Vorstellung Porsche Boxster 25 Jahre: Forever young

Porsche 718 Boxster Vorstellung Porsche Boxster 25 Jahre: Forever young

Arne Olerth

 2/19/2021, Lesezeit: 4 Minuten

Der Boxster ist nicht bloß ein zeitloser Roadster, er rettete Porsche 1996 gar vor dem Untergang. Die Sportwagen- Schmiede feiert das Jubiläum mit dem „Boxster 25 Jahre“- Sondermodell

Schon heute ein begehrenswertes Sammlermodell mit WertsteigerungsgarantieFoto: Porsche
Schon heute ein begehrenswertes Sammlermodell mit Wertsteigerungsgarantie
Bild 1Foto: Porsche
Das Jubi-Modell basiert auf dem Boxster GTS 4.0. 400 hochemotionale PS zelebriert der Sechszylinder-Boxer bei 7.000 TourenFoto: Porsche
Das Jubi-Modell basiert auf dem Boxster GTS 4.0. 400 hochemotionale PS zelebriert der Sechszylinder-Boxer bei 7.000 Touren
GT-Silbermetallic mit Kontrasten in Neodyme greifen das Farbschema des Prototypen von 1993 aufFoto: Porsche
GT-Silbermetallic mit Kontrasten in Neodyme greifen das Farbschema des Prototypen von 1993 auf
Elektrisches Stoffverdeck mit geprägtem Modell- Schriftzug. Alternativ in Schwarz erhältlichFoto: Porsche
Elektrisches Stoffverdeck mit geprägtem Modell- Schriftzug. Alternativ in Schwarz erhältlich
Rote Lederausstattung, GT-Multi- Sportlenkrad in Serie. PDK oder Handschaltung nach WahlFoto: Porsche
Rote Lederausstattung, GT-Multi- Sportlenkrad in Serie. PDK oder Handschaltung nach Wahl
Schon heute ein begehrenswertes Sammlermodell mit WertsteigerungsgarantieFoto: Porsche
Schon heute ein begehrenswertes Sammlermodell mit Wertsteigerungsgarantie
Bild 1Foto: Porsche
Bild 1
Das Jubi-Modell basiert auf dem Boxster GTS 4.0. 400 hochemotionale PS zelebriert der Sechszylinder-Boxer bei 7.000 Touren
GT-Silbermetallic mit Kontrasten in Neodyme greifen das Farbschema des Prototypen von 1993 auf
Elektrisches Stoffverdeck mit geprägtem Modell- Schriftzug. Alternativ in Schwarz erhältlich
Rote Lederausstattung, GT-Multi- Sportlenkrad in Serie. PDK oder Handschaltung nach Wahl
Schon heute ein begehrenswertes Sammlermodell mit Wertsteigerungsgarantie

Kaum zu glauben – zumindest aus heutiger Sicht: Anfang der Neunziger-Jahre waren die Zeiten für Porsche alles andere als rosig. Der Dollar-Kurs befand sich seit Jahren schon im Sinkflug, brachte die Sportwagen-Manufaktur tief in die roten Zahlen. Zudem hatten sich die Verkaufszahlen halbiert. Ursache: das Portfolio, das abseits des 911 reichlich Staub angesetzt hatte. So dümpelte der V8-Transaxle-Gran Turismo 928 mit jährlichen Absatzzahlen im dreistelligen Bereich genauso seinem Ende entgegen wie das Vierzylinder-Pendant 968. Fußt dieser letztendlich doch auf dem 924, einer Entwicklung aus den frühen Siebzigern.

