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Gute Fahrt Ausgabe 4/2018

23.03.2018 Joachim Fischer - Ab 26. März am Kiosk: Weltpremieren des VW Touareg und Audi A6, alle Konzern-Neuheiten vom Genfer Salon, mit Allrad-Skodas am Polarkreis, Geschäftswagen-Kaufberatung und vieles mehr!
© Bau/GF
GUTE FAHRT Ausgabe 4/2018

Eine neue "Große Koalition" für Deutschland ist beschlossen, die Ministerien sind längst verteilt. Als neuer Verkehrsminister sitzt der CSU-Mann Andreas Scheuer im vierten Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel. Immerhin hat er Erfahrungen in seinem Ressort denn unter dem ehemaligen Verkehrsminister Peter Ramsauer war er bereits von 2009 bis 2013 Verkehrs-Staatssekretär. Man mag ihm Glück wünschen für seine neue Aufgabe, denn er übernimmt das Steuer während der Wagen bedrohlich schlingert. Zunächst lähmte der Wahlkampf 2017, dann die quälend lange Sondierung bis zur Re­gierungsfindung im März. Derweil schaukelten sich politisch unzureichend moderiert teils maßlos übertriebene, ideologisch aufgeladene Diskussionen um Diesel, Stickoxide und Grenzwerte hoch. Das ganze mündete im Urteil des Bundesverwal­tungs­gerichts Leipzig, das feststellte, dass Städte durchaus Fahrverbote zur Verbesserung der Luftqualität verhängen dürfen. Und jetzt?

© Audi
Audi A6 Limousine (2018)

Es wird nicht allzu lange dauern, bis die erste Gemein­de oder Stadt mit dem neu ge­wonnenen Folterinstru­ment spielt oder vielleicht handeln muss, weil sie auf Einhaltung der Grenzwer­te verklagt wird. Gemeint sind in erster Linie die 40 Mikrogramm Stickoxid im Jahresmittel an Messstationen im Freien.

© Skoda, Santoro
Reportage: Skoda 4x4 Winter Experience

Nach all der Polemik verschaffen sich nun aber auch wieder verein­zelt Stimmen Gehör, die fragen, wie und warum die Politik überhaupt einen so niedrigen Wert in der EU be­schließen konnte – zumal in der Medizin durchaus umstritten ist, ob Stick­­oxide in so geringen Konzen­trationen überhaupt irgendwelchen Schaden anrichten.

© Jan Bürgermeister
Test: Porsche Panamera Turbo Sport Turismo

Leidtragende des ganzen Gezerres sind die Diesel-Besitzer. Für sie muss Andreas Scheuer nun schleunigst Klarheit schaffen, wie es weitergeht. Nachrüstungen für Alt-Diesel oder Blaue Plaketten – die Themen werden ihm so schnell nicht ausgehen. Hier ist gleichermaßen Fingerspitzenge­fühl, Au­genmaß, aber auch Rückgrat gegenüber allen Beteiligten gefragt.

Die Automobilindustrie entwickelt derweil unter Hochdruck die Fahrzeuge und Mobilitäts-Dienstleistungen von morgen. Beim Genfer Automobilsalon konnte man sich vielerorts einen Eindruck davon ver­­­schaffen, wohin die Reise geht. Haupt-The­men bei Volkswagen und den Konzern-Marken waren die künftige Mobilität in Mega-Cities und Ballungsräumen sowie autonomes Fahren.

Die Kunden bestellen weltweit aber noch immer vorwiegend klassische Automobile – Rekord-Verkaufs­zahlen der meisten Player im VW-Verbund belegen dies. Die Zukunft ist in Arbeit, muss aber noch etwas warten. Bis dahin werden wir Benziner wie Hybride brauchen – und ganz besonders auch saubere Diesel mit SCR-Kat. Denn in Effizienz und damit CO2-Ausstoß kann die derzeit nur der CNG-Antrieb schlagen.

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