Dauertest: VW Touareg 3.0 TDI – Reise-RieseFoto: Joshua Hildebrand

Auto Test Dauertest: VW Touareg 3.0 TDI – Reise-Riese

Martin Santoro

 1/22/2021, Lesezeit: 10 Minuten

Der VW Touareg tritt in jener SUV-Klasse an, in der sich Platz, Kraft und Alleskönnertum zu First-Class-Luxus verdichten. Überzeugte das Flaggschiff von Volkswagen auch im harten Dauertest-Alltag von 70.000 Kilometern?

UV sind heute sogar in der Kompakt- oder Kleinwagenklasse zu finden, die ursprünglichen Vertreter dieser Gattung sind jedoch stattlich und lassen mehr als nur eine erhöhte Sitzposition erkennen. So auch der Touareg, das Flaggschiff von Volkswagen. Das Spitzenmodell der Marke versteht sich als luxuriöser Reisebegleiter, der alles mitbekommt, was die Marke an modernster Technologie zu bieten hat. Von den Fähigkeiten und Qualitäten des Big-Size-SUV der dritten Generation hat sich GUTE FAHRT bereits bei mehreren Tests vergewissert. Darauf gab es eine Langzeiterprobung, wofür wir den Touareg in der allseits geschätzten Ausführung mit bärenstarkem Sechszylinder-TDI zum Dauertest über 70.000 Kilometer eingeladen haben.

Vom Start weg ein guter Freund

Umgehend entwickelte sich der Touareg 3.0 TDI 4Motion Tiptronic mit 286 PS Leistung zum Liebling aller Redaktionsmitglieder, die auf längere Dienstfahrten gehen mussten. Stellvertretend für die Langstreckenfahrer hielt unser damaliger Chefredakteur und heutiger GUTE FAHRT-Herausgeber Joachim Fischer gleich im ersten Eintrag des begleitenden Testprotokolls fest: „Ungeheuer souverän und komfortabel. Luxus pur mit perfekter Verarbeitung. Die Luftfederung ist super, das äußerst sanfte Abrollen beeindruckt. Der Motor ist stark und bullig mit leichter Anfahrschwäche. Super Drehmoment und perfekte Traktion. Die Lenkung ist sehr präzise und direkt, die Bremsen gut dosierbar. Geräuschisolierung ist klasse – alles wie in Watte gepackt – perfekt für die Langstrecke auch bei hohen Tempi. Der Bildschirm ist riesig, die Bedienung verständlich“. Unser neuer Chefredakteur Arne Olerth ergänzte: „Das ganze Können des Phaeton wurde auf den Touareg übertragen. Die Qualität ist schon beim satten Geräusch des Türschließens vernehmbar – wie eine Panzertür! Der formidable Antrieb ist auch bei schnellen Fahrten sparsam – ein wahres Reichweiten-Genie!“

