VW-Vitrine: ECA Brezelkäfer

Brezeln aus Barcelona

13.08.2013 Fabian Houchangnia - Wenn auch noch Plagiate kopiert werden... EKO baute in Spanien Wikings Plastik- Brezelkäfer nach. ECA aus Barcelona kopierte wiederum die Modelle von EKO
© Fabian Houchangnia
Wirklich selten: ECA Modelle in ihrer Originalverpackung

Bei Wiking war man sauer. Schon wieder tauchten Plagiate der eigenen Plastikmo­delle auf. Diesmal jedoch nicht aus Hong Kong sondern aus Spanien, wo bereits EKO munter quer durch den Katalog das Programm der Berliner kopierte. Doch auch in Spanien gab es lange Gesichter und zwar bei EKO selbst, denn der erfolgreiche Hersteller sah sich einem frechen Rivalen aus der eigenen Heimatstadt gegenüber. Dieser firmierte unter dem Namen ECA und machte der Firma aus Barcelona in den frühen 1960er Jahren heftig Konkurrenz.

Billigkopien aus Katalonien

Allerdings erwiesen sich die ECA Produkte als reine Billigkopien. So waren die 4,7 Zentimeter langen Brezelkäfer im Maßstab 1:86 aus weichem Plastik gefertigt, wie beim Berli­ner Original gab es kein Chassis, die hinteren Seitenfenster blieben daher aus Stabilitäts-grün­den verschlossen. Immerhin ein Fortschritt gegenüber der gänzlich unverglasten Wiking Brezel. Minimale Veränderungen des zudem etwas kleineren Plagiats wurden auch im Bereich der Stoßstangen vorgenommen. Da sich auf Dauer jedoch nur Kreativität und Qualität durchsetzen, verschwand ECA jedoch recht bald wieder von der Bildfläche.

© Fabian Houchangnia
Die Urform der Modelle stammt von Wiking

Aus Sicht des Sammlers gehören ECA Brezelkäfer daher zu den seltensten Plastikmodel­len in dieser Größe. Das hier abgebildete Geschenkset - bestehend aus insgesamt fünf unterschiedlich farbigen Brezelkäfer-Modellen sowie einer Tankstelle samt Waschstraße und Werkstatt - erzielt heutzutage bereits Liebhaberpreise.

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ModellfahrzeugeKäferOldtimerAusgabe 8/2013

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