Und der Elfer? Wurde immer teurer, setzte erst mit dem 996 ab 1997 zu neuen Höhenflügen bei den Absatzahlen an. Es fehlte ein vergleichsweise preisgünstiges Volumen-Modell für den Massenmarkt. In den Schubladen des Porsche-Entwicklungszentrums Weissach aber lagen die Pläne für eben solch ein Modell – einen kompakten Mittelmotor-Roadster. Diese Fahrzeug-Gattung war damals so hipp wie heute das SUV. Ursprünglich ein Entwicklungsauftrag für Seat, konzipierte Porsche zwischen 1984 und 1987 den Typ 984. Auch wenn der Absturz des Dollar das Projekt schließlich kippte, so waren doch die Grundlagen für den finanziellen Rettungsanker gelegt. Zu Jahresbeginn 1993 wurde dieser auf der Autoshow in Detroit in Form des Porsche Boxster Concept der Öffentlichkeit präsentiert. Der Prototyp traf genau den Nerv der Zeit, wurde zum „Best of Show“ geadelt. In drei Jahren brachten die Schwaben den Boxster zu Serienreife, der 1996 als Typ 986 den wirtschaftlichen Aufschwung in Zuffenhausen einläutete. Die Verkaufszahlen explodierten, Porsche fuhr in die schwarzen Zahlen. Rund die Hälfte der Gesamt-Verkäufe entfielen auf den knackigen Roadster mit Sechszylinder-Boxer im Heck, dessen Namen eine Kreuzung eben dieses Motor-Typs mit dem Begriff Roadster darstellt. 1997 übertreffen die Bestellungen bereits die Kapazitäten des Stammwerks, sorgen für eine Ausweitung der Produktion bei einem finnischen Karosserie-Bauer.

Ein Viertel-Jahrhundert ist das nun her, Porsche konnte bisher mehr als 357.000 Einheiten des kompakten Roadsters in vier Generationen an glückliche Kunden bringen. Die Sportwagen-Schmiede feiert den Triumphzug des Boxsters jetzt mit einem exklusiven Sondermodell: dem Boxster 25 Jahre.

Wert- und Lust-Zuwachs garantiert

Die dafür aufgerufenen 94.000 und 986 Euro sind gut angelegt, kann dem Sondermodell doch eine große Karriere als begehrtes Sammlerobjekt mit Wertsteigerungspotential prophezeit werden. Dazu trägt neben der Limitierung auf gerade einmal 1.250 Exemplare insbesondere das liebevoll geschnürte Ausstattungspaket bei, das Bezug nimmt auf jenen in Detroit präsentierten Prototypen: So ist die Karosserie in GT-
Sil­bermetallic lackiert, veredelt mit kontrastierenden Elementen in Neodyme – einem neu interpretierten, kupferfarbenen Braun. Dieses findet sich wie beim Prototypen an der Frontschürze, den seitlichen Lufteinlässen und den 20-Zoll-Felgen. Auch der Schriftzug am Heck kommt in dieser Farbe – ganz so wie 1993. Alternativ gibt es das Jubi-Modell auch in Tiefschwarz- oder Carreraweiß-Metallic. Das elektrische, rote Stoffverdeck ziert eine feine Namensprägung.

Bordeauxrotes Leder dominiert das Interieur des Box­ster 25 Jahre – eine Reminiszenz an seine Urahn.
Porsche kontrastiert das mit in Aluminium gehaltenen Akzenten. Das charmante GT-Multifunktions-Sportlenkrad mit Heizung gehört genauso zur Serienausstattung wie 14-fach elektrisch verstellbare Sportsitze – lecker! Dahinter installiert Porsche das Sahne-Triebwerk der Baureihe: den 4.0-Sechszylinder-Boxer mit satten 400 PS. Der charismatische Saugmotor ist damit etwa doppelt so stark wie das Ursprungstriebwerk (204 PS). PDK oder Schaltgetriebe, der Sammler, pardon: Käufer hat die Wahl. Das Sport Chrono-Paket und Porsches Active Suspension Management-Sportfahrwerk mit 10 Millimeter Tieferlegung sind genauso an Bord wie das Porsche Torque Vectoring-System mit mechanischer Hinterachs-Quersperre. Feinste Zutaten also für ein gleichermaßen sportlich-dynamisches Hand­ling wie kommoden Fahrkomfort. Als Kirsche auf dem Kuchen fungiert die Sportabgas-Anlage mit hochglänzenden Endrohren in Aluminium-Optik.

In 4,0 Sekunden sprintet der Jubi-Boxster auf Tempo Einhundert, weiter bis 293 km/h. Bleibt zu hoffen, dass möglichst viele Exemplare dazu genutzt werden, was der Prototyp schon 1993 versprach: freudvoll-erquickliches Fahrvergnügen mit allen Sinnen zu erleben.