Mit knapp fünf Metern Länge fühlt sich das Oberklasse-SUV vor allem außerhalb von Städten wohl. Wer allerdings die Allradlenkung dazu bucht, rangiert in der Stadt so agil, wie es ein Golf vermagFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Mit knapp fünf Metern Länge fühlt sich das Oberklasse-SUV vor allem außerhalb von Städten wohl. Wer allerdings die Allradlenkung dazu bucht, rangiert in der Stadt so agil, wie es ein Golf vermag
Bild 1Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Mit 128 LED pro Scheinwerfer ermöglicht das optionale IQ.Light beeindruckende Lichttechnik wie etwa punktgenaues Ausblenden von Schildern und anderen VerkehrsteilnehmernFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Mit 128 LED pro Scheinwerfer ermöglicht das optionale IQ.Light beeindruckende Lichttechnik wie etwa punktgenaues Ausblenden von Schildern und anderen Verkehrsteilnehmern
Der digitale Instrumententräger (12,3 Zoll) bietet verschieden-wählbare Info-Profile und ist Teil des optionalen Innovision CockpitFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Der digitale Instrumententräger (12,3 Zoll) bietet verschieden-wählbare Info-Profile und ist Teil des optionalen Innovision Cockpit
Das Digital-Cockpit liefert mit seiner gestochen scharfen Grafik sehr große Abbildungen, so dass selbst bei Weitsichtigkeit ohne Lesebrille die angezeigten Inhalte gut ablesbar sindFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Das Digital-Cockpit liefert mit seiner gestochen scharfen Grafik sehr große Abbildungen, so dass selbst bei Weitsichtigkeit ohne Lesebrille die angezeigten Inhalte gut ablesbar sind
Beim Dauertest-Touareg Modelljahr 2019 waren die R-Line-Pakete bereits ab der Basis optional erhältlich. Ab dem Modelljahr 2021 sind sie den Linien „Atmosphere“ und „Elegance“ vorbehalten, die wurden zudem neu sortiertFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Beim Dauertest-Touareg Modelljahr 2019 waren die R-Line-Pakete bereits ab der Basis optional erhältlich. Ab dem Modelljahr 2021 sind sie den Linien „Atmosphere“ und „Elegance“ vorbehalten, die wurden zudem neu sortiert
Kameras und Sensoren an allen Ecken – mehr elektronische Helfer als im Touareg bietet kein Volkswagen. Zudem sind die Systeme...Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Kameras und Sensoren an allen Ecken – mehr elektronische Helfer als im Touareg bietet kein Volkswagen. Zudem sind die Systeme...
... größtenteils eng miteinander vernetzt und in verschiedene Assistenzpakete wie dem optionalen „Fahrerassistenz-Paket Plus“ gebündeltFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
... größtenteils eng miteinander vernetzt und in verschiedene Assistenzpakete wie dem optionalen „Fahrerassistenz-Paket Plus“ gebündelt
Wolfsburg bündelt seinen Führungsanspruch im Touareg mit dem größten Spektrum an Assistenz-, Fahrdynamikund Komfortsystemen, die jemals in einem Volkswagen integriert wurdenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Wolfsburg bündelt seinen Führungsanspruch im Touareg mit dem größten Spektrum an Assistenz-, Fahrdynamikund Komfortsystemen, die jemals in einem Volkswagen integriert wurden
Im Touareg erreicht die Qualitätsanmutung ein neues Niveau. Materialien und Verarbeitung entsprechen durchweg Oberklasse-AnsprüchenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Im Touareg erreicht die Qualitätsanmutung ein neues Niveau. Materialien und Verarbeitung entsprechen durchweg Oberklasse-Ansprüchen
Die komfortablen und sehr bequemen ErgoComfort-Sitze sind mannigfach elektrisch verstellbar und zeigten keinerlei SchwächenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Die komfortablen und sehr bequemen ErgoComfort-Sitze sind mannigfach elektrisch verstellbar und zeigten keinerlei Schwächen
Um 16 Zentimeter lässt sich die Rücksitzanlage in der Länge verschieben. Die Lehnen sind zudem in der Neigung dreistufig verstellbarFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Um 16 Zentimeter lässt sich die Rücksitzanlage in der Länge verschieben. Die Lehnen sind zudem in der Neigung dreistufig verstellbar
USB-Ports, 220V-Steckdose sowie eine gesonderte Klimabedienung steigern die Funktionalität und den Komfort im Fond, kosten aber extraFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
USB-Ports, 220V-Steckdose sowie eine gesonderte Klimabedienung steigern die Funktionalität und den Komfort im Fond, kosten aber extra
Über die Testphase wurden 20-Zoll große Sommer- wie Winterreifen der Dimension 285/45 auf Braga-Leichtmetallrädern genutztFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Über die Testphase wurden 20-Zoll große Sommer- wie Winterreifen der Dimension 285/45 auf Braga-Leichtmetallrädern genutzt
Dass der mächtige Dreiliter-V6 kraft seiner 600 Newtonmeter keinerlei spür- und hörbare Mühe hat, Anhängerlasten bis 3,5 Tonnen zu ziehen, kürt ihn zum Gespann-KönigFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Dass der mächtige Dreiliter-V6 kraft seiner 600 Newtonmeter keinerlei spür- und hörbare Mühe hat, Anhängerlasten bis 3,5 Tonnen zu ziehen, kürt ihn zum Gespann-König
Mit ihren analogen Tasten überzeugt die Lenkradbedienung auf ganzer LinieFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Mit ihren analogen Tasten überzeugt die Lenkradbedienung auf ganzer Linie
Das Infotainmentsystem mit dem monumentalen 15-Zoll-TFT-Display (31,2 cm) erweist sich nach kurzer Eingewöhnung als ausgesprochen praktischer Partner mit enormem FunktionsumfangFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Das Infotainmentsystem mit dem monumentalen 15-Zoll-TFT-Display (31,2 cm) erweist sich nach kurzer Eingewöhnung als ausgesprochen praktischer Partner mit enormem Funktionsumfang
Passagieren im Fond bietet die Rückenlehne eine breite Mittelarmlehne mit Cup-HoldernFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Passagieren im Fond bietet die Rückenlehne eine breite Mittelarmlehne mit Cup-Holdern
Da geht was rein: Mit 810 bis 1.800 Litern fasst der Kofferraum genug für den Großeinkauf von Familien und BaumarktkundenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Da geht was rein: Mit 810 bis 1.800 Litern fasst der Kofferraum genug für den Großeinkauf von Familien und Baumarktkunden
Durch das serienmäßige Pannenset mit Kompressor befindet sich zusätzlicher Stauraum unterhalb der ebenen LadeflächeFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Durch das serienmäßige Pannenset mit Kompressor befindet sich zusätzlicher Stauraum unterhalb der ebenen Ladefläche
Beim 2019-Modell konnten ab der Basis bereits R-Line-spezifische Exterieur-Elemente bestellt werden. Darunter die trapezförmigen Design-Endrohre, die es jedoch bei Modelljahr 2021 erst ab der Ausstattunglinie „Atmosphere“ gibtFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Beim 2019-Modell konnten ab der Basis bereits R-Line-spezifische Exterieur-Elemente bestellt werden. Darunter die trapezförmigen Design-Endrohre, die es jedoch bei Modelljahr 2021 erst ab der Ausstattunglinie „Atmosphere“ gibt
Bild 21Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Nahtlos geht der massive Chromgrill in die Lichtsignatur der LED-Scheinwerfer über. In unserem Fall mit IQ.Light Matrix-LED-Technologie, die mit 1.870 Euro zu Buche schlägtFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Nahtlos geht der massive Chromgrill in die Lichtsignatur der LED-Scheinwerfer über. In unserem Fall mit IQ.Light Matrix-LED-Technologie, die mit 1.870 Euro zu Buche schlägt
