Kurztest: Skoda Octavia Combi 1.0 TSI E-Tec – Smarte Basis mit Elektro-BoosterFoto: Martin Santoro

Skoda Octavia Kurztest: Skoda Octavia Combi 1.0 TSI E-Tec – Smarte Basis mit Elektro-Booster

Martin Santoro

 2/18/2022, Lesezeit: 3 Minuten

Skoda spendiert dem Octavia einen kleinen Benziner mit Mild-Hybrid-System. Das sparsame 110-PS-Aggregat überzeugt im Combi mit souveränen Fahrleistungen

Für den multi-talentierten Octavia Combi mit 110 PS- Einliter-TSI als Basismotor ruft Skoda in der Grundausstattung Active 23.590 Euro auf. Ein faires Angebot, zumal der Tscheche in Sachen Raumangebot kaum zu schlagen ist. Zum grundsoliden Basisantrieb gibt es den Octavia Combi mit dem gleichen 110-PS-Turbobenziner aber auch noch als E-Tec mit DSG-Automatikkomfort zum Preis von 29.100 Euro ab der Linie Ambition. Der technisch anspruchsvolle Dreizylinder mit variabler Turbo-Turbinengeometrie arbeitet von Haus aus im effizienten Miller-Brenn-Verfahren. Als E-Tec bekommt er zusätzlich elektrische Unterstützung durch einen Riemen-Starter-Generator, kurz RSG.

Obligatorisch ist beim E-TEC eine 7-Gang-DSG-Automatik an BordFoto: Martin Santoro
Obligatorisch ist beim E-TEC eine 7-Gang-DSG-Automatik an Bord
Ab Ambition erhältlich, schmeichelt der E-Tec in der Linie Style mit 17-Zoll-Rädern und schlüsselosem Kessy-SystemFoto: Martin Santoro
Ab Ambition erhältlich, schmeichelt der E-Tec in der Linie Style mit 17-Zoll-Rädern und schlüsselosem Kessy-System
Bild 2Foto: Martin Santoro
Bequem gestaltete Ergo-Sitze gibt es für 310 Euro, wobei der Fahrersitz im Style bereits elektrisch verstellbar istFoto: Martin Santoro
Bequem gestaltete Ergo-Sitze gibt es für 310 Euro, wobei der Fahrersitz im Style bereits elektrisch verstellbar ist
Eine Fahrprofilauswahl ist ab dem Style bereits Serie, Sportfahrwerk oder adaptive Dämpfer (870 Euro) kosten extraFoto: Martin Santoro
Eine Fahrprofilauswahl ist ab dem Style bereits Serie, Sportfahrwerk oder adaptive Dämpfer (870 Euro) kosten extra
Der kleine Einliter-Dreizylinder zeigt sich agil, elastisch und sparsamFoto: Martin Santoro
Der kleine Einliter-Dreizylinder zeigt sich agil, elastisch und sparsam
LED-Rückleuchten mit animierten Blinkern gibt es beim Style on topFoto: Martin Santoro
LED-Rückleuchten mit animierten Blinkern gibt es beim Style on top
Obligatorisch ist beim E-TEC eine 7-Gang-DSG-Automatik an BordFoto: Martin Santoro
Obligatorisch ist beim E-TEC eine 7-Gang-DSG-Automatik an Bord
Ab Ambition erhältlich, schmeichelt der E-Tec in der Linie Style mit 17-Zoll-Rädern und schlüsselosem Kessy-SystemFoto: Martin Santoro
Ab Ambition erhältlich, schmeichelt der E-Tec in der Linie Style mit 17-Zoll-Rädern und schlüsselosem Kessy-System
Ab Ambition erhältlich, schmeichelt der E-Tec in der Linie Style mit 17-Zoll-Rädern und schlüsselosem Kessy-System
Bild 2
Bequem gestaltete Ergo-Sitze gibt es für 310 Euro, wobei der Fahrersitz im Style bereits elektrisch verstellbar ist
Eine Fahrprofilauswahl ist ab dem Style bereits Serie, Sportfahrwerk oder adaptive Dämpfer (870 Euro) kosten extra
Der kleine Einliter-Dreizylinder zeigt sich agil, elastisch und sparsam
LED-Rückleuchten mit animierten Blinkern gibt es beim Style on top
Obligatorisch ist beim E-TEC eine 7-Gang-DSG-Automatik an Bord

Schlaues Antriebs-Konzept

Diese im Riementrieb integrierte E-Maschine fungiert als Anlasser und Lichtmaschine und hilft obendrein bei der Bremsenergie-Rückgewinnung, Rekuperation genannt. Die clevere Technik trägt in erster Linie zur Verbrauchsreduktion bei. Um bis zu 0,4 Liter Super auf 100 Kilometer lassen sich nach NEFZ-Norm einsparen, im WLTP-Zyklus sind es immer noch 0,1 Liter.

