten, die Rekuperation zu beeinflussen. In der Fahrstufe B rekuperiert der Antrieb im Schub fast immer, allerdings nicht bis zum Stillstand des Autos. Falls im optionalen Fahrdynamiksystem Audi Drive Select (Serie beim Sportback) der Modus „Dynamic“ eingestellt ist, findet die Rekuperation auch in der Fahrstufe D statt, jedoch etwas schwächer als in B. Mit den optionalen Lenkradwippen lassen sich in der Stufe D zusätzlich drei unterschiedlich starke, manuelle Rekuperationsstufen anwählen.

Darüber hinaus ist im MMI-System eine automatische Rekuperation einstellbar. Wenn das Auto auf eine Zone zufährt, die ein niedrigeres Tempo erzwingt, oder wenn es auf einen langsameren Vorausfahrenden aufläuft, versucht das Antriebsmanagement, durch Segeln Tempo abzubauen. Falls die Strecke dafür nicht ausreicht, wechselt es in die Schubrekuperation. Voraussetzung für die automatische Rekuperation ist, dass der prädiktive Effizienzassistent aktiviert ist.

Einstiegspreis bei 41.900 Euro

Um die Batterien mit Strom zu versorgen haben alle Modelle des Q4 E-Tron generell einen CCS-Ladeanschluss an Bord, um entweder Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC) zu laden. Der Q4 35 E-Tron kann in Serie mit bis zu 7,4 kW AC-Leistung laden, die anderen Modelle mit bis zu elf kW. Unterwegs dient das serienmäßige Mode-3-Kabel zum Wechselstromladen an AC-Säulen. Der Audi E-Tron Charging Service gewährt auf Wunsch Zugang zu etwa 210.000 öffentlichen Ladepunkten in 26 Ländern Europas. Eine einzige Ladekarte genügt dafür. An den schnellen HPC-Säulen laden die Elektro-SUV von Audi mit bis zu 100 kW (Q4 35 E-Tron) beziehungsweise maximal 125 kW (alle anderen Modelle). An einer solchen Station kann ein Q4 40 E-Tron unter idealen Bedingungen in gut zehn Minuten Strom für etwa 130 Kilometer Strecke nachzuladen. Der Verkauf des Q4 E-Tron beginnt im Juni zu Preisen ab 41.900 Euro, abzüglich der Förderung von 9.000 Euro.