Gekonnt serviert der Touareg gleichsam hohen Reisekomfort und ausgewiesene Agilität. Dabei bleibt er völlig unverkrampft – er muss nichts und niemanden etwas beweisenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Gekonnt serviert der Touareg gleichsam hohen Reisekomfort und ausgewiesene Agilität. Dabei bleibt er völlig unverkrampft – er muss nichts und niemanden etwas beweisen
Für die Lautstärkeregulierung gibt es eine praktische Drehwalze auf der MittelkonsoleFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Für die Lautstärkeregulierung gibt es eine praktische Drehwalze auf der Mittelkonsole
Zum Top-Info-Systems „Discover Premium“ zählt ein 10 GB-Speicher plus SD-KartenslotFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Zum Top-Info-Systems „Discover Premium“ zählt ein 10 GB-Speicher plus SD-Kartenslot
Das riesige Discover-Premium-Infotainmentsystem bietet übersichtlich angeordnete und große, deshalb leicht zu treffende Bedien-KachelnFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Das riesige Discover-Premium-Infotainmentsystem bietet übersichtlich angeordnete und große, deshalb leicht zu treffende Bedien-Kacheln
Das Bedienkonzept der Massagefunktionen für die Vordersitze ist leicht verständlich und wartet mit acht Einstelloptionen aufFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Das Bedienkonzept der Massagefunktionen für die Vordersitze ist leicht verständlich und wartet mit acht Einstelloptionen auf
Vollkommen digital wird die Klimatisierung vom zentralen Display aus bedient – im Dauerstest-VW via optionaler 4-Zonen-ClimatronicFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Vollkommen digital wird die Klimatisierung vom zentralen Display aus bedient – im Dauerstest-VW via optionaler 4-Zonen-Climatronic
Im Interieur stehen der Ambiente-Beleuchtung (extra) 30 mögliche Farben für die dezent schimmernden Lichtleisten zur WahlFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Im Interieur stehen der Ambiente-Beleuchtung (extra) 30 mögliche Farben für die dezent schimmernden Lichtleisten zur Wahl
Volkswagen offeriert allein vier Fahrrad-Trägersysteme zuzüglich diverser Erweiterungen für die Anhängerkupplung zu Preisen ab 500 EuroFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Volkswagen offeriert allein vier Fahrrad-Trägersysteme zuzüglich diverser Erweiterungen für die Anhängerkupplung zu Preisen ab 500 Euro
Die Regelung des optionalen Luftfahrwerks erfolgt über die beiden Dreh-Drücksteller in der MittelkonsoleFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Die Regelung des optionalen Luftfahrwerks erfolgt über die beiden Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole
Die elektrische Anhängervorrichtung wird bequem vom Laderaum aus bedientFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Die elektrische Anhängervorrichtung wird bequem vom Laderaum aus bedient
Mit knapp fünf Metern Länge fühlt sich das Oberklasse-SUV vor allem außerhalb von Städten wohl. Wer allerdings die Allradlenkung dazu bucht, rangiert in der Stadt so agil, wie es ein Golf vermagFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Mit knapp fünf Metern Länge fühlt sich das Oberklasse-SUV vor allem außerhalb von Städten wohl. Wer allerdings die Allradlenkung dazu bucht, rangiert in der Stadt so agil, wie es ein Golf vermag
Bild 1Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Bild 1
Mit 128 LED pro Scheinwerfer ermöglicht das optionale IQ.Light beeindruckende Lichttechnik wie etwa punktgenaues Ausblenden von Schildern und anderen Verkehrsteilnehmern
Der digitale Instrumententräger (12,3 Zoll) bietet verschieden-wählbare Info-Profile und ist Teil des optionalen Innovision Cockpit
Das Digital-Cockpit liefert mit seiner gestochen scharfen Grafik sehr große Abbildungen, so dass selbst bei Weitsichtigkeit ohne Lesebrille die angezeigten Inhalte gut ablesbar sind
Beim Dauertest-Touareg Modelljahr 2019 waren die R-Line-Pakete bereits ab der Basis optional erhältlich. Ab dem Modelljahr 2021 sind sie den Linien „Atmosphere“ und „Elegance“ vorbehalten, die wurden zudem neu sortiert
Kameras und Sensoren an allen Ecken – mehr elektronische Helfer als im Touareg bietet kein Volkswagen. Zudem sind die Systeme...
... größtenteils eng miteinander vernetzt und in verschiedene Assistenzpakete wie dem optionalen „Fahrerassistenz-Paket Plus“ gebündelt
Wolfsburg bündelt seinen Führungsanspruch im Touareg mit dem größten Spektrum an Assistenz-, Fahrdynamikund Komfortsystemen, die jemals in einem Volkswagen integriert wurden
Im Touareg erreicht die Qualitätsanmutung ein neues Niveau. Materialien und Verarbeitung entsprechen durchweg Oberklasse-Ansprüchen
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Um 16 Zentimeter lässt sich die Rücksitzanlage in der Länge verschieben. Die Lehnen sind zudem in der Neigung dreistufig verstellbar
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Dass der mächtige Dreiliter-V6 kraft seiner 600 Newtonmeter keinerlei spür- und hörbare Mühe hat, Anhängerlasten bis 3,5 Tonnen zu ziehen, kürt ihn zum Gespann-König
Mit ihren analogen Tasten überzeugt die Lenkradbedienung auf ganzer Linie
Das Infotainmentsystem mit dem monumentalen 15-Zoll-TFT-Display (31,2 cm) erweist sich nach kurzer Eingewöhnung als ausgesprochen praktischer Partner mit enormem Funktionsumfang
Passagieren im Fond bietet die Rückenlehne eine breite Mittelarmlehne mit Cup-Holdern
Da geht was rein: Mit 810 bis 1.800 Litern fasst der Kofferraum genug für den Großeinkauf von Familien und Baumarktkunden
Durch das serienmäßige Pannenset mit Kompressor befindet sich zusätzlicher Stauraum unterhalb der ebenen Ladefläche
Beim 2019-Modell konnten ab der Basis bereits R-Line-spezifische Exterieur-Elemente bestellt werden. Darunter die trapezförmigen Design-Endrohre, die es jedoch bei Modelljahr 2021 erst ab der Ausstattunglinie „Atmosphere“ gibt
Bild 21
Nahtlos geht der massive Chromgrill in die Lichtsignatur der LED-Scheinwerfer über. In unserem Fall mit IQ.Light Matrix-LED-Technologie, die mit 1.870 Euro zu Buche schlägt
Gekonnt serviert der Touareg gleichsam hohen Reisekomfort und ausgewiesene Agilität. Dabei bleibt er völlig unverkrampft – er muss nichts und niemanden etwas beweisen
Für die Lautstärkeregulierung gibt es eine praktische Drehwalze auf der Mittelkonsole
Zum Top-Info-Systems „Discover Premium“ zählt ein 10 GB-Speicher plus SD-Kartenslot
Das riesige Discover-Premium-Infotainmentsystem bietet übersichtlich angeordnete und große, deshalb leicht zu treffende Bedien-Kacheln
Das Bedienkonzept der Massagefunktionen für die Vordersitze ist leicht verständlich und wartet mit acht Einstelloptionen auf
Vollkommen digital wird die Klimatisierung vom zentralen Display aus bedient – im Dauerstest-VW via optionaler 4-Zonen-Climatronic
Im Interieur stehen der Ambiente-Beleuchtung (extra) 30 mögliche Farben für die dezent schimmernden Lichtleisten zur Wahl
Volkswagen offeriert allein vier Fahrrad-Trägersysteme zuzüglich diverser Erweiterungen für die Anhängerkupplung zu Preisen ab 500 Euro
Die Regelung des optionalen Luftfahrwerks erfolgt über die beiden Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole
Die elektrische Anhängervorrichtung wird bequem vom Laderaum aus bedient
Mit knapp fünf Metern Länge fühlt sich das Oberklasse-SUV vor allem außerhalb von Städten wohl. Wer allerdings die Allradlenkung dazu bucht, rangiert in der Stadt so agil, wie es ein Golf vermag

