Von der ersten Skizze bis zum fahrbereiten Prototyp vergingen beim Audi Nuvolari 1 lediglich 405 Tage. Diese außergewöhnlich kurze Entwicklungsphase markiert nach Angaben von Audi CEO Gernot Döllner einen neuen Maßstab in der Fahrzeugentwicklung der Marke. Der Supersportwagen demonstriere eindrucksvoll, wie schnell eine Idee zum Leben erweckt werden könne. Rouven Mohr, Vorstand für Technische Entwicklung, bezeichnet das Fahrzeug als das stärkste und schnellste Straßenauto, das Audi je gebaut habe.
Die außergewöhnliche Geschwindigkeit resultiert aus einer grundlegend veränderten Arbeitsweise. Expertinnen und Experten aus Design, Fahrzeugtechnik, Aerodynamik und Antrieb arbeiten von Beginn an in einem autarken, fokussierten Projektteam zusammen. Kurze Entscheidungswege und die enge Verzahnung aller Disziplinen ermöglichen das hohe Entwicklungstempo. Chief Creative Officer Massimo Frascella betont, dass mit dem richtigen Mindset und enger Teamarbeit eine schnelle Entwicklung möglich sei, ohne Kompromisse einzugehen.
Der Nuvolari 1 fungiert dabei als technologischer Nordstern für künftige Entwicklungen bei Audi. Das Projekt liefert wichtige Impulse für das gesamte Technikportfolio der Marke. Die neue Arbeitsweise mit autarken Teams und kurzen Abstimmungswegen könnte zum Vorbild für weitere Entwicklungsprojekte werden. Dabei steht nicht nur die reine Geschwindigkeit im Fokus, sondern auch die Qualität der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen.
Der Entwicklungsprozess beginnt klassisch auf Papier und digitalen Tablets. Designer zeichnen erste Formen und suchen nach dem idealen Ausdruck für den Supersportwagen. Aus den Skizzen entstehen dreidimensionale Modelle aus Spezialton, dem sogenannten Clay. Modelleure formen diese von Hand und mit Fräsmaschinen, um das Design greifbar zu machen. Die Tonmodelle werden gescannt und am Computer digital verfeinert. In dieser Phase arbeiten Designer, Aerodynamiker und Ingenieure besonders eng zusammen. Im Audi Design entsteht schließlich ein Full-Scale-Clay-Modell für die weitere Fahrzeugentwicklung, das vermessen und verfeinert wird.
Die Entwicklungsreise des Nuvolari 1 führt quer durch Europa. Von den ersten Entwürfen in Ingolstadt über die Kalterprobung mit Versuchsträgern in Lappland bis zum Leichtbau in Neckarsulm arbeiten Expertinnen und Experten Hand in Hand. Tests im Ingolstädter Windkanal optimieren die Aerodynamik, während die Fahrwerksabstimmung in Südspanien stattfindet. Die Hochgeschwindigkeitstests absolviert das Team im italienischen Nardò Technical Center.
Gernot Döllner erinnert sich an den ersten Moment, als der Nuvolari 1 zum ersten Mal fuhr. Der Blick in die Gesichter der Menschen, die ihn entwickelt haben, sei das Schönste gewesen. Zum ersten Mal zu sehen, wie etwas, das bis dahin nur eine Zeichnung war, zum Leben erwacht, sei unbeschreiblich gewesen.
Nach 405 Tagen präsentiert das Projektteam den fahrbaren Prototypen. Nun kommen die Fahrer des Audi Revolut F1 Teams zum Einsatz. Gabriel Bortoleto testet den Nuvolari 1 auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Nardò Technical Center. Er kündigt an, das Auto definitiv ans Limit zu bringen. Nach den Testfahrten fällt sein Fazit eindeutig aus: Das Auto sei extrem schnell, der Sound unglaublich. Er brauche mehr Runden und wolle mehr von diesem Gefühl.
Auch Nico Hülkenberg testet den Supersportwagen im Grenzbereich, allerdings auf dem Prüfgelände in Neustadt an der Donau. Die Beschleunigung und die volle Systemleistung von mehr als 1.000 PS seien eine echte Ansage. Die Expertise der Formel-1-Fahrer fließt direkt in die Feinabstimmung des Fahrzeugs ein. Ihre Rückmeldungen aus dem Hochleistungsbereich helfen den Ingenieuren, das Fahrzeug für den Grenzbereich zu optimieren.
Am 4. Juni 2026 feiert der Audi Nuvolari 1 seine Weltpremiere in Antibes. Kurz darauf folgt das Straßendebüt beim Formel-1-Grand-Prix in Monaco. Gernot Döllner bezeichnet Monaco als den passendsten Ort für die erste Fahrt des Nuvolari 1. Nico Hülkenberg ergänzt, Monaco sei eine der anspruchsvollsten und schwierigsten Strecken. Hier werde der Nuvolari 1 den Fans und der Welt präsentiert.
Der Supersportwagen ist das erste Serienfahrzeug in der neuen Designsprache von Audi und erhält dafür bereits internationale Anerkennung. Bei den britischen CAR Genius Awards wurde der Nuvolari 1 als "Design of the Year" ausgezeichnet. Die Jury würdigte vor allem die klare, zurückhaltende Formensprache, die dem Supersportwagen-Segment neue Impulse verleihe. Dabei bringe das Design etwas hervor, das überraschend neu wirke und dennoch unverkennbar Audi sei.
Die Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung des Projekts über die reine Fahrzeugtechnik hinaus. Der Nuvolari 1 definiert die visuelle Identität künftiger Audi-Modelle. Die klare Designsprache soll sich in kommenden Baureihen wiederfinden und die Marke neu positionieren. Dabei verzichtet Audi bewusst auf überladene Formen und setzt auf Reduktion und Präzision.
Ein Making-of-Video dokumentiert die gesamte Entwicklungsreise des Audi Nuvolari 1. Es zeigt den Weg von den ersten Konzeptideen über Entwicklung und Erprobung bis zu den Härtetests mit den Formel-1-Fahrern und der Weltpremiere in Südfrankreich. Die Dokumentation ist auf YouTube verfügbar und bietet Einblicke in die enge Zusammenarbeit des Projektteams. Weitere Informationen und Hintergründe zum Fahrzeug stellt Audi in einem umfangreichen Medien-Set zur Verfügung.
| Merkmal | Wert |
| Systemleistung | über 1.000 PS |
| Entwicklungszeit | 405 Tage |
| Weltpremiere | 4. Juni 2026 in Antibes |
| Straßendebüt | Formel-1-Grand-Prix Monaco 2026 |
| Auszeichnung | CAR Genius Award "Design of the Year" |