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Gute Fahrt Ausgabe 10/2021

23.09.2021 Arne Olerth - Ab 24. September im Handel: Alle Neuheiten von der IAA Mobility in München und viele weitere spannende Themen!

Dieses Jahr war alles anders, und das lag ausnahmsweise einmal nicht am Corona-Virus: Die Leitmesse der Auto- mobilindustrie fand Anfang September statt – mit neuem Standort, neuem Konzept und sogar einem neuen Namen. So wurde aus der traditionsreichen Internationalen Automobilausstellung IAA die IAA Mobility, der bisherige Messestandort Frankfurt, an dem die IAA seit 1951 im Zweijahres-Rhythmus gastierte, wurde durch die bayerische Landeshauptstadt München ersetzt.

© GF/Bürgermeister
GUTE FAHRT Ausgabe 10/2021

Bedeutsamer aber erwies sich das neue inhaltliche Konzept der Messe: Sie sagt der starren Fixierung auf das Automobil Goodbye, öffnet sich für alternative Mobilitätskonzepte und versteht sich als Plattform für zukunftsgerichtete Mobilität. Erstmals waren daher auch viele Fahrradfirmen präsent, Mobilitätsdienstleister sowieso.

Gleichwohl hat die Automobilausstellung für den Fachbe­sucher an Bedeutung verloren, verfestigt den Trend, der sich seit Jahren bei allen Auto-Messen abzeichnet: Viele Hersteller blieben der Veranstaltung fern, die anwesenden brannten statt eines fulminanten Neuheiten-Feuerwerks eher ein gemütliches Schwedenfeuer ab. So waren auch die Neuheiten des VW-Konzerns überschaubar. Zudem wurden diese allesamt als Konzeptstudien vorgestellt, deren Überführung in die Serie noch Jahre dauern wird.

Doch seien wir ehrlich: Schon zu Frankfurter Zeiten wurde der Trend geboren, habhafte Modellneuheiten bereits vor der IAA zu präsentieren – schlicht um mehr Aufmerksamkeit zu generieren. Und die jetzt gezeigten Con­ceptcars VW ID. Life und Cupra Urban Rebel legen das Einsatzgebiet neuer E-Autos dorthin, wo er am meisten Sinn macht – in den urbanen Raum. Zudem macht Volkswagens Ankündigung, das Auto für etwa 20.000 Euro anbieten zu können die E-Mobilität endgültig massenkompatibel. Auf den grundlegenden Wandel in der Automobilindustrie stimmte Volkswagen-Konzern-Chef Herbert Diess ein: "Autonomes Fahren wird unsere Industrie wie nichts anderes zuvor verändern." Schon 2025 soll ein Robotaxi auf Basis des ID. Buzz einsatzbereit sein. Auch Audi zeigte die Vision einer Level-4-Reiselimousine "Grandsphere", die auf Wunsch dem Piloten das Lenkrad abnimmt. Die Serienversion soll ebenfalls 2025 erscheinen.

400.000 Besucher kamen nach München – knapp 30 Prozent weniger als 2019 nach Frankfurt. Doch verhinderten die Corona-bedingten Reisebeschränkungen die Anreise manch internationalen Gastes, zudem lief die Veranstaltung fünf Tage kürzer als bisher. Die stärkere Ausrichtung als Publikumsmesse dürfte der IAA (Mobility) wohl dennoch ihr Überleben sichern.

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