Erreicht hat uns der Touareg Modelljahr 2019 in der Basisversion (Grundpreis 62.305 Euro), allerdings aufgewertet mit einem umfangreichen R-Line Exterieurpaket zu 3.300 Euro. Heute gibt es die edlen Optik-Zutaten erst ab der Linie „Atmosphere“. Auch auf die Luftfederung mochten wir nicht verzichten, obwohl dafür alles in allem 5.900 Euro extra anfallen, weil diese Position nur in Zwangskombination mit der aktiven Wankstabilisierung und der automatischen Niveauregulierung zu haben ist. Die inzwischen im Paket enthaltene Allradlenkung war seinerzeit noch nicht verfügbar. Auch Volllederausstattung in Verbindung mit ErgoComfort-Sitzen ließen sich zum Bestellzeitzeitraum Ende 2018 noch zu 5.000 Euro als R-Line-Paket ordern – aber diese kostspieligen Zutaten sind beim hohen Anspruch eines Touareg gerechtfertigt. Das Innovision Cockpit zu 3.500 Euro sollte heutzutage schon sein, wie man auch IQ Light Matrix-LED-Scheinwerfer, Fahrerassistenz-Paket Plus sowie das Komfort-Paket „Keyless Access“ nur empfehlen kann. So summiert sich ein derart gut ausgestatteter Touareg auf mindestens 90.000 Euro. Unser Dauertester mit weiteren – teils nicht wirklich zwingend nötigen, aber umso schöneren Extras (siehe Datenbank auf Seite 76) – kam 2019 auf 107.516 Euro. Ist er das wert?

