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Starthilfe bei Start/Stopp

04.01.2011 Gute Fahrt - In der Bedienungsanleitung meines Golf Blue Motion steht, dass man für Starthilfe beim Empfängerfahrzeug die Polklemmen nur an der Karosseriemasse und am Batterieplus anschließen darf. Galt das denn nicht schon immer? Franz Gruger per E-Mail

R&T-Team: Sie haben Recht: Wenn die Starterbatterie so tief entladen ist, dass der Wagen nicht mehr von selbst anspringt und daher Starthilfe benötigt, muss das Überbrückungskabel richtig angeschlossen werden: Zuerst die beiden Pluspole der Batterien von Empfänger- und Spenderfahrzeug mit den roten Polklemmen verbinden. Dann beide schwarze Polklemmen in die Hand nehmen, eine davon an den Minuspol der Spenderbatterie klemmen und den zweiten an ein Metallteil des Motors oder an einen Massepunkt des Empfängerfahrzeuges – auf keinen Fall aber an den Minuspunkt der leeren Batterie. Denn dann würde der gesamte Starterstrom über die Batterie laufen, was diese im entladenen Zustand überhaupt nicht mag und was wegen Knallgasbildung sogar gefährlich sein kann.

Diese Regel galt schon immer – und wird bei Fahrzeugen mit Start-Stopp-Anlage besonders betont, weil bei falscher Starthilfe nicht nur eine Beschädigung der Batterie droht, sondern auch der Batteriesensor am Minus-Pol durcheinander gebracht wird, so dass dieser fortan falsche Werte liefert. Apropos Beschädigung: Wenn eine Starterbatterie einmal so tief entladen wurde, dass das Auto nicht mehr aus eigener Kraft starten konnte, ist der Stromspeicher bereits vorgeschädigt und wird nicht mehr seine volle Leistung erreichen. Das bleibt im Sommer meist unbemerkt, weil der Wagen trotzdem leicht anspringt. Wenn jedoch die Temperaturen sinken, wird die volle Batterieleistung gefordert, steht aber nach einer Vorschädigung nicht mehr zur Verfügung. Dann kann ein Batteriewechsel erforderlich sein.

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StarthilfeAutobatterie

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