Reportage: Offroadparks

Ab ins Gelände!

17.07.2013 Klaus Morhammer - Wer wirklich herausfinden möchte, was mit seinem SUV im Gelände geht, sollte einen Offroad-Park besuchen. Ausritte sind hier legal und die Parcours versprechen Abenteuer
© J. Bürgermeister
Reportage: Das Fahren auf losem Untergrund will gelernt und geübt sein

Wer sich für ein SUV entscheidet, tut das in der Regel nicht seiner Geländetauglichkeit wegen. Muss auch nicht sein. Touareg und Co. machen ja nun wirklich auch auf Münchens Leopoldstraße oder auf dem Ku‘damm in Berlin eine gute Figur. Nichtsdestotrotz sind die Offroad-Qualitäten der Sport Utilities von Volkswagen, Audi und Porsche keine leeren Versprechungen. So wie ein paar flotte Runden auf der Rennstrecke mit GTI, R8 und GT3 jede Menge Spaß bereiten, kann auch der scheinbar mühelose Trip durch unwegsames Gelände mit einem country-gängigen Fahrzeug wahre Glücksgefühle auslösen. Einfach am nächsten Feldweg rechts abbiegen, ist aber ebensowenig eine gute Idee wie die Landstraße zur Rennstecke umzufunktionieren. Doch mittlerweile gibt es landauf, landab eine ganze Reihe von Offroadparks, in denen man ganz legal den Geländefähigkeiten seines Autos auf den Zahn fühlen kann.

Etwa der Offroad Park Böser Wolf in Knüllwald (http://www.offroadpark-knuellwald.de), rund 45 Kilometer südlich von Kassel direkt an der A7 gelegen, bietet sich dafür an. Wochenends und an Feiertagen ist dort geöffnet. Zu erkunden gibt es auf 70 ha Fläche Wege im Wald, in der Sandgrube oder auf dem Tagebaugelände mit unterschiedlichstem Untergrund. Das Tages ticket zum freien Fahren kostet 30 Euro. Wer Blut geleckt hat, kann vor Ort auch einen Ritt auf einem Panzer, Bagger, Radlader oder einem kultigen Hummer buchen.

In allen Schwierigkeitsgraden

50 Kilometer westlich von Ingolstadt trifft der geneigte Geländepilot auf den Offroadpark Langenaltheim (http://www.offroadpark-langenaltheim.de). Dort stehen wochenends auf 10 Hektar Pisten für den Einstieg bis hin zum Experten-Parcour zur Auswahl. Reservierung oder Anmeldung ist hier nicht erforderlich. Der Tagessatz für freies Fahren liegt bei 25 Euro.

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Auch in der Nähe des Nürburgrings gibt es ein Offroad-Gelände

Ein SUV-Einsteigertraining unter fachkundiger Anleitung steht ab 230 Euro auf dem Programm. Ein spannendes Offroad-Camp hat Jänschwalde zu bieten (http://www.msz-jaenschwalde-gmbh.net), etwa 150 Kilometer südöstlich von Berlin. Auch hier ist auf 54 ha das komplette Programm an Geländevarianten enthalten. Der Tages-Obulus beträgt 25 Euro.

Europas größter Offroad-Freizeitpark liegt 45 Kilometer nordwestlich von Osnabrück. Der Fürsten Forrest (http://www.furstenforest.de) bei Fürstenau wartet auf 400 ha nicht nur mit Gelände jeden Schwierigkeitsgrades auf, sondern auch mit einem umfangreichen Rahmenprogramm, das von der Kartbahn bis zum Bogenschießen, vom Hubschrauber-Rundflug bis zum Kurztrip mit Lamborghini, Ferrari oder Porsche reicht. Letzteres freilich nur auf geteerten Straßen. Das freie Fahren mit dem eigenen SUV kommt auf 39,50 Euro pro Tag, Kurse werden ab 280 Euro angeboten. Geöffnet ist hier das ganze Jahr über täglich.

Absolut urig gibt sich dagegen das Gelände von "Wurzelsepp" in Peckfitz (http://www.wurzelsepp-peckfitz.de), 35 Kilometer östlich von Wolfsburg. Wie der Name, so die Anlage. Offroad-Spaß ohne Pomp für 20 Euro pro Tag. Nicht weit entfernt, rund 35 Kilometer nordwestlich der Volkswagen-Stadt, liegt der Offroadpark Südheide (http://www.offroadpark-südheide.de). Dort ist man freitags bis sonntags für 25 Euro Tagespauschale geländegängig unterwegs.

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Verwindungsbahnen versprechen spektakuläre Kletterübungen

Der Freizeitpark Mammut in Stadtoldendorf (http://www.fpmammut.de), 125 Kilometer östlich von Bielefeld, führt neben einfachen bis sehr schweren Strecken Campingplatz, Pension und Restaurant, aber auch Landrover-, Panzer- und Hummer-Vermietung. Der Tagessatz für freies Gelände-Cruisen beträgt 30 Euro, Kurse werden ab 125 Euro abgehalten. Das Offroadcamp Karenz (http://www.offroadcamp-karenz.de), 135 Kilometer östlich von Hamburg, hat für 25 Euro pro Tag wochenends geöffnet und bietet auf 20 ha als Attraktion auch Nachtfahrten an. 40 Kilometer nördlich von Magdeburg trifft man auf den Offroad Park Mahlwinkel (http://www.offroadpark-mahlwinkel.de). Auch dort gibt es neben freiem Fahren mit dem eigenen SUV Panzerund Hummer-Ritte zu buchen. Der Tagespreis beläuft sich auf 25 Euro.

Neu eröffnet hat gerade die 80 ha große Offroad Experience in unmittelbarer Nähe des Nürburgrings (http://www.nuerburgring.de). Dort allerdings ist einfach so fahren nicht möglich. Dafür werden maßgeschneiderte Arrangements für private Gruppen oder Firmenevents angeboten. Klein, aber fein gibt sich der "Werler Ring". Der Offroadpark des Motor Sport Clubs Werl (http://www.msc-werl.de/offroadpark) bietet ideale Pisten für SUV-Fahrer, die nicht gleich in extremes Gelände wollen. Die 7,5-ha-Anlage steht 35 Kilometer östlich von Dortmund, der Tag kostet dort 20 Euro. Geöffnet ist von April bis September, jeweils montags, dienstags, donnerstags und freitags. Ganz weit nördlich stößt man auf das 13-ha-Offroad-Gelände Steinhagen des Motorsport-Clubs Nordvorpommern (http://www.msc-nordvorpommern.de). Es liegt 75 km östlich von Rostock, nur einen Katzensprung von der Ostsee entfernt. Hier kostet ein Tag Geländefahren 15 Euro.

Es geht auch ganz extrem

Wem das alles nicht weit genug geht, der hat vielleicht Spaß an einer Alpen-Überquerung. Hierbei stellt die raue Natur das Geläuf. Das Team von TC-Offroad-Trekking (http://www.tc-offroad-trekking.de) hat sich auf solche Extrem-Touren spezialisiert, bietet aber auch SUV-Trainings auf lokalen Geländen an. Man muss nicht. Man kann. Wer es probiert, dem ist intensives Erleben des eigenen SUV garantiert.

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Ausgabe 7/2013SUVReportage

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