Ist der stolze Preis gerechtfertigt?

Was die Zuverlässigkeit angeht, gibt es jedenfalls keine Abstriche zu machen. Das Testprotokoll auf Seite 78 weist nur eine Infotainment-Störung beim Endspurt (Kilometerstand 62.055) aus, welche die Alltagstauglichkeit des Touareg indes nicht beeinträchtigt hat. Premiumstandard also, der sich auch in Materialanmutung und -qualität widerspiegelt. Der Passagierraum zeigt sich auch nach mehr als einjährigem, intensivem Gebrauch makellos, ebenso der Teppichbelag des Kofferabteils. Lediglich die dort nachträglich verbaute Schutzwanne hat kleine Kratzer abbekommen – was bei häufigem Be- und Entladen unvermeidbar ist. Der sehr nobel ausgekleidete Kofferraum hat sich für die Schutzauflage bedankt.

Thema Noblesse: Der Touareg vertritt ein luxuriöses Automobilkonzept, an dem alle guten Eigenschaften der Oberklasse ablesbar sind. Dazu gehört ein ausgesprochen fürstliches Raumangebot auf allen Plätzen, die durch die erhöhte Einstiegsposition zudem besonders bequem zu erreichen sind. Ein Burggefühl kommt auf, das schon vor dem ersten Meter Fahrt vermittelt, in einem großen Fahrzeug zu sitzen.

Die gesamte Redaktion war von den ErgoComfort-Sitzen in der ersten Reihe beeindruckt. Jeder Fahrer konnte die umfänglich elektrischen Verstellmöglichkeiten der Sitze samt der horizontal verstellbaren Kopfstützen zu seiner bevorzugten Ar­beits­position einstellen. Äußerst praktisch ist auch das Memory Paket „Premium“, über das sich bis zu drei Grundeinstellungen inklusive der Lenkradposition (elektrisch verstellbar) speichern lassen. Gefallen haben darüber hinaus die acht verschiedenen Massagefunktionen, die auf Wunsch sanft bis kraftvoll den Rücken kneten – auf Langstrecken eine gern genutzte Wohltat. Regen Zuspruch fand auch die dreistufig zuschaltbare Sitzlüftung. Genial, wie das System im Hochsommer einem verschwitzten Rücken vorbeugt, dabei geräuschlos die Luft absaugt, ohne einen unangenehmen Zug zu erzeugen. Die grundsätzlich leicht zu reinigenden Polster des exquisiten Lederpakets „Savona“ erwiesen sich durch das feinporig gelochte Leder der Sitzflächen jedoch als etwas schmutzanfällig. Ein Tipp: zum Lösen feiner Krümel einen Zahnstocher benutzen! Etwas empfindlich sind auch die schwarzen Klavierlackoberflächen an der Mittelkonsole. In der Praxis wird in diesem Bereich viel hantiert, wodurch leicht kleine Kratzer entstehen können. Also ist Vorsicht geboten. Wir raten auch dazu, nur dafür passende Microfasertücher zum Reinigen zu benutzen.

Ein Hauch von Nostalgie

Durchweg positiv bewerteten wiederum alle Fahrer die Bedienung des Lautstärkereglers unterhalb des Wahlhebels. Ohne Ablenkung vom Verkehrsgeschehen finden die Finger auf Anhieb das schicke, geriffelte Aluminium-Drehrad. Verlassen wir aber die praktischen Relikte aus dem Analogzeitalter und wenden uns stattdessen der schönen neuen Digitalwelt zu.

