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Reifen-Reparatur

24.09.2019 Pk - In modernen Zeiten wird gern vergessen, dass sich manche Dinge reparieren lassen. Das trifft beispielsweise auf Reifen zu – sofern diese in einem definierten Bereich der Lauffläche beschädigt wurden.
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Denn Leckstellen an der Reifenschulter sowie -flanke dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden. Meldet also die Reifendruck-Kontrollanzeige einen Nagel in der Lauffläche, sollte man sofort zum Reifenfachhandel fahren, sofern noch möglich. Dieser stellt sicher, dass die Verletzung nicht zu groß und zu alt ist (ein angerosteter Stahlgürtel lässt sich nicht reparieren). Dann erfolgen das Aufbohren auf einen definierten Durchmesser und das Anrauhen der Reifen-Innenseite. Jetzt trägt der Pneu-Experte das Kalt-Vulkanisiermittel auf und zieht einen speziellen Stopfen von innen durch. Schon kurz danach wird die Reparaturstelle innen im Reifen mit einer schwarzen Schutzschicht versehen und außen der Überstand abgeschnitten. Der Reifen kann sogleich wieder montiert und verwendet werden. Außerdem kostet eine solche Reparatur oft nicht einmal 50 Euro und ist somit deutlich günstiger als ein neuer Reifen. In der Folge gibt es auch keine Probleme mit unterschiedlichen Reifenprofil-Tiefen.

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Wenn die Reifendruck-Kontrolle warnt, dann betroffenen Pneu überprüfen; Nagel nicht herausziehen!
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Der Reifenexperte kann die Leckstelle prüfen und dann definiert aufweiten.
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Die Werkstatt trägt Kalt-Vulkanisiermittel auf und zieht den Reparaturflicken durch.
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Unmittelbar danach kann der Reifen wieder auf der Felge montiert und der Überstand abgeschnitten werden.
Schlagwörter

ReifenreparaturAusgabe 8/2019

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