Zurück zum RSG. Der arbeitet mit einer Spannung von 48-Volt im Verbund mit einer Lithum-Ionen-Batterie (0,6 kWh), die platzsparend unter dem Beifahrersitz verschwindet. Dort wird die zurückgewonnene Energie beim Rekuperieren gespeichert. Diese Mild-Hybrid-Technologie erlaubt auch eine zusätzliche Unterstützung des Verbrenners mit bis zu 50 Newtonmetern und ermöglicht darüber hinaus das Segeln, sprich das antriebslose Gleiten bei abgeschaltetem Motor, wenn der Fahrer vom Gas geht. Beim erneute Tritt aufs Gas oder beim Verzögern wird der Motor binnen Sekundenbruchteilen vom RSG angeworfen und eingekuppelt. Das erklärt, warum es das famose E-Tec-Konzept zwangsläufig nur mit DSG gibt, das in diesem Falle sieben Fahrstufen aufweist.

Der Octavia choreografiert den komplexen Antrieb perfekt, der Pilot kann sich ganz aufs Fahren konzentrieren. Vorausschauende Fahrer werden schnell ihre Freude am Sparpotential des Motors haben. Wir ermittelten auf der normierten GF-Verbrauchsrunde einen Verbrauch von 5,6 Liter auf 100 Kilometer. Legt man es konsequent auf Sparsamkeit an, so wird die Fünf-
Liter-Marke schnell unterboten. Da kommt wahrlich Freude auf, ohne dass man auf Fahrspaß gänzlich verzichten muss.

Denn in der Praxis bringt die softe Hybridisierung nicht nur Vorteile im Verbrauch. Der E-Tec-Fahrer profitiert zudem von einem gehobenen Antriebskomfort, den konventionelle DSG-Fahrzeuge in dieser Art nicht bieten. Gerade beim Anfahren aus dem Stand spürt man Zusatzpower, die E-Maschine boostet. Bei niedrigen Drehzahlen fühlt sich der Motor damit eher nach 1,5- denn 1,0-Liter-Hubraum an. Gangwechsel, Segeln, Motor-Aus, Wiederanwerfen – all das gelingt dem Aggregat geschmeidig und ruckfrei.

Die Nennleistung von 110 PS bleibt beim E-Tec freilich dieselbe wie beim Basis-Antrieb. Damit wird der Octavia Combi zwar nicht zum Autobahn-Räuber, bis zur Richtgeschwindigkeit auf der selbigen geht es dennoch flott voran. Darüber schafft es der 1,4-Tonnen-Frachter aber mit etwas Geduld und beharrlichem rechten Fuß auf gut 200 Stundenkilometer.

Fit für alle Fälle

Auch die dynamischen Messungen passen. Mit 11,1 Sekunden im Standardsprint untermauert der grundsätzlich mit Frontantrieb ausgerüstete E-TEC bei den Messungen seine Potenz, wenngleich sich der Vorwärtsdrang anhand des kurzfristigen E-Boots nach noch mehr anfühlt. Doch um sportliche Höchstleistungen geht es beim E-Tec gar nicht. Dafür hat Skoda passendere Octavia – zum Beispiel mit RS-
Typenschild – im Programm.

Auch beim Fahrkomfort des E-Tec gibt es nichts zu meckern. Die Verbundlenker-Hinterachse mag zwar an die Qualitäten der Mehrlenker-Konstruktion stärkerer Motorisierungen nicht heran reichen, aber insgesamt macht der Skoda auch hier sein Sache einfach gut.


Test kompakt:

Der Octavia Combi 1.0 TSI E-Tec überzeugt mit gutem Antriebs-Komfort und geringem Verbrauch. Das Raumangebot passt ebenso wie Komfort und Bedienung. Zudem bringt er in der Ambition-Ausstattung schon viele Extras mit.