VW-Vitrine: VW Blechbahn

Japanische Kleinkunst

10.12.2013 Fabian Houchangnia - Kleiner als manches Buch – seltene Blechbahn mit Käfer-Miniaturen
© Fabian Houchangnia
Die kleinen Blechkäfer gab es mit unterschiedlichen Lithographien

Schlitzpiste hin oder her, nicht jeder Vater konnte es sich vor fünfzig Jahren leisten, seinem Sohn eine Carrera Bahn zu schenken, manchmal mussten Uhrwerkautos auf einer einfachen Technofix Bahn aus Blech oder Tiefziehfolie ausreichen. Was aber nicht zwangsläufig verminderte Spielfreude bedeutete. Klar, rasante Verfolgungsjagden waren bei den einfachen Blechpisten nicht möglich, allerdings benötigten sie wenig Platz und konnten nach dem Spielen bequem unterm Bett verstaut werden.

© Fabian Houchangnia
So stellte man sich in Japan die Heimat des Volkswagens vor

Die einzige reine VW Bahn neben der von Phillip Niedermeier (vorgestellt in der VW Vitri­ne 5/2010) wurde ab 1963 von T.P.S. (Tokyo Playthings Ltd.) in Japan produziert. Mit  23,5 x 14 cm nahm die mit einer serpentinenreichen Seenlandschaft lithographierte Platte dabei weniger Platz ein als ein Buch. Auf ihr zogen uhrwerkbetriebene Käfer - mit 6,9 cm Länge gerade einmal so groß wie Siku-Autos - unbeirrt ihre Bahnen, gelenkt allein durch einen unauffälligen Blechstreifen. Die anfangs nur in weiß oder gelb erhältlichen Blechmodelle erhielten in späteren Jahren übrigens einen zweifarbigen Rallye Look, der den Käfern ein äußerst dynamisches Auftreten verschaffte.
Heute zählt die charmante T.P.S. Kleinbahn zu den Schätzen japanischer Blechspielzeugkunst, die in keiner VW Vitrine fehlen sollte.

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ModellfahrzeugeVW KäferOldtimerAusgabe 11/2013

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