console.log ("Der neue Adserver-Tag eingebunden"); Teile aus dem Drucker | Gute Fahrt
 

Porsche Classic

Teile aus dem Drucker

12.02.2018 Gute Fahrt - "Nicht mehr lieferbar" – für rare Klassiker können fehlende Ersatzteile schnell zum Problem werden. Im schlimmsten Fall droht die Stilllegung.

Der Klassikbereich von Porsche – Porsche Classic – schafft jetzt Abhilfe. Mit Hilfe von 3D-Druckern werden Teile, die extrem selten sind und nur in geringen Stückzahlen benötigt werden, hergestellt. Alle Teile, die im 3D-Druckverfahren produziert werden, erfüllen laut Porsche Classic technisch und optisch die Voraussetzungen für höchste Originaltreue.

© Porsche
Spiegelfuß für Innenspiegel Porsche 911 Speedster

Die kontinuierlich steigende Qualität der sogenannten additiven Herstellungsverfahren bei tendenziell sinkenden Kosten bietet für die Fertigung kleiner Stückzahlen eine wirtschaftliche Alternative. Beispielsweise für den Ausrückhebel für die Kupplung des Porsche 959, der nicht mehr verfügbar ist. Das Bauteil aus Grauguss unterliegt sehr hohen qualitativen Anforderungen, wird aber – nicht zuletzt aufgrund der mit nur 292 Stück geringen Produktionszahl des Supersportwagens – selten benötigt. Als Fertigungsverfahren kam nur das selektive Laserschmelzen in Frage. Für den Ausrückhebel wird pulverförmiger Werkzeugstahl computergesteuert in einer weniger als 0,1 Millimeter 

Porsche fertigt aktuell acht weitere Teile im 3D-Druck. Es handelt sich um Stahl- und Leichtmetallteile, die mit Hilfe des selektiven Laserschmelzens entstehen, und um Komponenten aus Kunststoff, die per SLS-Drucker hergestellt werden. SLS steht für selektives Lasersintern, bei dem der Werkstoff bis knapp unter den Schmelzpunkt erhitzt und die Restenergie durch einen Laser aufgebracht wird, um das Kunststoffpulver an dieser Stelle selektiv aufzuschmelzen. Für alle Teile gelten mindestens die Qualitätsanforderungen des ursprünglichen Produktionszeitraums; in der Regel sollen sie sogar noch höhere Standards erfüllen. 

Porsche Classic prüft derzeit für weitere 20 Bauteile, ob sich für deren Fertigung der 3D-Druck eignet. 

Schlagwörter

OldtimerForschung & Entwicklung

Das könnte Sie auch interessieren