Ein Highlight im Touareg ist ganz klar das Innovision Cockpit, in dem das Display der digitalen Instrumente und der dem Fahrer zugeneigten Riesen-Touchscreen in der Mittelkonsole zu einer digitalen Einheit verschmelzen. Diese Monitorlandschaft bietet sich auf mehr als einem halben Meter Breite als Zentrale zur Steuerung der Assistenz-, Fahrdynamik- und Komfortsysteme an, dem Entertainment und der Navigation. Dass dies alles den Vorstellungen des Fahrers und seiner Gäste angepasst werden kann, dürfte klar sein. Wie tief man dabei in die digitalen Möglichkeiten eintaucht und wie sehr man sich der vielfältigen Gestaltung seiner Bildschirmwelt hingibt, hängt am Ende von den eigenen Wünschen und Vorlieben ab. Eine riesige Vielfalt jedenfalls ist gegeben, bedarf aber auch einer gewissen Einarbeitung sowie eine Affinität für die vielschichtigen Menü-Angebote. Aber es werden auch jene nichts vermissen, die sich mit der von Volkswagen vorgegebenen Belegung bescheiden sollten. Diese ist klar gegliedert und logisch strukturiert. Darüber hinaus überzeugten die Funktionen und die Ablesbarkeit des Navigationssystems Discover Premium (Bestandteil des Innovision Cockpit) ebenso wie die Darstellung und Bedienung von fahrzeugspezifischen Einstellungen, wie die Medienwiedergabe von Radio oder externen Datenträgern per Bluetooth, SD-Karte oder USB-Stick. An dieser Stelle soll auch die Musikqualität des Soundsystems Dynaudio Consequence (1.610 Euro) mit 730 Watt Gesamtleistung gelobt werden, das ein fantastisches Klangerlebnis liefert. Gleiches gilt für das Connectivity-­Paket (690 Euro) mit kabelloser Telefonschnittstelle samt induktiver Ladefunktion in der Mittelkonsole. Es bietet Telefonie in bester Qualität und hat die unterschiedlichsten Smartphones tadellos gekoppelt und geladen.


Empfehlungen für VW Original Zubehör

DACHBOX Als zusätzliche Transportmöglichkeit bietet Volkswagen für den Touareg zwei Dachboxen mit 340 (485 Euro) und 460 (587 Euro) Liter an. Sie lassen sich beidseitig öffnen und haben innen extra SpanngurteFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
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KOFFERRAUM STECKMODUL Mit dem Steckmodul (107 Euro) lässt sich das Gepäckabteil flexibel unterteilen und das Ladegut vor dem Verrutschen sichern.Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
KOFFERRAUM STECKMODUL Mit dem Steckmodul (107 Euro) lässt sich das Gepäckabteil flexibel unterteilen und das Ladegut vor dem Verrutschen sichern.
Die Modulelemente werden an den Außenkanten mit Klemmspangen fixiertFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
Die Modulelemente werden an den Außenkanten mit Klemmspangen fixiert
TRAGESTÄBE Ideal für alle Dachaufbauten sind die originalen Tragestäbe für 274 Euro. Das aus Aluminumprofilen geformte System ist leicht und lässt sich unkompliziert an der Dachreling mit Diebstahlschutz befestigenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
TRAGESTÄBE Ideal für alle Dachaufbauten sind die originalen Tragestäbe für 274 Euro. Das aus Aluminumprofilen geformte System ist leicht und lässt sich unkompliziert an der Dachreling mit Diebstahlschutz befestigen
LADERAUMWANNE Die robuste Gepäckraumschale (80 Euro) verhindert, dass der hochwertige Teppichboden im Kofferraum verschmutzt. Sehr empfehlenswert, um auch die Wertstabilität des Fahrzeugs zu erhaltenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
LADERAUMWANNE Die robuste Gepäckraumschale (80 Euro) verhindert, dass der hochwertige Teppichboden im Kofferraum verschmutzt. Sehr empfehlenswert, um auch die Wertstabilität des Fahrzeugs zu erhalten
KOFFERRAUMWENDEMATTE Alternativ zur Gepäckraumwanne gibt es eine Wendematte mit ausklappbarem Ladekantenschutz (121 Euro). Die Matte hat eine Velour-Oberseite und Unterseite mit KunststoffnoppenFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
KOFFERRAUMWENDEMATTE Alternativ zur Gepäckraumwanne gibt es eine Wendematte mit ausklappbarem Ladekantenschutz (121 Euro). Die Matte hat eine Velour-Oberseite und Unterseite mit Kunststoffnoppen
ALLWETTER-FUSSMATTEN Allwetterfußmatten schützen den Fußraum vor Matsch, Nässe und Schnee. Sie gibt es im Zweierset für vorn (66 Euro) und hinten (60 Euro) oder als Komplettset für 110 EuroFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
ALLWETTER-FUSSMATTEN Allwetterfußmatten schützen den Fußraum vor Matsch, Nässe und Schnee. Sie gibt es im Zweierset für vorn (66 Euro) und hinten (60 Euro) oder als Komplettset für 110 Euro
DACHBOX Als zusätzliche Transportmöglichkeit bietet Volkswagen für den Touareg zwei Dachboxen mit 340 (485 Euro) und 460 (587 Euro) Liter an. Sie lassen sich beidseitig öffnen und haben innen extra SpanngurteFoto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
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KOFFERRAUM STECKMODUL Mit dem Steckmodul (107 Euro) lässt sich das Gepäckabteil flexibel unterteilen und das Ladegut vor dem Verrutschen sichern.Foto: Stefan Bau, Jan Bürgermeister, Joshua Hildebrand, Uwe Möller, Arne Olerth
KOFFERRAUM STECKMODUL Mit dem Steckmodul (107 Euro) lässt sich das Gepäckabteil flexibel unterteilen und das Ladegut vor dem Verrutschen sichern.
KOFFERRAUM STECKMODUL Mit dem Steckmodul (107 Euro) lässt sich das Gepäckabteil flexibel unterteilen und das Ladegut vor dem Verrutschen sichern.
Die Modulelemente werden an den Außenkanten mit Klemmspangen fixiert
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LADERAUMWANNE Die robuste Gepäckraumschale (80 Euro) verhindert, dass der hochwertige Teppichboden im Kofferraum verschmutzt. Sehr empfehlenswert, um auch die Wertstabilität des Fahrzeugs zu erhalten
KOFFERRAUMWENDEMATTE Alternativ zur Gepäckraumwanne gibt es eine Wendematte mit ausklappbarem Ladekantenschutz (121 Euro). Die Matte hat eine Velour-Oberseite und Unterseite mit Kunststoffnoppen
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DACHBOX Als zusätzliche Transportmöglichkeit bietet Volkswagen für den Touareg zwei Dachboxen mit 340 (485 Euro) und 460 (587 Euro) Liter an. Sie lassen sich beidseitig öffnen und haben innen extra Spanngurte

