Kurztest Seat Ibiza 1.5 TSI DSG FRJungbrunnen

Joachim Fischer

 · 01.07.2021

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Foto: Martin Santoro

Das temperamentvolle Topmodell der Ibiza-Baureihe: Exklusiv im sportlichen sowie top ausgestatteten FR-Modell gibt es den vierzylindrigen 1.5 TSI mit 150 PS und 250 Nm

Olé würde wohl mancher Spanier begeistert ausrufen, wenn er mit dem agilen Seat Ibiza 1.5 TSI DSG gerade mal wieder einen der landestypisch allgegenwärtigen Kreisverkeh­re zackig umrundet hat wie einst Andrés Iniesta seine Gegner auf dem Fußballplatz. Ja, der kleine Fünfsitzer aus Martorell bei Bar­celona ist ein echter Flügelflitzer – zumindest wenn er als Topmodell der Baureihe in FR-Ausstattung auch noch mit dem vierzylindrigen Turbo-Benziner 1.5 TSI antreten darf. Der leistet 150 PS und stramme 250 Nm Drehmoment schon ab 1.500 Kurbelwellenumdrehungen und hat mit dem nur rund 1.200 Kilo leichten Ibiza keine Mühe. Die GF-Messanlage stoppte den Kleinen im Standardsprint aus dem Stand auf 100 Kilometer pro Stunde mit flotten 7,9 Sekunden, ganze drei Zehntel schneller als von Seat versprochen. Die Vmax liegt bei sportlichen 213 km/h, der Überholsprint von 80 auf 120 km/h dauert gerade mal 5,2 Sekunden. Das kann sich sehen lassen. Viel mehr aber überzeugt, wie das Triebwerk an die Arbeit geht: druckvoll, agil und absolut drehfreudig. Und es geizt nicht mit einem sportlich-heiseren Ton. Dazu passt natürlich besonders gut die gerade in Deutschland so be­liebte FR-Ausstattung mit ihren vielen sportlichen Details wie: Fahrprofilen, Sportfahrwerk und -Lenkrad, 17-Zoll-Räder (am Testwagen waren 18-Zöller für 450 Euro Aufpreis montiert), LED-Heckleuchten und -TFL und die Abgasan­lage mit zwei Chromblenden neben dem FR-Heckdiffusor. Komfortseitig stoßen die Climatronic, elektrische Fensterheber vorne wie hinten, eine GRA, das Licht&Sicht-Paket sowie – neben vielen ande­ren Goodies – die Ambientebeleuchtung hinzu.

Der serienmäßige 7-Gang-DSG-Automat verrichtet sei­ne Arbeit flink, ruckfrei und im besten Wortsinn un­auf­fällig. Auf D schaltet er spritsparend früh hoch, im Sportprogramm S verweilt er länger in den je­wei­­ligen Gangstufen, spricht auf Gasbefehle giftiger an. Die elektromecha­nische Servolenkung agiert je nach Fahrprofil ebenfalls unterschiedlich, hinterlässt aber speziell im Sport­modus einen angenehm direkten, nicht zu leichtgängigen und exakten Eindruck. Das Sportfahrwerk des FR ist straff, aber nicht unkomfor­tabel ausgelegt. Auch mit den am Testwagen montierten 18-Zöllern bietet er genug Abrollkomfort, eine Dämpferverstellung gibt‘s leider nicht.

Top-Ausstattung und bezahlbare Extras

Aber auch ohne diese ist der Ibiza FR auf der Landstraße und in der City ein ausgesprochen wendiger, agiler Geselle. Wenig Wank- und Nickbewegungen unterstreichen seinen sportlichen Anspruch ebenso wie die gute Traktion sowie die Vmax. Die erreicht er ohne große Umschwei­fe, der Geradeauslauf überzeugt auch auf schnellen Etappen. Das Platzangebot ist für die Fahrzeugklasse gut. Vier Personen und Gepäck passen immer, zu Fünft wird es hinten naturgemäß etwas enger.

Für die heute unverzichtbare Konnektivität sorgen ab der Style-Ausstattung ein Media-System mit 6,5-Zoll-Farb-Touchscreen, USB-C- und Bluetooth-Schnittstelle, Freisprechanlage, Audio-Streaming und DAB+-Radio. Unser Tipp: Neben dem Ibiza 1.5 TSI DSG FR ab 24.890 Euro gibt es für nur 430 Euro mehr den FR „Beats“, dessen Vorteilspaket „Infotain“ das 8-Zoll-Media-System „Plus“ inklusive Navi, Seat-Connect-Vorbereitung, den Wireless Charger, Voll-LED-Scheinwerfer und das namens­gebende Beats-Audiosystem mit insgesamt 1.820 Euro Preisvorteil an Bord bringt. Olé!