Da geht was rein!

Beeindrucken konnte die ausgewiesene Transportkompetenz im Heckbereich, wo der riesige Kofferraum während des gesamten Dauerlaufs gepunktet hat. Das rechteckige, unverwinkelte Abteil fasst mit mindestens 810 Liter genügend Platz selbst für sperriges Equipment. Bei umgelegter Rückenlehne stellt der Ladebereich mit 1.800 Liter gar das Volumen des Passat Variant in den Schatten. Zur umfangreichen Variabilität zählt die geteilt um 16 Zentimeter längs verstellbare Rücksitzbank, deren Lehnen individuell in der Neigung verstellt werden können. So fand jeder Fondpassagier die optimale Sitzposition.

Über seine Staumöglichkeiten hinaus ist der Touareg im Gespannbetrieb ein ausgesprochen starker Partner. Redakteur Joshua Hildebrand, der für einen Videobeitrag auch schon mal seinen Vespa-Roller auf dem Hänger hinter sich herzog, freute sich etwa über die Rückfahrkamera: „Der Anhängerkugelkopf ist über den zentralen Bildschirm klasse zu sehen, wodurch das Andocken eines Anhängers beinahe zum Kinderspiel wird“. Arne Olerth lernte ebenfalls die enorme Zugkraft zu schätzen, als er einen Oldtimer auf einem Autotransport-Anhänger am Haken hatte. „Der Touareg ist mit 3,5 Tonnen Anhängelast ein ideales Zugfahrzeug, auch für Camper und Pferdebesitzer, die keinerlei Einschränkungen bei Gespann-Fahrten befürchten müssen“, lautet das Resümee vom GF-Chef. Die vollelektrische aus- und einschwenkende Anhängervorrichtung kommt mit perfekt zugänglicher integrierter Steckdose für die elektrische Anlage von Hänger oder Fahrradträger. Ebenso praktisch erreichbar sind die Taster für die Schwenkkupplung rechts im Laderaum. Und wenn die Fuhre rückwärts rangiert werden muss, dann übernimmt der Trailer Assist Ungeübten den Großteil der komplizierten Arbeit ab, wenn gleichzeitig der Parklenkassistent hinzu gebucht wird.

Mit überlegenem Komfort überzeugte das luftgefederte Fahrwerk. Eindrucksvoll erlebbar in der Stufe „Comfort“, der sanftesten von fünf manuell vorwählbaren Einstellungen – im übrigen ohne dass sich das Fahrver­halten in Kurven oder die Richtungsstabilität nachteilig verändern würden. Nicht mal die optionalen 20-Zoll-Räder konnten hier den positiven Eindruck schmälern. Dass der Touareg so sicher und agil ist, verdankt er auch der elektromechanischen, aktiven Wankstabilisierung eAWS (detailliert vorgestellt in einem Technik-Beitrag in GUTE FAHRT 9/2020), die neben der Kurven-Dynamik gerade auch den Federungskomfort weiter verbessert. So empfiehlt sich der Touareg auf der Straße, da sein Package und seine Technik – inklusive des permanenten Allradantriebs – ein wahrlich beeindruckendes Fahrerlebnis garantieren. Doch dank seiner ausdrücklichen Geländetauglichkeit kann er natürlich mehr als jede Luxuslimousine – nachzulesen im Fahrerlebnisbericht in GUTE FAHRT 2/2019. Dort, im marokkanischen Atlas-Gebirge, erwies sich ein vergleichbarer Testwagen als Geländegänger von echtem Schrot und Korn. Genau so soll´s sein.

Auch in der Eile kein Übermut

Ebenso selbstverständlich harmoniert der Dreiliter-TDI mit diesem Konzept, der mit seinen überzeugenden Fahrleistungen äußert gelassen wirkt. Der Sechszylinder läuft seidenweich und leise, wirkt aufgrund seines gewaltigen Drehmoments von 600 Newtonmetern in wahrlich allen Lagen ausgesprochen souverän. Testberichte in GUTE FAHRT 9/2018 und 7/2020 gehen auf die Qualitäten des Dreiliter-Selbstzünders noch spezieller ein. Für den Dauertest-Touareg 3.0 TDI V6 4Motion gibt Volkswagen einen WLTP-Normverbrauch von 8,3 Litern Diesel an. Von diesem Wert entfernte sich das SUV im Dauertest-Zyklus nur wenig, überraschte mit einem gemäßigten Verbrauch von durchschnittlich nur 8,9 Litern. Mit dem 90-Liter-Optionstank (105 Euro) sicherte das Reichweiten von über 1.000 Kilometern. Wer das Zwei-Tonnen-SUV ständig in 6,1 Sekunden von null auf Landstraßentempo beschleunigt und am Ende unbedingt über 230 km/h schnell sein will, kann den Verbrauch natürlich in den zweistelligen Bereich treiben. Wer forsch fährt, muss zudem mit einem schnellen Verschleiß der Bremsen rechnen. Selbst unsere gemischte Fahrweise hat bereits bei Kilometerstand 54.131 einen Werkstattaufenthalt nötig werden lassen (siehe Testprotokoll Seite 78), bei dem sämtliche Beläge sowie die hinteren Bremsscheiben zu tauschen waren. Doch animiert der Touareg mit seinem souveränen Antrieb, dem hohen Akustik- und Federungskomfort und dem mondänen Raumangebot eher zum entspannten Crui­sen denn zur Hatz nach neuen Bestzeiten.

Apropos Können: Werfen wir noch einen Blick auf die Assistenten. Mit ihnen kann der Touareg die Spur halten und den Lenkvorgang für eine gewisse Zeit selbst übernehmen, das Tempo und den Abstand zum Vordermann auch im Stau halten, selbstständig bremsen oder die Geschwindigkeit entsprechend der über die Frontkamera erkannten Verkehrszeichen anpassen. Die wichtigste Eigenschaft ist aber, dass die Helferlein im Touareg in einer permanenten Habachtstellung sind. Dabei agierte die Distanzkontrolle ACC sehr feinfühlig und der Front-Assist befand sich immer auf der sicheren Seite. Auch der Nachtsichtassistent arbeitete vom Hintergrund aus klasse. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera markierte die Lichtanlage im Dunkeln Fußgänger und Wildtiere gezielt, blitzte bei vorausfahrenden Radlern auf, oder bei zu nahe am Fahrbahnrand laufenden Personen. Unterstützt wird das System vom optionalen IQ.Light, eine empfehlenswerte Investition. Was die intelligente Ausleuchtung der Matrix-LED-Scheinwerfern des Touareg kann, beeindruckt nachhaltig. Einen zusammenfassenden Beitrag haben wir in GUTE FAHRT 1/2020 veröffentlicht. Die Highend-Lichttechnologie hat ebenso über den langen Testzeitraum ihre Feinfühligkeit beibehalten wie uns unser Touareg überhaupt ohne Abnutzungserscheinungen in makellosem Zustand verlassen hat. Ein Volkswagen, wie man sich ein Auto der Marke wünscht: hochwertig, vielseitig, topmodern und zuverlässig hinsichtlich seiner Langzeitqualitäten. Ein echtes Oberklasse-SUV.


Test kompakt:

Mit einem Einstandspreis von 65.000 Euro bleibt der Touareg ein Volkswagen. Mit den begehrenswerten Sonderausstattungen für insgesamt 42.000 Euro wird er zum Premium-SUV, das sich im Dauertest keinerlei Schwächen leistet. Wer dazu den souveränen und sparsamen 286-PS-TDI wählt, ist für die Langstrecke perfekt gerüstet.